Neues Projekt geht an den Start

Mannheim: Digitales Parkticket – warum „Handyparken“ gerade in Corona-Zeiten sinnvoll ist

Mannheim - Bald brauchst Du kein Bargeld mehr, wenn Du mit dem Auto in der Stadt parkst. Denn mit einer App soll alles ganz digital ablaufen:

Mannheim geht den nächsten Schritt in das digitale Zeitalter. Dieses Mal betrifft es alle Autofahrer oder zumindest die, die in der Stadt parken wollen. Denn ab sofort braucht man kein Bargeld und Parkschein mehr. Alles funktioniert künftig mittels einer App. Sie erfasst, wann Du da bist, wie lange und was das am Ende kostet.

Das Handyparken ist ein weiterer Schritt in der Digitalisierungsstrategie der Stadt Mannheim. Der größte Vorteil für alle Nutzerinnen und Nutzer ist, dass man nur die Zeit zahlt, in der man tatsächlich einen Parkplatz im Rahmen der zulässigen Höchstparkdauer genutzt hat. Unnötige Ausgaben für eine zu lang kalkulierte Parkdauer entfallen“, so Erster Bürgermeister Christian Specht, der sowohl für Digitalisierung als auch für Sicherheit und Ordnung zuständig ist.

Mannheim: Handyparken – so funktioniert der digitale Parkschein

Das Handyparken ist ziemlich simpel: Der Autofahrer startet den Parkvorgang mit der „smartparking“-App, per Anruf oder auch SMS. Die Parkzeit kann er jederzeit stoppen oder verlänger. Für dieses Angebot addieren die Anbieter unterschiedliche Zuschläge auf die kommunale Parkgebühr. Am Ende wird bezahlt und der Fahrer kann wieder losdüsen. Apropos Kosten – das Parken in Parkhäusern wird in Mannheim teurer!

Damit aber auch niemand auf dumme Gedanken kommt: Die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes in Mannheim erkennen am Autokennzeichen, ob ein digitales Ticket vorliegt und gleichen es mit einem zentralen Online-System ab.

Wer jetzt noch genauere Fragen hat, der muss sich keine Sorgen machen. Informationen zu den Dienstleistern fürs Handyparken und Anleitungen für die ersten Schritte werden in den kommenden Tagen an den Parkscheinautomaten angebracht. Außerdem kann man sich unter www.smartparking.de informieren.

Mannheim: Datenschutz wird groß geschrieben – viele Registierungen sind aber nötig

Für die Umsetzung kooperiert die Stadt Mannheim mit smartparking, einer Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung. Die smartparking-Plattform, mit der neben Mannheim rund 160 weitere Städte in Deutschland kooperieren, ist wettbewerbsübergreifend und offen für alle Handyparken-Anbieter. In Mannheim stehen derzeit „EasyPark“, „PARK NOW“, „moBiLET“, „Yellowbrick/flowbird“, „paybyphone“, „Parkster“ und „PARCO“ zur Auswahl.

Beim Handyparken in Mannheim hat die Stadt „einen besonderen Wert auf die Achtung des Datenschutzes gelegt“, so Specht. Er erklärt: „So haben sich die Anbieter vertraglich zu umfassenden Datensicherheits- und Datenschutzmaßnahmen verpflichtet, das amtliche Kennzeichen wird lediglich für die Prüfung der Parkberechtigung gespeichert und anschließend wieder gelöscht.“ Wichtig hier für alle, die sich aber nicht gerne überall anmelden wollen: Nutzer müssen sich bei einem oder mehreren dieser Anbieter einmalig registrieren.

Mannheim: Parken per App – warum das in Zeiten der Corona-Krise sinnvoll ist

In Zeiten steigender Corona-Infektionszahlen werden durch das Handyparken zudem Berührungskontakte an den Automaten vermieden, was wiederum zum Infektionsschutz beiträgt“, erläutert der Erste Bürgermeister. Wer aber trotzdem lieber den „normalen“ Weg gehen will, dem steht da natürlich frei.

 Zur Realisierung des Handyparkens haben der Fachbereich Sicherheit und Ordnung als Parkraumüberwachungsbehörde und die Mannheimer Parkhausbetriebe GmbH als Betreiber der Parkscheinautomaten eng zusammengearbeitet. „Das Handyparken und die damit verbundenen Möglichkeiten lassen auch erwarten, dass die Parkraumbewirtschaftung künftig effektiver umgesetzt werden kann“, zeigt sich der für die Verkehrsplanung zuständige Bürgermeister Lothar Quast zuversichtlich. (pm/jol)
  

Rubriklistenbild: © HEIDELBERG24/Christian Hoffmann

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