PETA mit hoher Belohnung für Hinweise

Tierquäler schießt Pfeile auf Tauben! Wer hat etwas gesehen?

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Tierquäler schießt in der Oststadt mit Pfeilen auf Tauben.

Mannheim-Oststadt - Ein Tierquäler treibt in der Oststadt sein Unwesen. Der Unbekannte schießt mit Pfeilen auf Tauben! PETA hat jetzt eine hohe Belohnung für Hinweise ausgesetzt. 

Tierquäler in der Oststadt unterwegs.

Ein Anwohner aus der Lameystraße informiert die Tierrechtsorganisation PETA über zwei Tauben, die am Samstag (16. Juni) und Dienstag (19. Juni) auf seinem Balkon sitzen.

Ein bislang unbekannter Tierquäler hat die Tiere mit Pfeilen aus einem Blasrohr oder einer Luftdruckwaffe beschossen. Einer Taube steckt ein Pfeil im Hals, der zweite Vogel hat einen Pfeil im Brustbereich!

Tierquäler schießt mit Pfeilen auf Tauben.

In den vergangenen Wochen hatte eine Nachbarin zudem eine vermutlich vergiftete sowie eine verklebte Taube gefunden. Bereits zwei oder drei Jahre zuvor wurden im Innenhof des Gebäudes Pfeile gefunden. Gleichzeitig wurden in Briefkästen Flyer mit der Bitte verteilt, nicht mehr auf Tauben zu schießen. Der Täter wird im Raum Goethestraße/Berliner Straße/Lameystraße vermutet.

Es wurde Anzeige erstattet. Die Polizei nimmt unter der Nennung der Vorgangsnummer ST/1130445/2018 Zeugenhinweise entgegen.

PETA setzt hohe Belohnung für Hinweise aus

Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA jetzt eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise, die zu seiner Verurteilung führen, aus. Zeugen können sich ebenfalls unter ☎ 01520-7373341 oder per E-Mail bei PETA melden – auch anonym. 

Helfen Sie bitte mit, diese brutalen Übergriffe auf die friedvollen Tauben aufzuklären“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Tiere müssen vor derartigen Übergriffen geschützt werden. Wer Vögel zum Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten an Menschen zurück.“ 

PETA weist daraufhin, dass Tierquälerei kein Kavaliersdelikt ist, sondern nach §17 des Tierschutzgesetzes eine Straftat darstellt und mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden kann.

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Hintergrundinfo zu Tauben

Stadttauben sind häufig die Nachfahren von Zuchttauben oder so genannten „Brieftauben“. Etwa 40 Gramm Futter am Tag benötigt eine ausgewachsene Taube zum Überleben. In den Innenstädten finden die Körnerfresser nicht einmal einen Bruchteil der benötigten Menge, also essen sie hungrig alles, was als Abfall auf den Straßen landet. Dabei können sie sich mit den Füßen in Schnüren, Fäden oder Plastikteilen verfangen und sich verschnüren, bis ihre Zehen abgestorben sind. 

Tauben werden außerdem häufig Opfer von Giftköder-Anschlägen oder verletzen sich an Taubenabschreckungsvorrichtungen wie Spikes, Dornen, Klebepasten, Glasscherben, Stromdrähten, Netzen oder Spanndrähten. Unter diesen erbärmlichen Bedingungen überleben die Tiere selten länger als zwei Jahre, obwohl sie eine natürliche Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren haben. 

Tauben sind fürsorgliche Eltern und ihren Partnern gegenüber sehr treu – der Verlust des Gefährten oder ihrer Jungen bedeutet für die Vögel großes Leid. Diese Treue und Sehnsucht nach ihrem Heimatschlag wird im „Brieftaubensport“ skrupellos ausgenutzt. 

Bei Wettbewerben müssen die Tiere häufig Strecken von mehreren hundert Kilometern zu ihrem Heimatschlag zurücklegen. Viele der Vögel sterben auf den anstrengenden Flügen an Dehydration, Hunger, Erschöpfung oder Verletzungen. Die Tierrechtsorganisation PETA weist auf die Tierschutzwidrigkeit des Brieftaubensports hin und fordert ein Verbot der Taubenwettflüge in Deutschland.

pm/rmx

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