Sparmaßnahmen im Präsidium

Polizei muss Geld sparen: Weniger Streifenfahrten in Mannheim!

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Die Polizei muss in Zukunft Geld sparen

Mannheim - Verstärkte Präsenz von Streifenwagen in Mannheim haben unter anderem dazu beigetragen, Einbrüche und Straftaten vorzubeugen. Nun muss aber Sprit gespart werden:

Einer der Bereiche, in dem sich niemand Einsparungen wünscht, ist die Sicherheit.

Doch genau dieser Fall ist nun eingetreten: Durch einen zu geringen Haushalt für die Polizei müssen verschiedene Sparmaßnahmen getroffen werden, damit das Budget für das Jahr eingehalten werden kann! Nach Schätzungen der Gewerkschaft der Polizei fehlt dem Präsidium Mannheim rund eine halbe Million Euro am Ende des Jahres. 

Zum Sparen gibt es verschiedene Ansätze: mehr Fußstreifen, keine unnötigen Ausgaben für technische Geräte, reduzierte Fahrten und stationäre Kontrollstellen. 

Bereits seit Anfang der Woche fahren deshalb kaum noch Streifenwägen in den Brennpunkt-Gebieten Mannheim-Innenstadt und Neckarstadt! Nur wenn die Polizei angerufen und um Hilfe gebeten wird, rücken die Beamten aus!

Die Reviere im gesamten Bereich des Mannheimer Polizeipräsidiums (Mannheim, Heidelberg und Rhein-Nekar) werden nachziehen.

Der Mannheimer Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Thomas Mohr berichtet: „Viele Polizistinnen und Polizisten melden sich bei uns und geben ihrem Frust freien Lauf, weil gerade in Problembezirken keine Streife mehr gefahren werden soll! Das beunruhigt und verärgert unsere Kolleginnen und Kollegen.“

Die regelmäßigen Streifenfahrten gehören zur präventiven Polizeiarbeit, die durch Präsenz der Beamten schon einige Straftaten verhindern konnten.

Damit diese Arbeit nicht verloren geht, fordert Mohr nun das Land auf, „zusätzliche Finanzmittel zur Verfügung zu stellen“.

Auch bei der Kriminalpolizei und Ausrüstungsbeschaffungen wird ab jetzt gespart: Aufwendige und teure Strafverfahren werden nicht mehr so ausführlich behandelt, wie es üblich ist. Auch Anschaffungen von Bürogeräten und Ausrüstung werden zuerst zweitrangig bearbeitet.

Wohin fließen die Gelder?

Die GdP erklärt, dass für die Videoüberwachung der Stadt sehr viel Geld investiert wurde und auch schusssichere Westen, die angeschafft wurden, teurer waren, als man sich erlauben konnte.

Bürger, die sich nun um ihre Sicherheit fürchten, müssen sich laut Polizeipräsident Köber keine Sorgen machen: Wie auch „der Privatmann“ müssen Maßnahmen getroffen werden, damit das Budget nicht überzogen wird. „Dadurch wird die Aufgabenerfüllung zum Wohle der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in keiner Weise beeinträchtigt.“  Trotzdem werde natürlich auch weiterhin auf jeden Notruf reagiert. 

Die Abstimmung ist beendet.
Ist die Reduzierung der Streifenfahrten eine gute Idee?
Nein, Streifenfahrten sind wichtig und sinnvoll
58.44%
Ist mir egal...
37.53%
Ja, die fahren eh zu oft rum
4.02%

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cet/gdp

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