Kein Zusammenhang mit Terror-Verdächtigen in Plankstadt

Verhaftung in Neckarstadt-Ost: Mann wieder auf freiem Fuß!  

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Am Freitagabend verhaftet die Polizei in der Uhlandstraße einen Mann. (Symbolbild) 

Mannheim-Neckarstadt-Ost - Aufregung am Freitagabend: Am Clignetplatz in Mannheim stehen mehrere Streifenwagen der Polizei und ein Zivilfahrzeug des Landeskriminalamtes. Was es damit auf sich hat:  

+++UPDATE 22. Dezember 12:30 Uhr:

Ein in Mannheim am Freitagabend vorläufig festgenommener Mann ist am frühen Samstagmorgen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. 

Angaben des Landeskriminalamtes Stuttgart vom Samstag zufolge gibt es keinen Zusammenhang zu den Ermittlungen dreier Terrorverdächtiger, die bereits am Mittwoch in Plankstadt und Mannheim festgenommen worden waren. 

Die Polizei hatte am Samstagmorgen zunächst noch von einem möglichen Zusammenhang zwischen den Festnahmen gesprochen.

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Die Erstmeldung 22. Dezember 9 Uhr: 

Großeinsatz der Polizei in der beschaulichen Neckarstadt-Ost.

Am Freitagabend, gegen 20.00 Uhr, durchsucht die Kriminalpolizei eine Wohnung in der Uhlandstraße an der Ecke zum Clignetplatz im Stadtteil Neckarstadt-Ost. 

Augenzeugen berichten, dass die Beamten mehrere Gegenstände aus der Wohnung herausgetragen hätten. 

Eine männliche Person wird vorläufig festgenommen, deren Identität noch der Abklärung bedarf. Es bestehe der Verdacht auf eine Straftat.

Ob ein Zusammenhang mit den Durchsuchungsmaßnahmen wegen Terror-Verdachts in Plankstadt besteht, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. 

„Die Ermittlungen dazu laufen“, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Weitere Einzelheiten sind bisher nicht bekannt.

Durchsuchung in Plankstadt

Wegen Verdachts des illegalen Waffenbesitzes und der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat wird im Laufe des 20. Dezember ein Wohnanwesen samt Grundstück in Plankstadt mit Hilfe der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerkes durchsucht.

Auch Entschärfer und Beamte der Tatortgruppe des Landeskriminalamts sind beteiligt. Zunächst wird vermutet, dass sich neben der Kalaschnikow dort weitere Waffen, Munition, andere gefährliche Gegenstände oder Beweismittel befinden könnten.
Bei den aufwändigen Durchsuchungsmaßnahmen wird jedoch nichts weiter gefunden

Die drei Tatverdächtigen werden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe dem zuständigen Haftrichter vorgeführt, der den Vollzug der Untersuchungshaft anordnet. Sie werden in Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Die Ermittlungen zur Motivlage, zur Beschaffung der Kriegswaffe und deren möglicherweise geplanter Verwendung, dauern an.

pol/kp/dpa

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