Ab April wird montiert

Mit diesem Metall-Netz wird die Kunsthalle ‚eingegittert‘ 

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Der Neubau der Kunsthalle nimmt immer konkretere Formen an.

Mannheim-Oststadt – Sie wächst und gedeiht – die neue Kunsthalle am Friedrichsplatz. Wie das filigrane Metall-Gewebe namens „Tigris“ aussieht, mit dem das Museum eingegittert wird:

Der Rohbau von Mannheims Prestige-Objekt schlechthin steht schon länger – der 68,3 Millionen Euro teuere Kunsthalle.

Seit Sommer 2014 wird anstelle des Mitzlaff-Baus abgerissen, gebaggert und gewerkelt. Im September 2017 soll der Neubau (13.000 Quadratmeter Nutzfläche) von der Stiftung Kunsthalle Mannheim an die Stadt Mannheim übergeben werden.

Baustellen-Impressionen aus der Kunsthalle 

Insgesamt 13 Galerien (250 bis 450 Quadratmeter) werden Kunsthallen-Direktorin Dr. Ulrike Lorenz zur Verfügung stehen – davon 1.000 bis 1.450 Quadratmeter für Sonderausstellungen. Neun Galerien und drei Terrassen gelten der Sammlung, die dort in jährlich wechselnden Konstellationen präsentiert werden. 

Belastungsprobe für „Tigris“: Das Mannheimer Mesh auf dem so genannten „Strecktisch“ bei der technischen Weberei GKD.

Ab Anfang April wird die Kunsthalle ‚eingegittert‘, beginnt die Montage des bronzeschimmernden Gewebes aus Draht und Rohr an der Fassadenseite in der Roonstraße. Der Bronze-Farbton wurde extra für die Kunsthalle entworfen – abgestimmt auf die Umgebung des Gebäudes.
Das sogenannte ‚Mesh‘ liegt bei der Firma „GKD – Gebr. Kufferath AG“ (Düren), dem Weltmarktführer in Sachen Metallgewebe, auf einem 30 Meter langen Strecktisch. Dort werden exakt die Spannungskräften simuliert, die künftig an der Fassade der Kunsthalle herrschen.

Danach wird das seit Anfang März produzierte Geflecht namens „Tigris“ aus rechtwinklig miteinander verkreuzten Kettfäden und Schussfäden aufgerollt, in Lkw gepackt und in die Quadratestadt gefahren. 

Belastungsprobe für „Tigris“: Das Mannheimer Mesh auf dem so genannten „Strecktisch“ bei der technischen Weberei GKD.

Die 72 Paneelen á 22 mal 3,26 Meter mit insgesamt rund 4.600 Quadratmeter Gewebefläche umhüllen künftig die sieben Kuben, die ‚Ausstellungshäuser‘, der neuen Kunsthalle. Diese sind neben dem mit einem Glasdach überspannten, 22 Meter hohen Tageslicht-Atrium (700 Quadratmeter) das Highlight.
Bei „Tigris“ einzigartig: Erstmals arbeitet die Firma GKD, die schon Maßanfertigungen für imposante Bauwerke wie das Schloss Versailles und die Bibliothèque Nationale de France (beides Paris) oder die Oper in Peking, auch Rohre (2,5 Zentimeter) in ein solches Architekturgewebe ein.

Aufgrund des Kälteeinbruchs im Januar kam es zu einigen Verzögerungen, da das Abdichten der millimetergenauen Einbauteile der Unterkonstruktion nur bei mindestens plus fünf Grad möglich ist.

Daher konnte die Abdichtung der Einbauteile im Januar nicht gemäß Zeitplan erfolgen, was wiederum Auswirkungen auf die darauf folgenden Gewerke hatte. Durch dieses fragile Zusammenspiel der einzelnen Gewerke und Abhängigkeiten im Fortgang der Bauausführung können tagesaktuelle Verzögerung leider nicht vermieden werden. 

Hier (ent)steht die neue Kunsthalle 

Der geplante Einzug der Kunsthalle Mannheim und damit die Eröffnung des Neubaus im Dezember 2017 aufgrund der baubedingten Verzögerungen der Fassadenmontage sei nicht gefährdet. Bis Ende 2017 bleibt das Museum deshalb geschlossen.

>>> Hier geht's zu unserer Sonderseite zur Kunsthalle Mannheim <<<

Kunsthalle MA/pek

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