Gruppe stört Versammlung

Nach Ausschreitungen bei Linkem Zentrum: LINKEN-Abgeordnete meldet sich zu Wort

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Polizeieinsatz bei Eröffnung von Linkem Zentrum in der Neckarstadt (Symbolfoto)

Mannheim-Neckarstadt-Ost - Die Eröffnung des „Ewwe Longt´s - Linkes Zentrum Mannheim“ wird durch einen Angriff gestört. Die Betreiber haben einen Verdacht – Faschisten:

+++ UPDATE: 22. Januar

Nach den Ausschreitungen bei der Eröffnungsfeier des Linken Zentrums wendet sich Gökay Akbulut, Sprecherin der LINKEN-Fraktion, an die politisch Engagierten im „Ewwe Lognt´s“: „Gerade heute ist ein Linkes Zentrum wichtiger den je“, schreibt Akbulut. Das politische Klima in Deutschland habe sich geändert. „Ich hoffe, dass dieser Angriff zeitnah aufgearbeitet wird und wünsche den Verletzten eine gute Genesung.“ 

+++ UPDATE: 21. Januar

Zwei Tage nach dem Angriff ermittelt die Kriminalpolizei weiter in dem Fall. Zwischenzeitlich haben sich die Betreiber von „Ewwe longt´s“ auf Facebook zu dem Vorfall geäußert. Für sie sei klar, dass es sich um „Faschisten“ der „Identitären Bewegung“ oder der „Jungen Alternative“ handele.

Die Polizei sei auch im Vornherein davon ausgegangen, dass es einen Angriff von Andersdenkenden geben könnte und sei mit einer erhöhten Präsenz vor Ort gewesen.

Laut einem Sprecher der Polizei Mannheim könne dies bisher noch nicht bestätigt werden. Die Ermittlungen würden derzeit laufen und könnten langwierig sein, da erst Berichte gesammelt, Zeugen befragt und Hinweise überprüft werden müssten. Es handele sich um eine Staatsschutzangelegenheit. Auch ob die Verdächtigen bereits Polizeibekannt sind, kann der Sprecher nicht bestätigen.

+++ Erste Meldung: 20. Januar

Das Linke Zentrum in der Kobellstraße soll am Samstag (19. Januar) gegen 14 Uhr eröffnet werden. Doch neben den Gästen findet sich auch eine rund zehnköpfige Gruppe vor dem Zentrum ein, die auf Streit aus ist. Vor dem Veranstaltungsraum entwickeln sich ein Streit zwischen den beiden Lagern, der schnell eskaliert. 

Aus der Gruppe heraus wird auf Besucher des Linken Zentrums Pfefferspray gesprüht, ein 21-Jähriger wird dabei verletzt. Außerdem zünden die Störenfriede bengalisches Feuer an der Ecke Uhlandstraße.

Als die Polizei sich einschaltet, flüchten die Mitglieder der Gruppe zu Fuß. Während der Fahndung können die Einsatzkräfte aber neun Jugendliche kontrollieren. Sie können zwei Pfeffersprays beschlagnahmen. 

Den Personen wird ein Platzverweis erteilt. Ein Verdächtiger muss zur Personalienfeststellung mit aufs Revier kommen. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz.

pol/kab

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