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Mannheim: Nachtwandel-Hammer! Event 2021 abgesagt – Grund nicht Corona

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Von: Eliran Kendi

Mannheim - Musik, Kunst und Kultur auf den Straßen – das hat den Nachtwandel im Jungbusch einmal ausgemacht. Wieder müssen die Menschen auf das Großereignis verzichten, doch diesmal überrascht die Absage.

Aus und vorbei – auch dieses Jahr fällt der Nachtwandel im Jungbusch ins Wasser. Nachdem das Großereignis in Mannheim bereits im letzten Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen ist, haben die derzeit verhältnismäßig niedrigen Inzidenzwerte noch Hoffnung gemacht. Zudem haben das Stadtmarketing Mannheim gemeinsam mit dem Gemeinschaftszentrum Jungbusch ein Konzept einer verkleinerten und kontrollierbaren Veranstaltung am Verbindungskanal erarbeitet. Unter dem Motto Achtwandel sollte dieses besondere Konzept beim 16. Nachtwandel zum tragen kommen – doch alle Mühe scheint vergebens gewesen zu sein.

„Große Hoffnungen wurden in dieses Konzept gesetzt. Doch schweren Herzens musste das Gemeinschaftszentrum Jungbusch Abschied von diesem Gedanken nehmen“, heißt es in einem Schreiben des Gemeinschaftszentrums Jungbusch, das MANNHEIM24 vorliegt.

StadtMannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohnerzahl310.658 (Stand: 31. Dez. 2019)
Fläche144,96 km²
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

Wer jetzt erwartet, die Ursache für die Absage ist auf Corona-Beschränkungen seitens der Behörden zurückzuführen, sieht sich getäuscht. Ausgerechnet das Gemeinschaftszentrum selbst hat sich gegen den Nachtwandel 2021 im Jungbusch ausgesprochen. „Grund ist die erhitzte Lage im Nachtleben“, so Michael Scheuermann, Geschäftsführer des Gemeinschaftszentrums.

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Mannheim: Nachtwandel 2021 im Jungbusch abgesagt

Immer wieder macht der Jungbusch als Ausgehviertel Negativ-Schlagzeilen: Vermüllung, nächtlicher Lärm, Gewalt gegen Polizeibeamte und völlig entnervte Anwohner – die Party-Exzesse im Jungbusch schaffen es mit einem Beitrag in der ARD-Tagesthemen sogar in die bundesweiten Nachrichten. Zuletzt hat die Stadt Mannheim per Allgemeinverfügung ein Alkohol- und Lautsprecherverbot an Wochenenden für den Jungbusch erlassen.

Weniger die Corona-Pandemie als vielmehr die gegenwärtige Situation im Jungbusch ist für die Absage ausschlaggebend. Die Verantwortlichen befürchten nach eigenen Angaben selbst durch einen verkleinerten Nachtwandel eine negative „Sogwirkung“. Im Klartext mag dies bedeuten: Selbst bei einem überschaubar aufgelegten „Achtwandel“ wäre zu erwarten, dass alle Dämme brechen werden.

In einem weiteren Schreiben an die Stadt Mannheim stellt das Quartiermanagement Jungbusch letztendlich fest: „Dass wir aufgrund der aktuellen Belastungssituation eine Ausrichtung des Festes Achtwandel nicht befürworten können!“ (esk)

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