Beschluss im Gemeinderat 

Tschüss wilder Sperrmüll? Neue Einsatzgruppe gebildet!

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Wilde Müllablagerungen in den U-Quadraten.

Mannheim – Fast täglich ärgern sich Bewohner darüber: wilder Sperrmüll! Doch meist dauernd es relativ lange bis dieser entfernt wird. Das soll sich jetzt ändern!

Künftig soll eine schnelle Einsatzgruppe wilde Müllablagerungen beseitigen. Dies beschloss der zuständige Ausschuss des Gemeinderats am 23. März einstimmig. Die Kosten belaufen sich auf etwa 400.000 Euro jährlich. Die Idee hatte die SPD im Gemeinderat eingebracht. 

SPD-Stadtrat Thorsten Riehle sagt: „Wir wollen über eine eigene Einsatzgruppe der Abfallwirtschaft möglichst unverzüglich wilde Müllablagerungen entfernen lassen. In allen Stadtteilen haben wir bisher damit zu kämpfen gehabt.“ 

Sperrmüll: 60 Tonnen wilde Ablagerungen

SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Eisenhauer betont: „Bei dem Thema geht es auch um ein Stück Lebensqualität durch ein attraktives und sauberes Stadtbild.“ 

Stadtrat und SPD-Sprecher für Sicherheit und Ordnung Dr. Boris Weirauch (MdL) ergänzt: „Durch eine möglichst zügige Beseitigung der Abfälle können nicht nur Verkehrs- und Gesundheitsgefährdungen minimiert werden. Bestehende Müllablagerungen führen oftmals dazu, dass Nachahmer neuen Müll dazu packen. Deshalb ist eine schnelle Beseitigung wichtig genauso wie die Verfolgung von Müllsündern.“ 

Bisher dauerte die Entfernung Wochen 

Die Mitglieder des gemeinderätlichen Ausschusses für Technische Betriebe, Joachim Horner, Andrea Safferling und Ralph Waibel, erklären: „Die Abfallwirtschaft konnte bisher nur unzureichend reagieren, da auch wilde Müllablagerungen nur im Rahmen der normalen Abfuhr beseitigt werden konnten. Das dauerte im Einzelfall bis zu drei Wochen. Dadurch vergrößerte sich nur die Ablagerung durch weiteren Müll. Das darf nun nicht mehr passieren.“ 

Forderung nach Mülldetektiven

Auch wurde im Gemeinderat der Einsatz sogenannter Mülldetektive laut. „Ob das letztlich vom Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) oder der Abfallwirtschat erledigt wird, bleibt egal. Wichtig ist, dass Müllsünder konsequent zur Verantwortung gezogen werden und nicht auf Kosten der Allgemeinheit ihren Müll entledigen können. Ob dabei Bußgelder verhängt werden, ist zweitrangig, alleine die Ansprache könne bereits positive Wirkung entfalten“, stellt Riehle klar.

pm/kp

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