Tarifstreit von Verdi und Deutscher Post

Post-Streik: Mannheim stellt trotzdem zu

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Am Mittwoch werden nicht alle Briefe in Deutschland ihren Empfänger erreichen (Symbolfoto).

Mannheim – Einige tausend Post-Mitarbeiter legten am Dienstag ihre Arbeit nieder. Auch das Mannheimer Briefzentrum ist betroffen, trotzdem werden die meisten Briefe rechtzeitig zugestellt.

Jeder 7. Brief sollte am Dienstag liegenbleiben. Verdi will mit dem 24 Stunden-Streik am Dienstag erreichen, dass die Arbeitswoche der Post-Bediensteten von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich reduziert wird.

In Baden-Württemberg beteiligten sich insgesamt elf Briefzentren an dem Warnstreik. In ganz Deutschland seien deswegen Millionen Briefsendungen liegen geblieben, so ein Sprecher zur Nachrichtenagentur dpa am Mittwochmittag.

Am Mittwochabend wird bekannt, dass die verbleibenden Mitarbeiter in Baden-Württemberg alle Briefsendungen bearbeiten konnten. Lediglich Werbebriefe, deren Zustellung sowieso länger brauchen dürfe, seien „liegen geblieben“. „Mannheim gehört nicht zu den Hotspots der Streikbewegung", erklärt ein Sprecher der Deutschen Post auf Nachfrage von MANNHEIM24.

Paketsendungen sind von dem Streik nicht betroffen.

Schwere Vorwürfe der Gewerkschaft

Die Vorwürfe der Gewerkschaft Verdi, dass Streikende von ihren Vorgesetzten „eingeschüchtert“ worden seien, weist er zurück. „Wir arbeiten seit Jahren gut mit den Betriebsräten zusammen.“ Verdi müsse sich mit Augenmaß zurück an den Verhandlungstisch begeben, findet er.

Andererseits könne er nicht die „Hand dafür ins Feuer legen“, dass sich einzelne Vorgesetzte in einem der über 1.000 Briefzentren nicht auch mal „im Ton vergriffen“ hätten.

Ein Gewerkschaftssprecher teilt am Dienstag mit, dass mit weiteren Arbeitsniederlegungen in den kommenden Tagen zu rechnen sei. Die vierte Post-Tarifrunde war am Samstag ergebnislos abgebrochen worden. 

Die Post hatte unter anderem angeboten, den Kündigungsschutz um drei Jahre bis Ende 2018 zu verlängern, weitere Erholungszeiten zu vereinbaren und den 24. und 31. Dezember wieder als arbeitsfreie Tage einzuführen. Das lehnt Verdi als „Mogelpackung“ ab. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 20. und 21. Mai in Königswinter bei Bonn statt.

sag/dpa

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