Vor Zivilkammer

Erst Hitlergruß, jetzt Schmerzensgeld: Ex-Mitarbeiter der rnv klagt!

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Ehemalige rnv-Mitarbeiter gehen vor die Zivilkammer

Mannheim - Ein ehemaliger Straßenbahnfahrer hat den Skandal vor rund einem Jahr ins Rollen gebracht. Doch nun gehen seine Ex-Kollegen gegen ihn vor Gericht und fordern Schmerzensgeld:

Es ist schon über ein Jahr her, als der Nazi-Skandel von der rnv publik geworden ist. Damals hat ein ehemaliger Tramfahrer der BILD-Zeitung Aufnahmen von seinen Ex-Kollegen zugesteckt. 

Diese zeigen unter anderem wie die rnv-Mitarbeiter sich mit einem Hitlergruß verabschieden und sexistische und rassistische Bemerkungen äußern.

Mehrere Angestellten werden aufgrund dieser Aufnahmen gefeuert – doch anstatt damit die ganze Sache Ruhen zu lassen, gehen ausgerechnet die Entlassenen vor Gericht.

Erster Kläger vor Zivilkammer

Wie die BILD am Sonntagabend (5. August) berichtet, hat die erste Klage bei der Zivilkammer des Landgerichts begonnen. Hans-Dieter L., der laut BILD auf dem Videomaterial einen Hitlergruß zeige, fordere 6.500 Euro Schmerzensgeld. Grund: Seine Persönlichkeitsrechte seien verletzt worden.

Richter Matthias Stojek glaubt, dass wohl nicht mehr als 1.000 Euro gebe, wenn überhaupt Geld fließe. 

Das Urteil soll voraussichtlich am 30. August fallen.

Die Ermittlungen gegen die besagten Mitarbeiter sind eingestellt, da der Tatnachweis, der „nicht mit der zur Anklageerhebung erforderlichen Sicherheit erbracht werden konnte“, wie die Staatsanwaltschaft im Februar mitteilt.

jol

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