600 Meter vom Gehege entfernt

Auf Parkplatz: HIER lag der getötete Pinguin!

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In der Museumsstraße wurde der entführte Pinguin (Symbolfoto) tot gefunden.

Mannheim-Oststadt – Wann hat der herzlose Pinguin-Entführer den Seevogel verletzt, getötet und auf einem Parkplatz ‚entsorgt‘? Die tierärztliche Obduktion soll Klarheit bringen:

+++UPDATE: Der heiß erwartete Pinguin-Obduktionsbericht durch zwei Tierärzte des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts (CVUA) in Karlsruhe hat nun ergeben: Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat ein Raubtier den Pinguin getötet!+++

Tagelang bangten Luisenpark-Team, Park-Besucher und Tierfreunde in aller Welt um den entführten kleinen Pinguin (zehn Monate)...

Am Donnerstagmorgen gegen 8:30 Uhr dann die traurige Gewissheit: Ein Hausmeister findet den kopflosen Seevogel am Zaun eines Parkplatzes in der Museumsstraße – rund 600 Meter Luftlinie vom Pinguin-Gehege entfernt.

Getöteter Pinguin (10 Monate) auf Parkplatz gefunden

Die alarmierte Polizei identifiziert den Pinguin einwandfrei anhand seiner Flügelmarkierung mit der Nummer 53.

„Die Verletzungsspuren deuten auf Tierfraß hin“, so ein Polizeisprecher gegenüber MANNHEIM24. Ob der Pinguin bereits seit dem Tag seines Verschwindens dort lag, weiß man noch nicht. Weil ebenfalls noch unklar ist, ob der Pinguin noch lebte, als der herzlose Täter das Tier am Fundort ‚entsorgte‘, erhofft sich die Polizei nun nähere Hinweise von einer Obduktion des schlimm entstellten Kadavers im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (Karlsruhe). Hier sollen Todesursache und -zeitpunkt geklärt werden – auch, ob der kleine Körper nachträglich von einer Ratte oder anderen Tieren angefressen wurde. Und ob der Kopf deshalb fehlt. 

Der Kadaver sei dem Untersuchungsamt zufolge am Freitag eingetroffen. „Zwei Tierärzte untersuchen den Körper jetzt“, sagt Leiter Stephan Walch. „Es handelt sich um ein Hochdruckerfahren der Staatsanwaltschaft.“ Ergebnisse der Obduktion könnten bereits am Montag vorliegen. 

Auch sei die Spurensicherung nach dem Fund des Kadavers ist nicht abgeschlossen. Fraglich, ob an den Federn überhaupt Fingerabdrücke zu finden sind – erst recht nach den Regenfällen.

Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt inzwischen gegen Unbekannt wegen Diebstahls und Verstößen gegen den Tier- und Artenschutz. Dass der Pinguin ausgebüxt oder aber von einem Fuchs, Marder oder großen Greifvogel ‚entführt‘ wurde, schließen die Ermittler aus.

Deshalb sucht die Polizei weiterhin dringend Zeugen, die im Bereich des Ablageorts verdächtige Wahrnehmungen gemacht oder den Tierquäler im Park gesehen haben. Diese werden gebeten, sich unter Telefon 0621/174-3310 beim Polizeirevier MA-Oststadt.

Rückblick

Ein unbekannter Täter steigt am 11. Februar zwischen 8 und 15 Uhr ins Außengehege der unter Artenschutz stehenden Humboldt-Pinguine entführt das Jungtier (30 Zentimeter, vier Kilo). Bei der ersten Fütterung um 8 Uhr war der kleine Besucherliebling noch da, bei der Fütterung um 15 Uhr bemerkt der Tierpfleger dann sein Fehlen...

Gedenkort für ‚Nummer 53‘

Im Luisenpark laufen seit dem traurigen Zwischenfall Tag und Nacht verstärkt Sicherheitsleute Patrouille, denken die Verantwortlichen über eine Erhöhung des Zaunes sowie eine Videoüberwachung nach. „Wir wollen zunächst mögliche Nachahmer abschrecken“, sagt Sprecherin Alexandra Wind. Daneben will die Verwaltung in der Nähe des Geheges einen Gedenkort für Pinguin ‚Nummer 53‘ schaffen. „Vorstellbar ist, an der bereits vorhandenen Pinguin-Statue eine Tafel anzubringen“, sagt Wind. „Wir wollen kein Spektakel, aber und haben viele Zuschriften erreicht.“

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pek

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