Unfall-Opfer wurde zum Pflegefall  

Nach Mega-Crash mit schwer verletztem Kind: Urteil gegen Raser gefallen! 

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Die Jungbuschbrücke muss am 16. Dezember 2017 stundenlang gesperrt werden. 

Mannheim-Neckarstadt-West - Am 16. Dezember gleicht die Jungbuschbrücke nach einem Crash einem Trümmerfeld. Vier Menschen werden schwer verletzt – darunter ein kleines Kind! Nun steht der Verursacher vor Gericht! 

+++UPADTE 16:15 Uhr: 

Ein Jahr nach dem Crash auf der Jungbuschbrücke wird der 24-jährige Angeklagte wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung in vier Fällen zu einer Bewährungsstrafe von 2 Jahren, einer Geldstrafe von 10.000 Euro und 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt 

Die Staatsanwaltschaft hatte 2,8 Jahre Haft gefordert. Strafmindernd hätte sich die „günstige Sozialprognose“ des Angeklagten ausgewirkt, so ein Sprecher des Gerichts. 

Trotz eines Entschuldigungsbriefs und des Geständnisses des Angeklagten, zweifelt der Stiefvater des Unfallopfers an der Reue des Angeklagten – er bezichtigt ihn sogar der Lüge! Seine Stieftochter wurde bei dem Unfall zum Pflegefall. Ob seine Stiefenkelin nach ihrem Schädel-Hirn-Trauma auch Langzeitschäden davonträgt, wird die Zeit zeigen. 

+++UPDATE 18. Dezember 12 Uhr: 

Dieser Unfall schockierte die ganze Region: Am Abend des 16. Dezember soll ein 24-Jähriger unter Drogeneinfluss einen schweren Unfall auf der Jungbuschbrücke verursacht haben. Vier Menschen werden bei dem Crash verletzt, die Fahrerin eines Opels ist nach dem Unfall mit einem Schädel-Hirn Trauma ins Koma gefallen und ist seitdem ein Pflegefall. Auch ihr zweijähriges Kind wurde schwer verletzt und erlitt ebenfalls ein Schädel-Hirn-Trauma. 

Am Dienstag (18. Dezember) muss sich der 24-jähriger Unfallfahrer im Amtsgericht wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung in vier Fällen verantworten.

Weinend zusammengebrochen 

Auf der Anklagebank sitzend, wirkt der gelernte Elektriker, der zuletzt in einer Reinigungsfirma arbeitete, am Boden zerstört.

Als er nach dem Unfall erfuhr, wie schwer die Unfallopfer verletzt sind, seien er und seine Mutter weinend zusammengebrochen. Seine Schwester und seine Nichte seien im gleichen Alter wie die Unfallopfer. 

Gleich am nächsten Tag habe er einen Entschuldigungsbrief an die Familie der Unfallopfer geschrieben. Außerdem habe er 5.000 Euro gespart, die er der Familie zur Verfügung stellen möchte. Er gibt zu am Tag des Unfalls einen Joint geraucht zu haben und für den Unfall verantwortlich zu sein. Er habe die Wirkung der Droge unterschätzt. 

Am Nachmittag wird der Ehemann der pflegebedürftigen Frau als Zeuge aussagen. 

Hintergrund

Trotz der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde soll der Mann in der Kurve auf 110 Kilometer pro Stunde beschleunigt haben. Dabei habe er die Kontrolle über seinen Audi verloren und sei in den Gegenverkehr geraten. 

Hierbei soll er mit einem entgegenkommenden Opel frontal zusammengestoßen sein. Es folgte eine Kettenreaktion: Weitere drei weitere Fahrzeuge krachen mit den beiden Unfallwagen zusammen. Insgesamt werden vier Personen verletzt. 

Die Fahrerin des entgegenkommenden Fahrzeugs wurde durch den Aufprall schwer verletzt und ist seitdem auf Betreuung angewiesen. Ihre zweijährige Tochter zog sich ebenfalls lebensgefährliche Verletzungen – ein Schädel-Hirn-Trauma – zu.

Die ursprüngliche Meldung 

Am Abend des 16. Dezember gegen 19:40 ist ein Audi-Fahrer (23) mit seinem Beifahrer auf der Jungbuschbrücke in Richtung Innenstadt unterwegs, als er plötzlich von der Fahrbahn abkommt, in den Gegenverkehr gerät und gleich in mehrere Fahrzeuge kracht. Durch die Wucht des Aufpralls überschlägt der Opel einer 31-jährigen Frau

Mit im Opel: ihr zweijähriges Kind! Das Kind wird lebensgefährlich, die Mutter und der Audi-Fahrer schwer verletzt. Zwei weitere Unfallbeteiligte werden leicht verletzt. Noch Tage später schwebt das kleine Mädchen in Lebensgefahr – sie hat ein Schädel-Hirn Trauma erlitten. 

12 Wochen nach dem Massen-Crash 

Fast drei Monate später kann die Polizei nichts zum Gesundheitszustand des Mädchens sagen, sicher ist nur: sie lebt! Der Fall liegt mittlerweile bei der Staatsanwaltschaft. 

Auf Anfrage erfährt MANNHEIM24, dass die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den 23-jährigen Audi-Fahrer wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und der fahrlässigen Körperverletzung aufgenommen hat. 

Zwar würde zur Zeit in diese Richtung ermittelt, das Verfahren sei jedoch dynamisch und der Ausgang noch völlig offen. Wann Anklage erhoben wird und wie diese genau laute, könne man zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen.   

Wir bleiben für Dich dran! 

kp

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