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Mannheim: Warnung vor falschen Ärzten – So schamlos zocken Trickbetrüger ab

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Von: Marten Kopf

Eine ältere Frau telefoniert mit einem schnurlosen Festnetztelefon.
In Mannheim warnt die Polizei vor Trickbetrügern (Symbolbild). © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Mannheim - Nach zahlreichen mutmaßlichen Trickbetrugsversuchen in den vergangenen Tagen ermittelt die Polizei inzwischen in 19 Fällen. Die Betrüger nutzen eine perfide Methode.

Am Montag und Dienstag (27./28. September) kommt es im Stadtgebiet Mannheim sowie im gesamten Rhein-Neckar-Kreis zu zahlreichen Telefonanrufen mutmaßlicher Trickbetrüger. Bislang werden der Polizei 19 solcher Betrugsversuche gemeldet.

In allen bisher bekannten Fällen erkundigen sich die Täter nach den Vermögensverhältnissen ihrer Opfer oder fordern direkt hohe Bargeldsummen. Obwohl die Täter bei den Betroffenen teilweise unterschiedliche Notlagen vortäuschen und in ihrem Vorgehen variieren, erinnern sich am Ende doch alle Betroffenen im Alter zwischen 60 Jahren und 93 Jahren an die bekannten Betrugsmaschen und reagieren richtig: Sie beenden das Telefongespräch umgehend.

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Trickbetrug in Mannheim: Täter geben sich als Ärzte aus

In neun Fällen wenden sich die Täter als angebliche Ärzte an die Betroffenen. Sie geben vor, stellvertretend für einen nahestehenden Angehörigen anzurufen, der am Corona-Virus erkrankt sei und nun auf der Intensivstation einer umliegenden Klinik im Sterben lägen. Angeblich könne nur noch ein sehr teures Medikament den Tod verhindern. Die Trickbetrüger fordern in diesem Zusammenhang Geldsummen zwischen 5.000 und 50.000 Euro von ihren Opfern. Als die Betroffenen auflegen wollen, um sich zunächst bei der betreffenden Klinik und/oder der Polizei über die Richtigkeit der Aussage zu informieren, beenden die Täter die Telefongespräche von selbst. Zu einem Schadenseintritt kommt es glücklicherweise es nicht.

In sieben weiteren Fällen stellen sich die Betrüger als angebliche Polizeibeamte vor, die die Betroffenen über eine mutmaßliche Einbruchsserie in der Nachbarschaft informieren wollen. Angeblich sei die Mithilfe der Betroffenen unbedingt erforderlich, damit die Einbrecherbande gefasst werden könne. Hierzu sollen die Betroffenen Angaben zu ihrer Wohnsituation und ihrem Vermögen machen. Auch in diesen Fällen erkennen glücklicherweise alle Betroffenen den Betrugsversuch und informieren die Polizei.

Trickbetrüger in Mannheim: Polizei warnt vor Tätern – so sollte man am besten reagieren

Andere Betroffene berichten, Anrufer hätten sich ebenfalls als falsche Polizeibeamte ausgegeben, diese Male allerdings die Notlage nach einem mutmaßlich schweren Verkehrsunfall vorgetäuscht. Angeblich habe ein nahestehender Verwandter einen Unfall verursacht, weshalb ihm nun eine Haftstrafe drohe. Lediglich durch die Bezahlung einer Kaution könne diese noch abgewendet werden.

Das Betrugsdezernat der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg hat in allen genannten Fällen die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Betrugs aufgenommen. Die Polizei gibt folgende Warnhinweise:

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