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„Stöhnen und Jammern“ – Nachbar schreibt kuriosen Brief in Mannheim

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Von: Fabienne Schimbeno

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Mannheim - Anwohnern reicht es: Ihr Nachbar ist ihnen entschieden zu laut – und das aus einem ziemlich pikanten Grund:

Nachbarn sind wie Familie: Man kann sie sich einfach nicht aussuchen. Die einen sind supernett und umgänglich, die anderen sorgen für ganz schön viel Ärger. Letzteres bekamen jetzt auch Anwohner in Mannheim zu spüren: Ihr Nachbar ist ihnen entschieden zu laut – und das aus einem ziemlich pikanten Grund. Ihre Botschaft an den Störenfried hat die Instagram-Seite „Notes of Germany“ jetzt auf ihrem Account veröffentlicht:

StadtMannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohner309.370 (Stand: 2019)
Fläche145 km²
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

Mannheim: „Stöhnen und Jammern“ – skurrile Nachbarschaftsbeschwerde wird zum viralen Hit

„Haben Sie schon eine Karriere in der Porno-Branche in Betracht gezogen? Ihr Stöhnen und Jammern ist im ganzen Gebäude, in den Wohnungen und im Treppenhaus zu hören“, beginnt der Verfasser seine Nachricht. Er verstehe, dass man Sex habe, „aber wenn sich die Partner nicht 2 Stunden lang gegenseitig befriedigen können, dann schlage ich eine andere Art von Spaß vor (und vorzugsweise einen Mundknebel)“, schreibt er.

Puh, das war eindeutig. Tatsächlich ist Lärmbelästigung durch Nachbarn keine seltene Beschwerde: Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos in Deutschland im Jahr 2019 fühlten sich rund 28 Prozent der Befragten durch den Lärm, den die Nachbarn verursachen, gestört. Etwa ein Viertel aller Befragten ärgerten sich derweil an dem unfreundlichen Verhalten ihrer Nachbarn.

Mannheim: So reagiert das Netz auf die Nachbarschaftsbeschwerde – „beide irgendwie blöd“

„Im Ernst: Denken Sie zweimal nach, denn Sie leben hier nicht allein“, ermahnt der Verfasser seinen Nachbar weiter. Im Netz stößt die Beschwerde auf geteilte Meinung: „Ich find beide irgendwie blöd... Den, der stört und den, der denunziert... Sowas kann man doch anders regeln als gleich öffentlich anzuprangern. Und dann auch noch anonym... Hasse ich sowieso...“, kommentiert eine Instagram-Userin.

Eine andere kann die Situation hingegen absolut nachvollziehen: „So ne Nachbarin hatte ich auch mal. Dumm war halt, dass ihr Bett immer laut an die Wand meiner Wohnung gebatscht hat. In ein anderes Zimmer ausweichen ging nicht, da 1 ZKB. War schon ziemlich ätzend teilweise...“, schreibt sie.

Skurrile Nachbarschaftsbeschwerde aus Mannheim: Auch das prangern die Anwohner an

Doch damit noch nicht genug: Die erbosten Anwohner beschweren sich nicht nur über den durch sexuelle Handlungen erzeugten Lärmpegel, es scheint auch ziemlich stark aus der Wohnung des Betroffenen zu riechen – und zwar nach Weed, im Fachjargon auch Marihuana genannt.

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„Ich schlage auch vor, dass Sie die Menge an Marihuana, die Sie rauchen, reduzieren. (Nicht nur hören wir euch, sondern auch riechen)“, prangern die Nachbarn an. Es sei nicht mehr zu ertragen, teilen sie in ihrer Nachricht an der Haustür des Störenfrieds mit. Sollte sich die Situation nicht bessern, würde der Verfasser den Fall an die Hausverwaltung melden.

Lärmbelästigung durch Nachbarn: So sollten Betroffene vorgehen

Tatsächlich haben Anwohner das Recht, sich bei Beschwerden dieser Natur an die Hausverwaltung zu wenden: Wie die Internetseite transparent-beraten.de rät, sollten Nachbarn den Lärm über zwei Wochen protokollieren, um die Beschwerde bei der Hausverwaltung mit konkreten Daten stützen zu können.

„Hilft auch dies nicht oder gibt es akuten Handlungsbedarf, hilft die Polizei weiter“, klärt der Ratgeber auf. Bereits in der Vergangenheit hatte „Notes of Germany“ eine Botschaft aus Mannheim veröffentlicht: Ein „zuvorkommender“ Nachbar wollte seine Nachbarin auf ein Getränk einladen – das Ende der Nachricht brachte das Netz dabei besonders zum Schmunzeln.

„Notes of Germany“: So kannst auch Du eine Notiz an die Instagram-Seite schicken

Die Instagram-Seite „Notes of Germany“ hat inzwischen mehr als 67.000 Follower. Sie ist ein Ableger der Seite „Notes of Berlin“, welche sich auf Notizen aus der Hauptstadt Deutschlands fokussiert.

„Notes of Germany“ bezeichnet sich selbst als „Gesellschafts- und Kultur-Website“. Von außergewöhnlichen Suchmeldungen über herzergreifende Appelle an die Menschheit – die Instagram-Seite bietet eine Plattform für Botschaften jeglicher Art. Aufmerksame Nutzer können ihre entdeckte Notiz per E-Mail an notes@notesofberlin.com senden. (fas)

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