Dreister Einbruch

Von Kameras gefilmt: Trio randaliert im „Alten Bahnhof“

+
Drei Jugendliche brechen in die Waggons des „Alten Bahnhofs“ ein. (Archivfoto)

Mannheim-Neckarstadt-West - Die Waggons des Lokals „Alter Bahnhof“ stehen derzeit noch leer. Ein Trio nutzt diese Gelegenheit, um darin einzubrechen und zu randalieren: 

Am Donnerstagnachmittag (18. April) verschaffen sich drei Jugendliche Zutritt zu den Eisenbahnwaggons am „Alten Bahnhof“. Da das Lokal schon seit ein paar Monaten leer steht, bemerkt niemand den Einbruch. Im Inneren der Waggons randaliert das Trio. Wirklich unbemerkt bleiben sie aber nicht.

Bereits im Dezember 2018 hat die Stadt Mannheim nämlich Kameras am „Alten Messplatz“ anbringen lassen, welche die drei Teeanger auf frischer Tat ertappen. Die Videobeobachter im Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums schicken sofort eine Streife los. Am Tatort können die Beamten gegen 16:30 Uhr zwei 14-Jährige festnehmen.

Polizei erwischt Trio auf frischer Tat – nun laufen die Ermittlungen

Der dritte Täter kann fliehen, wird aber nach einer Fahndung durch Unterstützungskräfte der Bereitschaftspolizei gefunden. Bei ihm handelt es sich um einen 19-Jährigen. Das randalierende Trio wird auf das Revier gebracht, wo ihre Daten aufgenommen werden. Danach werden die beiden Minderjährigen an ihre Eltern übergeben, ihr Komplize darf alleine gehen. 

Oft gelesen:  Geklauter Radlader hinterlässt Spur der Verwüstung an Halloween

Wie hoch der Schaden ausgefallen ist steht bisher noch nicht fest. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts des Einbruchs, des Hausfriedenbruchs und der Sachbeschädigung. 

Bisher ist auch noch unklar, wie es mit dem „Alten Bahnhof“ weitergehen soll. Der Biergarten muss wohl dem öffentlich nutzbaren Sportraum weichen. Für die Waggons muss aber noch eine Lösung gefunden werden.

Trotz dem Erfolg der intelligenten Videoüberwachung in diesem Fall, sehen viele der permanenten Beobachtung kritisch gegenüber. Am 4. Mai demonstriert ein Aktionsbündnis am Alten Meßplatz in Mannheim gegen die polizeiliche Videoüberwachung – und das mit einem ‚Stillen Tanz‘

pol/dh

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare