Vermeintliche Vergewaltigung am Wasserturm

OB Kurz: „Belastung des inneren Friedens in Mannheim“

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Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz äußert sich zur möglicherweise vorgetäuschten Vergewaltigung am Wasserturm. (Symbolfoto)

Mannheim - Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz (SPD) äußert sich am Donnerstag zur womöglich vorgetäuschten Vergewaltigung am Wasserturm:

„Ich wäre natürlich sehr erleichtert, wenn sich definitiv herausstellt, dass eine solche Tat im Herzen unserer Stadt nicht stattgefunden hat, sondern vorgetäuscht wurde. Andererseits ist eine solche Täuschung eine gravierende Belastung des inneren Friedens in unserer Stadt.", so der OB im offiziellen Statement.

Der Fall zeige, dass man angesichts der bundesweit aufgeheizten Atmosphäre mit jeder Nachricht zunächst sensibel umgehen müsse. Besonnenheit in Wort und Tat seien dabei unerlässlich.

Eine 41-Jährige hatte am 18. Januar bei der Polizei angegeben, in unmittelbarer Nähe des Wasserturms vergewaltigt worden zu sein. (WIR BERICHTETEN) Die Aussagen der Frau wurden zunächst nicht angezweifelt.

Kripo auf Spurensuche am Wasserturm

Die vermeintliche Tat, mitten im Herzen Mannheims, schockierte die Bevölkerung. Die Polizei startete einen Zeugenaufruf, ermittelte mit einem detaillierten Phantombild. Über 100 Hinweise aus der Bevölkerung gingen ein. 

In einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären die Staatsanwaltschaft Mannheim und das Polizeipräsidium Mannheim jedoch am Donnerstag, dass das Sexualverbrechen möglicherweise vorgetäuscht wurde.

Erhöhung der Sicherheit

Der Oberbürgermeister stellt am Donnerstag klar: „Unabhängig von der überraschenden Wende im Fall der vermeintlichen Vergewaltigung werden die Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit von der Stadt vorangetrieben. Die Entscheidung, die verschiedenen Maßnahmen zu treffen, war zeitlich zuvor vorbereitet worden und fiel unabhängig von der Tat.“

OB lobt schnelle Aufklärung von Mordfall

Kurz bedankt sich außerdem für die schnelle und erfolgreiche Arbeit an einem weiteren Fall, der Mannheim seit Dezember beschäftigt: Nachdem am 24. Januar die Leiche einer Frau im Rhein in Rüsselsheim entdeckt wurde, deren DNA zu Blutspuren am Neckar passte, die Ende 2015 gefunden wurden, konnte die örtliche Polizei den mutmaßlichen Mörder festnehmen.

>>> Nach Leichen-Fund im Rhein: 25-Jähriger in U-Haft!

kab

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