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Förderung in Millionenhöhe: Uni Mannheim erhält ‚künstlich intelligenten‘ Professor!

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KI auf dem Vormarsch: Warum künstliche Intelligenz nicht nach, sondern aus Mannheim kommen soll. (Symbolfoto)

Mannheim - Damit wir ‚künstlich‘ intelligenter werden: Die Universität Mannheim erhält eine neue Juniorprofessur, ganz Baden-Württemberg sogar zehn. Ist das notwendig? Die Politik sagt, ja. 

Zynismus an.

„Siri, bist du eine Frau?“ „Lass dich durch meine Stimme nicht täuschen: ich habe kein Geschlecht.“ Ein Gespräch mit Siri, wenn es auch noch so aberwitzig ist, ist mittlerweile nichts Besonderes mehr. Drohnen, die über unsere Köpfe sausen, sind vielleicht noch nicht jedem geheuer aber auf dem besten Weg dahin. In Dubai werden sie schon seit längerem als Taxis eingesetzt. Bis 2030 will das Emirat gar ein Viertel seines Verkehrs auf autonomen Transport umstellen. 

In Kriegsgebieten dienen Drohnen seit Jahren als Tötungsinstrumente. Und trotzdem: Die zunehmende Technisierung und gleichzeitige Digitalisierung scheint unaufhaltsam. Egal ob autonomes Fahren, Smart Home, Industrie 4.0 oder künstliche Intelligenz. Unser Alltag ist beruflich wie privat von Digitalem durchdrungen und wird, trotz gelegentlich anfänglicher Kritik, auf kurz oder lang zur Selbstverständlichkeit und erhält so eine immer größere gesellschaftliche und vor allem wirtschaftliche Relevanz.  

6 Millionen Euro für 10 neue Junior-Professuren

Dieser Entwicklung Rechnung tragend, richtet das Land nach der erfolgreichen Etablierung des Innovationscampus Cyber Valley in Tübingen mit einer Fördersumme von insgesamt 6 Millionen Euro 10 neue Junior-Professuren für Künstliche Intelligenz an Universitäten in ganz Baden-Württemberg ein. Eine davon entfällt auf die Universität Mannheim, konkret im Bereich „Methoden in der Künstlichen Intelligenz“ (Informatik & Wirtschaftsinformatik / Data Science).

Die Mannheimer Landtagsabgeordnete Elke Zimmer (GRÜNE) ist überzeugt: „Wir müssen eigene Standards im Bereich der Künstlichen Intelligenz setzen und dürfen das Feld auf keinen Fall nur anderen überlassen. Mit der Landesförderung tragen wir unserem Anspruch Rechnung, Baden-Württemberg zu einem herausragenden Standort für führende KI-Forschung zu machen. Für Mannheim bedeutet diese Förderung eine weitere Aufwertung, sowohl im Bereich der Lehre und Forschung, als auch für den Wirtschaftsstandort Mannheim.“

KI ist bedeutsam für Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer ergänzt: „Wir bündeln die Kräfte, um Baden-Württemberg zu einem noch stärkeren KI-Forschungsstandort zu machen. Mit den neuen Professuren bauen wir Kompetenz im ganzen Land auf. Ob Datenauswertung, Autonomes Fahren oder Smart Home, Industrie 4.0 oder Wissenschaft – Methoden der Künstlichen Intelligenz zu entwickeln und ihre Anwendungsmöglichkeiten zu erforschen, ist von größter Bedeutung für unsere Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft“

Sind sie aber wirklich bedeutsam für den Menschen, als Mensch? Vor wenigen Tagen lief zu sehr später Stunde ‚Terminator‘ im Fernsehen. Eine von unzähligen Dystopien künstlicher Intelligenz. Ist so eine Vorstellung heute auch noch weit weg oder vielleicht doch bald vorstellbar? Die Menschen jedenfalls sollen von der Technik profitieren und sich möglichst um sich selbst statt um die Lasten des Alltags zu kümmern. Gibt es dann vielleicht gar Frieden auf der ganzen Welt und gar keine Mörder mehr? Und wenn doch: Wer mordet? Fragen wir doch ‚Alexa‘. 

„Alexa, wer ist der Mörder? „Psychologen sagen, meist jemand aus dem näheren Umfeld. Oder der Gärtner“

Zynismus aus.

pm/chh

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