So grausam starb Gabriel V. (†35)

Mannheim: Mord in der Neckarstadt-West – Staatsanwaltschaft nennt neue Details

Brutaler Mord in der Neckarstadt-West (Archivfoto)
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Brutaler Mord in der Laurentiusstraße in Mannheim (Archivfoto)

Mannheim - Die brutale Tat erschütterte im Juli 2020 die Neckarstadt. Nach dem Mord an Gabriel V. erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 33-Jährigen – und nennt schreckliche Details.

Am Morgen des 13. Juli 2020 wird die Leiche des 35-jährigen Gabriel V. in seiner Wohnung in der Neckarstadt-West gefunden. Schnell ist den Ermittlern klar, dass in Mannheim ein schreckliches Gewaltverbrechen geschehen sein muss. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft einen 33-jährigen Mann wegen Mordes, gefährlicher Körperverletzung, Diebstahl und Unterschlagung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft sieht die Mordmerkmale Grausamkeit und Verdeckungsabsicht erfüllt. Der schreckliche Fall im Rückblick:

Mannheim: Mord in der Neckarstadt-West – Gabriel V. (†35) in eigener Wohnung getötet

Wie die BILD im August berichtete, lernte das 35-jährige Mordopfer Gabriel V. den angeklagten 33-Jährigen bereits 2019 an einem Schwulen-Treff im Mannheimer Schlosspark kennen. Laut Staatsanwaltschaft Mannheim begibt sich dieser am Nachmittag des 7. Juli 2020 zur Wohnung von Gabriel V. in einem Mehrfamilienhaus in der Laurentiusstraße (Neckarstadt-West), um dort zu übernachten. „Als ihm Gabriel V. mitteilte, dass dies entgegen einer vorherigen Absprache doch nicht möglich sei, soll der Angeschuldigte aus Verärgerung hierüber eine – in der Wohnung vorhandene – volle und ungeöffnete Sektflasche genommen und Gabriel V. mit voller Wucht gegen die linke Kopfseite geschlagen haben“, so die Staatsanwaltschaft Mannheim weiter.

Mannheim: So grausam wurde Gabriel V. ermordet – „erhebliche Schmerzen und Qualen“

Gabriel V. erlitt bei dem brutalen Angriff schwerste Kopfverletzungen. Laut Staatsanwaltschaft habe sich der Angeklagte dann zur Tötung seines Opfers entschlossen, „um eine Entdeckung der vorangegangenen Körperverletzung zu verhindern bzw. diese zu verdecken.“ Er habe zudem insbesondere beabsichtigt, seinem Opfer dabei „erhebliche Schmerzen und Qualen“ zu bereiten und Gabriel V. mehrfach mit der Sektflasche gegen den Kopf geschlagen, bis er zu Boden ging. Um das Leiden seines Opfers zu verlängern und „den Todeseintritt hinauszuzögern“ habe der 33-Jährige zwischen den einzelnen Schlägen jeweils kurze Zeit gewartet.

Mannheim: Gabriel V. in Neckarstadt-West getötet – 33-Jähriger wegen Mordes angeklagt

Gabriel V. starb aufgrund seiner schweren Verletzungen noch in seiner Wohnung in der Neckarstadt-West. Im Anschluss an den Mord soll der Angeklagte die Wohnung seines Opfers durchsucht und Wertgegenstände wie zum Beispiel einen Laptop, eine Soundbox und ein Mobiltelefon mitgenommen haben. Erst Tage nach der Tat wurde die Leiche in der Wohnung in Mannheim gefunden. Das Polizeipräsidium Mannheim richtete die 45-köpfige Sonderkommission „Lorbeer“ ein, die dem 33-Jährigen schließlich durch einen Schuhabdruck am Tatort auf die Spur kam.

Der Angeklagte, ein irakischer Staatsbürger, der in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, wird neben des Mordes an Gabriel V. auch noch beschuldigt, in einem Drogeriemarkt in Ludwigshafen einen Ladendiebstahl begangen zu haben und beabsichtigt haben, sich durch verschiedene Diebstähle eine fortlaufende Einnahmequelle zu verschaffen. Wann das Mordverfahren gegen den Angeklagten eröffnet wird, entscheidet nun die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Mannheim. (kab)

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