Stadt veröffentlicht Zahlen

Mietspiegel 2018: So viel zahlen die Mannheimer pro Quadratmeter!

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Stadt veröffentlicht Mietspiegel 2018 (Archivfoto)

Mannheim - Die Stadt hat den neuesten Mietspiegel veröffentlicht. So viel zahlen die Mannheimer durchschnittlich pro Quadratmeter und so sind die Mannheimer Mieten im Vergleich zu anderen Städten: 

Die 23. Auflage des Mietspiegels ersetzt ab dem 5. Dezember 2018 offiziell die bisherige Ausgabe aus dem Jahr 2018. Mit dem Mietspiegel 2018 veröffentlicht die Stadt aktuelle Zahlen über die „ortsübliche Vergleichsmiete“ im Wohnungsbestand der Stadt.

>>> Zu hohe Mieten in Mannheim: So will die Stadt gegensteuern

Der Mietspiegel 2018

Die Durchschnittsmiete in Mannheim beträgt 7,71 Euro pro Quadratmeter. Seit dem Mietspiegel 2016 bedeutet das eine Steigerung um 4,7 Prozent pro Jahr, seit 2014 sind die Mieten um 9,4 Prozent teurer geworden. Betrachtet man den Zeitraum über 10 Jahre hinweg, ist sogar eine Steigerung, um 35 Prozent zu verzeichnen

Zum Vergleich (Stand 2017): In Heidelberg liegen die Mietpreise bei 8,56 Euro pro Quadratmeter, in Stuttgart bei 8,95 und in Freiburg bei 8,25. 

Für die Erhebung des Mietspiegels wurden Bewohnerinnen und Bewohner von Mannheim stichprobenartig befragt. Durchgeführt wurde die Erhebung und Auswertung im Auftrag der Stadt vom ALP Institut für Wohnen und Stadtentwicklung. 

Wofür wird der Mietspiegel erhoben?

Der Mietspiegel soll nicht nur einen Beitrag zur Reduzierung von Konflikten oder rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen Mieter und Vermieter leisten, sondern auch eine Vergleichbarkeit von Wohnungen in Mannheim und in der Region gewährleisten. „Der Mietspiegel schafft Transparaenz bezüglich der angemessenen Miete einer Wohnung. Insbesondere bei Mieterhöhungsverfahren hilft der Mietspiegel unnötige rechtliche Streitigkeiten zwischen den Mietparteien zu vermeiden“, erklärt Bürgermeister Lothar Quast. Nach den gesetzlichen Bestimmungen kann der Vermieter eine Mieterhöhung nämlich nur dann verlangen, wenn die künftige Miete die „ortsübliche Vergleichsmiete“ nicht übersteigt, wie sie im Mietspiegel erhoben wird. 

Im Frühjahr 2018 hatte die Eigentümervetretung ‚Haus und Grund‘ eine Musterklage eingereicht, um den Mietspiegel als rechtswidrig und somit ungültig zu erklären. Begründung: Die Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft GBG würde den Mietspiegel drücken, da sie eine niedrigere Miete als gewerbliche Anbieter verlange und dürfe daher nicht in den Mietspiegel eingerechnet werden. Die Eigentümervetretung hatte für diese Forderung scharfe Kritik von Oberbürgermeister Kurz erhalten. Experten hatten der Klage von ‚Haus und Grund‘ allerdings keine große Chancen eingeräumt. 

>>> Mietspiegelrechner auf der Seite der Stadt Mannheim

pm/kab

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