Polizei ermittelt wegen versuchten Totschlags

20-Jähriger verletzt Männer in Flüchtlingsunterkunft: Handelte er in Notwehr?

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Mann (20) verletzt 3 Männer in Flüchtlingsunterkunft (Symbolfoto)

Mannheim-Neckarstadt-West - Bei einem Streit in einer Flüchtlingsunterkunft verletzt ein 20-Jähriger drei Männer – doch handelt er bloß in Notwehr? Die Polizei ermittelt:

Am Dienstag (30. Oktober) gegen 15 Uhr geraten zwei Männer im Alter von 19 und 20 Jahren mit einem 20-Jährigen in einer Flüchtlingsunterkunft in der Pyramidenstraße in Streit. Der Jüngste soll mit einem Messer bewaffnet sein.

Der 20-Jährige flüchtet in sein Zimmer und schließt sich ein. Die beiden Kontrahenten folgen ihm und randalieren vor der Tür. Der 20-Jährige habe nach derzeitigem Ermittlungsstand dann die Zimmertür wieder geöffnet. In seiner Hand – ein Küchenmesser zur Abwehr. Die Männer gehen daraufhin aufeinander los! 

Dabei wird der30-Jährige schwer verletzt und muss notoperiert werden. Laut der Polizei habe Lebensgefahr bestanden. Auch der 19-Jährige erleidet mehrere Schnittverletzungen und muss behandelt werden. Ein weiterer Bewohner, der den Streit schlichten will, verletzt sich an der Hand. 

Sicherheitskräfte müssen alle Beteiligten bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Der 20-Jährige wird vorläufig festgenommen und in einer Arrestzelle untergebracht. Ein Alkoholtest ergibt einen Wert von 1,42 Promille. Die Polizei leitet Ermittlungen wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung ein.

Weitere Ermittlungen des Kriminalkommissariats Mannheim ließen den Schluss zu, dass der 20-Jährige in Notwehr gehandelt haben könnte, weshalb er nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Mannheim am Mittwoch aus dem Gewahrsam entlassen wurde“, so die Polizei Mannheim am Mittwoch (31. Oktober) in einer Mitteilung. Weitere Ermittlungen dauern an. 

pol/jol

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