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Mannheim-Neckarstadt: Schwerbewaffnete Teenie-Bande unterwegs – Polizei greift durch

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Von: Klaudia Kendi-Prill

Ein Klappmesser
Mit einem Messer bedroht ein Mann die Angestellte eines Wettbüros. (Symbolbild). © Oliver Berg/dpa

Mannheim - Am Freitag (5. Februar) beobachten Zeugen mehrere Ansammlungen von Jugendlichen in der Neckarstadt und rufen die Polizei. Sie sollen bewaffnet sein!

Nach Angaben der Zeugen sollen am Freitagnachmittag gegen 16:30 in der Mittelstraße in Mannheim etwa 15 bis 20 Jugendliche in Kleingruppen getroffen haben. Sie sollen sich mit Schlagwerkzeug bewaffnet auf den Weg zum Neckar gemacht haben. Die Polizei rückt sofort mit starken Kräften in die Neckarstadt, Innenstadt und den Jungbusch aus und kann 10 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren aufgreifen. Sie werden zum Polizeirevier Mannheim-Innenstadt gebracht.

Mannheim: Einer der Jugendlichen hat Machete dabei

Wie sich herausstellt, sind sie unter anderem mit Messern, Schlagstöcken und einem Schlagring bewaffnet. Bei einem Jugendlichen findet die Polizei sogar eine beidseitig geschliffene Machete. Sämtliche Waffen werden sichergestellt.

Mannheim: Polizei ermittelt wegen Verstößen gegen das Waffengesetz

Die Hintergründe des Zusammentreffens der Jugendlichen sind bisher noch unklar und Gegenstadt der Ermittlungen des Hauses des Jugendrechts Mannheim bei der Kriminalpolizei Heidelberg. Gegen die Teenies wird wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, sowie gegen die geltende Corona-Verordnung ermittelt. Inwiefern weitere Strafbestände hinzukommen, wird derzeit geprüft. Die Kinder und Jugendlichen werden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in die Obhut ihrer Eltern übergeben.

Mannheim: Jugendliche randalieren im Mai 2020 am Plankenkopf

Bereits im Mai 2020 muss die Polizei gegen Ansammlungen von Jugendlichen am Plankenkopf vorgehen. Dort waren es in der Spitze jedoch 250 Personen. Gleich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen eskaliert die Situation in der Mannheimer Innenstadt. Die Polizei richtet daraufhin eigens eine Ermittlungsgruppe ein. Die Bilanz: Gegen 16 mutmaßliche Täter im Alter von 14 bis 20 Jahren werden Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Landfriedensbruch und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte eingeleitet.

Es werden Wohnungen durchsucht, die Polizei hat Beweismittel wie Handys und Computer sichergestellt. Darüber hinaus werden gegen 86 Personen Ermittlungen eingeleitet, die in verschiedenen sozialen Netzwerken Hetze und Hass gegen die Polizei im Netz verbreitet haben. Seit den Vorfällen am Plankenkopf sind die Kontrollen dort intensiviert worden. (pol/kp)

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