Bürgermeister treffen sich in Berlin

So wollen Modellstädte gegen schlechte Luft vorgehen

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Die Bürgermeister der Modellstädte stellen in Berlin ihre Konzepte zur Verringerung der Luftverschmutzung vor. (Symbolfoto)

Mannheim/Berlin - Die Bürgermeister der fünf Modellstädte präsentieren am Dienstag (14. August) ihre Ideen für eine sauberere Luft. Auch eine Mannheimer Delegation reist dafür in die Hauptstadt:

+++UPDATE: 14. August:

Das größte Anteil der 28,4 Millionen soll günstigere Ticketpreise für die öffentlichen Verkehrsmittel ermöglichen

Im Vorfeld haben die Modellstädte sogenannte Projektskizzen beim Bund eingereicht. Wie uns eine Sprecherin des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur mitteilt, werden am Dienstag (14. August) ALLE von Mannheim eingereichten Projekte für „förderfähig erklärt“

Oft gelesen: Tarife und Tickets im ÖPNV – das ändert sich 2020

Der nächste Schritt wäre dann eine formale Einreichung der Projekte von Seiten der Stadt, damit diese dann vom Bund bewilligt werden können. Wann diese dann konkret umgesetzt werden, müsse die Stadt selbst entscheiden. Also können wir uns jetzt schon auf günstigere Bahn-und Bustickets freuen! Wieviel bares Geld Du beim Bus-und Bahnfahren sparen wirst, erfährst Du hier. 

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Weil die Maßnahmen für die Reduzierung der Luftverschmutzung in Deutschland nicht ausreichend sind, fordert die EU-Kommission im Februar eine Verbesserung! Daraufhin werden fünf Modellstädte ausgewählt, die neue Maßnahmen zur Verbesserung der Luft testen sollen. Neben Bonn, Essen, Herrenberg (Baden-Württemberg) und Reutlingen gehört auch Mannheim zu diesen Vorreitern. 

Am Dienstagmorgen (14. August) treffen sich die Bürgermeister dieser Städte in Berlin. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) empfangen die Stadtoberhäupter. Im Laufe des Tages sollen die bisherigen Überlegungen präsentiert werden. 

Günstigere Tickets geplant

Laut Oberbürgermeister Peter Kurz hat Mannheim „ein umfassendes Programm zur Einhaltung der Grenzwerte vorgelegt.“ Zudem seien die Schritte kurzfristig umsetzbar und auch auf andere Städte übertragbar. So könnte das Jobticket für den Einzelhandel ausgeweitet oder der Preis für Fahrkarten gesenkt werden. Einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr wird es aber nicht geben! 

Herrenberg plant eine digitale Verkehrssteuerung. Zudem will man das Web-Angebot ausbauen und bessere Taktzeiten im Verkehr umsetzen. In Reutlingen will man Dieselfahrer dazu bringen, ihr Auto stehen zu lassen. Dafür solle es ein kostenloses Jahres-Abo geben. Das Bahn- und Bus-Ticket wird aber 2020 erst einmal teurer.

Generell planen Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen den Kampf gegen Luftverschmutzung, indem sie den öffentlichen Nahverkehr verbessern wollen. Dafür sollen Elektrobusse und ‚grüne‘ Logistik-Konzepte erstellt werden.  

dpa/dh

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