Am Landgericht Mannheim

Prozess um ermordete Ex-Freundin (†33): Oliver M. soll sie gestalkt und bedroht haben

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Am 27. Oktober wird eine 33-jährige Frau in einem Hausflur in den Quadraten getötet, eine weitere Frau wird schwer verletzt. (Symbolfoto)

Mannheim - Im Oktober 2019 wird eine Frau grausam im Hausflur getötet, ihre Freundin schwer verletzt. Hat sie ihr Ex-Freund vor der Tat gestalkt und bedroht? Das kommt beim zweiten Prozesstag heraus:

  • Frau (†33) am 27. Oktober 2019 in Hausflur in Mannheim getötet, weiteres Opfer schwer verletzt
  • Tatverdächtiger ist der Ex-Freund des Opfers.
  • Oliver M. (34) wird wegen Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt.
  • Beim Prozessauftakt greift der Bruder des Opfers den Angeklagten im Landgericht an.
  • Am zweiten Prozesstag, stellt sich heraus, dass der Angeklagte seine Ex-Freundin gestalkt und bedroht hat. 

Update vom 27. Mai: Am Dienstag, 26. Mai, beginnt der zweite Verhandlungstag des Mordprozesses um die am 27. Oktober 2019 getötete Selin Y. am Mannheimer Landgericht. Dem Angeklagten Oliver M. wird vorgeworfen, seiner Ex-Freundin vor ihrem Haus aufgelauert und sie ins Treppenhaus verfolgt zu haben. Vor ihrer Haustür soll er mit einem Hammer auf ihren Kopf eingeschlagen und mit einem Messer auf sie eingestochen zu haben. Als ihr eine Freundin aus der Wohnung zur Hilfe kommen will, soll der Angeklagte auch ihr mit dem Messer in die Seite gestochen haben. Sie kommt verletzt ins Krankenhaus, Selin Y. stirbt noch am Tatort. 

Mannheim: Mordprozess um getötete Ex-Freundin – war sie ein Stalking-Opfer? 

Vor Gericht sagen am Dienstag mehrere Zeugen aus, dass Oliver M. seine Ex-Freundin nach der Trennung gestalkt habe. Das berichtet die Rhein-Neckar-Zeitung. Er habe ihr permanent aufgelauert und habe sogar eine Arbeitsstelle in ihrer Firma angenommen, um ihr nahe zu sein. Als sich Selin Y. ihrer Chefin anvertraute, wurde Oliver M. gekündigt. Am Ende verließ sie kaum noch ihre eigene Wohnung und erstattete Anzeige gegen ihn. Ein Polizist sagt vor Gericht aus, er hätte eine Gefährderansprache durchführen wollen, den Angeklagten aber nicht zu Hause angetroffen. Eine Kollegin bestellte Oliver M. später ins Polizeirevier ein, er tauchte aber nicht auf. Auch Selim Y. erschien nicht zu einem Termin, sagte später aber aus, dass ihre Post gestohlen werde und sie deswegen nichts von diesem Termin wüsste. 

Die Polizistin riet ihr dazu, ein Stalking-Tagebuch zu führen und ein Näherungsverbot beim Amtsgericht zu erwirken. Drei Tage vor ihrem Tod reichte Selim Y. eine Liste mit Zeugen bei der Polizei ein, die ihre Aussage bestätigen könnten. In ihrem Stalking-Tagebuch hält sie fest: „Er droht mir immer wieder, dass er mich umbringt, und das vor meiner kleinen Tochter."

Prozess um ermordete Ex-Freundin (†33): Bruder des Opfers geht auf Angeklagten los

Update vom 13. Mai: Beim Prozessauftakt um den Mord an einer 33-Jährigen hat der Bruder des Opfers den Angeklagten Oliver M. angegriffen. Darüber berichtet der „Mannheimer Morgen“. Nachdem der Angeklagte sich zu Verhandlungsbeginn am Mittwochmorgen (13. Mai) nicht zu Sache oder seiner Person äußern wollte, unterbrach der Vorsitzende Richter die Sitzung. 

Beim Verlassen des Saals stürmte der Bruder der Getöteten „mit erhobener Faust“ auf den Angeklagten zu, konnte aber zunächst von den anwesenden Justizbeamten zurückgehalten werden. Daraufhin riss sich der Bruder der getöteten Selin Y. los, der im Prozess auch als Nebenkläger auftritt. Er schrie und und griff einen Beamten an, ehe er von mehreren Justizangestellten aus dem Saal und anschließend aus dem Landgericht Mannheim geführt wurde. Ein Justizbeamter wurde verletzt. Der Nebenkläger wird nicht mehr an dem Prozess teilnehmen können, er wurde vom Richter des Saals verwiesen. Gegen den Mann wird jetzt wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung ermittelt. 

Ende Mai 2020 kommt es in Weinheim zu einem blutigen Streit zwischen zwei Männern. Vor einer Tankstelle in der Bergstraße wird einer der Kontrahenten durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Die Hintergründe der Tat sind zunächst unklar.

Prozess um ermordete Ex-Freundin: Urteil im Juli erwartet

Der Prozess gegen Oliver M. am Landgericht Mannheim soll noch am Mittwoch mit Zeugenvernehmungen fortgesetzt werden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 33-Jährigen vor, seine Ex-Freundin wochenlang gestalkt und belästigt zu haben, ehe er ihr Ende Oktober 2019 in einem Hausflur in den Quadraten auflauerte und die mit Hammer und Messer grausam ermordete. Da er kurz nach der Tat auch die Freundin des Opfers schwer verletzte, ist M. wegen Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Selin Y. und Oliver M. sollen etwa drei Jahre ein Paar gewesen sein, ehe sich Y. im April 2019 von M. trennte. Dieser wollte die Trennung nicht akzeptieren und stellte seiner Ex-Freundin über Monate nach. Sieben Verhandlungstage hat das Gericht für den Prozess anberaumt. Ein Urteil soll am 15. Juli fallen.

Mitte Mai 2020 kommt es in Heidelberg zu einer anderen fürchterlichen Bluttat: Ein 45-Jähriger ersticht seine Freundin in der gemeinsamen Wohnung in Bergheim und stellt sich anschließend der Polizei. Die Staatsanwaltschaft geht von Schuldunfähigkeit aus. Der Täter wird in eine Psychiatrie eingewiesen.

Mannheim: Oliver M. soll Ex-Freundin (†33) ermordet haben – Prozess beginnt im Mai

Update vom 28. April: Oliver M. soll am 27. Oktober 2019 seine ehemalige Lebensgefährtin im Hausflur in den Quadraten von Mannheim grausam ermordet haben. Mit einem Hammer soll er ihr auf den Kopf geschlagen haben, bevor er sie mit einem Messer tötete. Kurz darauf soll er eine Freundin des Opfers schwer verletzt haben. Aus diesen Gründen steht der Angeklagte ab Mittwoch (13. Mai) vor dem Landgericht Mannheim. Anklage: Verdacht des Mordes und der gefährlichen Körperverletzung! Das Urteil könnte dann Mitte Juli fallen. 

Bluttat in den Quadraten: Anklage gegen mutmaßlichen Mörder erhoben

Update vom 24. Februar: Fünf Monate nach der Bluttat in den Quadraten hat die Staatsanwaltschaft Mannheim Anklage gegen einen 33-Jährigen erhoben, der am 27. Oktober 2019 seine ehemalige Lebensgefährtin getötet und eine andere Frau schwer verletzt haben soll. Ihm wird daher der Verdacht des Mordes aus niedrigen Beweggründen und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen! Jetzt muss dich der Mann vor dem Landgericht Mannheim dafür verantworten. 

Nach Ansicht der Ermittler soll der 33-Jährige in der Nacht des 27. Oktober seine ehemalige Lebensgefährtin, der er seit Monaten nachstellte, im Treppenhaus ihres Wohnhauses mit einem Hammer auf ihren Kopf geschlagen und anschließend mehrfach mit einem Messer auf die ebenfalls 33-Jährige eingestochen haben. Weil sie helfen will, soll er ebenfalls auf eine 38-jährige Freundin des Opfers eingestochen haben. Seine ehemalige Lebensgefährtin stirbt noch im Treppenhaus. Der mutmaßliche Mörder wird Stunden später festgenommen und sitzt seitdem in U-Haft. 

Nach Bluttat in den Quadraten: SPD fordert mehr Prävention zum Schutz von Frauen

Nachdem eine 33-jährige Frau tot im Treppenhaus gefunden worden ist, verweist die SPD Mannheim auf einen ähnlichen Fall, der nur einige Monate zurückliegt und verkündet den Schutz von Frauen erhöhen zu wollen. Dr. Claudia Schöning-Kalender, Sprecherin der SPD-Gemeinderatsfraktion für Sicherheit und Ordnung und Frauenpolitik, bemängelt, dass „jeden zweiten bis dritten Tag in Deutschland eine Frau durch die Hand ihres Partners oder Ex-Partners stirbt“.

Ein Pilotprojekt der Polizei soll hierbei hilfreich sein. „Es ist hinreichend bekannt, dass die Zeit nach einer Trennung vom gewaltbereiten Partner für Frauen die gefährlichste Zeit ist. Deswegen drängen wir darauf, dass das Polizeipräsidium Mannheim den Gemeinderat über mögliche Maßnahmen zum Schutz von Frauen informiert. Insbesondere geht es uns um das in Mannheim angelaufene baden württembergische Pilotprojekt ‚High Risk‘. Mit den Maßnahmen in diesem Projekt soll die besondere Gefährdung von Frauen im Kontext von Gewalt im sozialen Nahraum frühzeitig erkannt und entsprechende präventive Maßnahmen ergriffen werden”, so Schöning-Kalender weiter.

Bei der Bluttat in Rot am See hat die Polizei neue Erkenntnisse zu vermelden: Der Sportschütze Adrian S., der sechs seiner Verwandten erschossen hat, hat sich mittlerweile zu seinem Motiv geäußert.

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Mannheim: Neue Details im Quadrate-Mordfall 

Update vom 28. Oktober, 16 Uhr: Die Polizei gibt neue Details zu der schrecklichen Bluttat in Mannheim bekannt: Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 33-jähriger Deutschen, der in der Nacht auf Sonntag (27. Oktober) seine Ex-Freundin (†33) vor ihrer eigenen Wohnungstür in einem Hausflur in den Quadraten mittels „scharfer und stumpfer Gewalt“ getötet haben soll. Als eine 38-jährige Freundin des Opfers versucht, die Frau zu schützen, sticht der Angreifer auch auf sie ein, verletzt sie schwer. Die Polizei geht derzeit von einer Beziehungstat aus.

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Aktuell geht bei Facebook ein Video viral, das zeigen soll, wie Polizisten in Mannheim vor der Nase weg ein Streifenwagen geklaut wird – DAS steckt hinter dem vermeintlichen Skandal!

Mannheim: Ex-Freund in U-Haft – wegen Totschlag und versuchtem Mord

Der Verdächtige wird am Montagmittag (28. Oktober) dem Haftrichter vorgeführt. Der ordnet wegen des Haftgrundes der Schwerkriminalität U-Haft an. Der Verdächtige hat gegenüber dem Haftrichter keine Angaben gemacht. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim und des Kriminalkommissariats Mannheim, insbesondere zum genauen Tathergang und den Hintergründen der Tat, dauern an. 

Der 33-Jährige ist nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen dringend tatverdächtig, einen Totschlag zum Nachteil seiner ehemaligen Lebensgefährtin in Tateinheit mit versuchtem Mord und gefährlicher Körperverletzung zum Nachteil von deren Freundin, einer 38-jährigen türkischen Staatsangehörigen, begangen zu haben.

Bluttat in den Quadraten! Frau (†33) brutal in Hausflur getötet – SEK nimmt Ex-Freund fest

Update vom 28. Oktober, 11:13 Uhr: Wie eine Sprecherin der Polizei Mannheim bestätigt, wird der Tatverdächtige im Laufe des Montags einem Haftrichter vorgeführt. Weitere Infos zu der Bluttat in Mannheim gibt die Polizei derzeit noch nicht bekannt.

Erstmeldung vom 27. Oktober: Schreckliche Bluttat im Herzen Mannheims! In der Nacht auf Sonntag (27. Oktober) verständigt ein Zeuge die Polizei Mannheim, nachdem er im Flur eines Hauses in den Quadraten ein Streitgespräch gehört hatte. Als die Beamten und der Rettungsdienst wenig später in dem Wohnhaus antreffen, machen sie eine schreckliche Entdeckung: Am Boden liegt eine blutüberströmte Frau mit schweren Verletzungen, die offensichtlich durch „scharfe und stumpfe Gewalt“ verursacht wurden, wie die Polizei berichtet! Für die 33-Jährige kommt jede Hilfe zu spät, die Frau stirbt trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen am Tatort.  

Doch die 33-Jährige ist nicht das einzige Opfer: Im Hausflur treffen die Einsatzkräfte auf eine weitere schwer verletzte Frau mit Stichverletzungen. Sie wird sofort in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert – ihr Verletzungen sind glücklicherweise nicht lebensbedrohlich.

Mannheim: Bluttat in den Quadraten – Frau (†33) brutal getötet

Wie die Staatsanwaltschaft Mannheim und das Polizeipräsidium Mannheim in einer gemeinsamen Meldung erklären, gehen die Ermittler aufgrund der Gesamtumstände der schrecklichen Bluttat in der Innenstadt von Mannheim von einem einem Tötungsdelikt und einem versuchten Tötungsdelikt aus. Als dringend tatverdächtig gilt der Ex-Freund der Getöteten – zwischen dem ehemaligen Liebespaar soll es zuvor in dem Hausflur in den Quadraten zu einer lautstarken Auseinandersetzung gekommen sein.

Der mutmaßliche Täter wird am frühen Sonntagmorgen durch Einsatzkräfte des SEK festgenommen. Er soll demnächst einem Haftrichter des Amtsgerichts Mannheim vorgeführt werden. 

Am 2. November stehen die Ermittler in Göppingen vor einem Rätsel: Passanten haben eine männliche Leiche in einem Gebüsch entdeckt. Doch wer ist der Unbekannte? 

Erst vor rund zwei Monaten war es in Mannheim zu einer tödlichen Beziehungstat gekommen: In einer Wohnung im Stadtteil Rheinau hat ein 29-jähriger Mann seine 22-jährige Ex-Freundin mit insgesamt 40 Messerstichen brutal getötet – im Anschluss springt er aus dem 5. Stock, überlebt jedoch schwer verletzt. Eher glimpflich geht ein Beziehungsstreit in Mannheim-Käfertal aus – und das obwohl beide eine Waffe ziehen! 

Mannheim: 33-jährige Frau in der Innenstadt durch scharfe und stumpfe Gewalt getötet

Zum Alter des Ex-Freundes der Getöteten, zum Alter des zweiten Opfers und zu den Hintergründen der Bluttat in Mannheim wurden bislang noch keine Angaben gemacht. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim und des Kriminalkommissariats Mannheim dauern an. Weitere Informationen folgen.

Mannheim: Bluttat in den Quadraten

Im Juni 2019 kommt es im U-Quadrat zu einem brutalen Verbrechen. Ein 22-Jähriger soll einen schlafenden Bekannten kaltblütig abgestochen haben. Glücklicherweise kann das Opfer noch aus der Wohnung fliehen und wird durch eine Notoperation gerettet. Im Februar 2020 verhandelt das Landgericht Mannheim den Fall – die Staatsanwaltschaft klagt den jungen Mann wegen versuchten Mordes an.

In Wiesloch findet die Polizei eine Leiche im Keller einer Sozialunterkunft. Die Mitbewohnerin soll die Frau getötet haben und wird verhaftet

Auch die Zustände im Mannheimer Stadt Neckarstadt-West sind über die Grenzen des Rhein-Neckar-Gebiet bekannt. Das ZDF berichtete über das „Problemviertel".

pol/rob

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