Prozess am Landgericht Mannheim 

Menschenhandel und Vergewaltigung: Mitangeklagte Suzana Z. mit schockierender Aussage

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Mitangeklagte im Prozess um Menschenhandel und Zwangsprostitution Suzana Z.

Mannheim - Sie lockten minderjährige Mädchen nach Mannheim, dass René H. sie vergewaltigen konnte. Wegen ihrer Horror-Taten muss sich eine vierköpfige Gruppe vor dem Landgericht verantworten:

  • Anklage wegen Verdachts der Vergewaltigung, Zwangsprostitution und des Menschenhandels
  • Vier Personen auf der Anklagebank
  • 18 Prozesstage angesetzt
  • Angeklagte lockten Mädchen für Vergewaltigung nach Mannheim
  • Drei Mitangeklagte räumen einige Taten ein

Update Montag, 20. Januar: Am 15. Januar haben die drei Angeklagten Oliviu D., Vasile A. und Suzana Z. weitere Angaben zur Sache rund um die Zwangsprostitution und Menschenhandel der zwei Mädchen im Teenager-Alter gemacht. Als nächster Anhörungs-Termin ist Dienstag, der 21. Januar vorgesehen. Dort sollen sich drei geladene Polizisten im Detail dazu äußern, was sie vorgefunden haben.

Menschenhandel-Prozess: Angeklagte reden Mitschuld klein

Der Strafverteidiger Steffen Kling des Hauptangeklagten H. erklärt hierzu auch nur sehr eingeschränkt auf Anfrage von MANNHEIM24: 

„Auch hier werde ich wieder den Ausschluss der Öffentlichkeit beantragen. Es gibt sicher Situationen, da bekomme ich das nicht durch. Aber in diesem Fall gehe ich davon aus, anhand der Sachlage. Da werden einfach zu viele Details besprochen.“

Am letzten Prozesstag, dem 15. Januar, hätten die drei Mitangeklagten ihren Lebenslauf dargelegt. Dazu hätten auch sie Einiges eingeräumt: Der Angeklagte Oliviu D. sei es gewesen, der die Mädchen „besorgt“ habe. Vasile A. habe dafür nur das Geld weitergereicht und will ansonsten mit der „Sache“ nichts zu tun gehabt haben.

Menschenhandel-Prozess: „Ich machte nur das, was mir gesagt wurde“

Die Mitangeklagte Suzana Z. erklärt dagegen Unfassbares. Es sei in ihrem Kulturkreis einfach so üblich: Sie habe nur das gemacht, was ihr gesagt wurde. Sie soll zugegeben haben, die beiden Mädchen auf das Hotelzimmer gebracht zu haben.

Von der Pressestelle des Landgerichtes ist erst bei Abschluss der Verhandlungen mit weiteren Informationen zu rechnen. Dieser soll sich im Moment bis nach dem 18. März 2020 hinziehen.

Beim Mannheimer Horror-Prozess um Menschenhandel und Zwangsprostitution räumt der Hauptangeklagte Taten ein

Update vom 13. Januar, 15:30 Uhr: Seit 30 Jahren ist Rechtsanwalt Steffen Kling Strafverteidiger. Am Montagmorgen vertritt er den Hauptangeklagten im

Prozess wegen Vergewaltigung zweier junger Mädchen vor dem Mannheimer Landgericht. 

Dazu wird dem Angeklagten auch noch vorgeworfen, er habe den sexuellen Missbrauch an einer 5-jährigen in Auftrag gegeben. Warum Kling so einen Fall vertritt? „Das ist mir lieber als Diebstahl. Ich bin selbst Familienvater, aber kann das Persönliche von meiner Arbeit gut trennen. Jeder hat ein Recht auf Verteidigung“, erklärt der Verteidiger auf Anfrage.

Die Eröffnung des Hauptverfahrens findet im großen Saal 1 des Landgerichts in Mannheim statt. Es werden die höchsten Sicherheitsvorschriften eingefordert: über eine massive Abzäunung und einen Metalldetektor kommen die Zuschauer und Pressebeobachter nur nach Überprüfung von vier Polizeibeamten in den großen Raum. 

Mannheim: Menschenhandel-Prozess – Hauptangeklagter ist verheiratet

Nach und nach werden die Angeklagten, die sich alle in Untersuchungshaft befinden, von jeweils zwei Polizeibeamten in den Saal geführt. Der Hauptangeklagte René H. (51), hält sich einen orangefarbenen Ordner vor das Gesicht, als er in den Gerichtssaal geführt wird. Dazu hat er die Kapuze seiner beigen Winterjacke hochgeschlagen, damit man ihn nicht erkennt. 

Es stellt sich heraus, dass er verheiratet und Geschäftsführer einer Firma in Wachenheim ist. Im Gegensatz zu den fast mittellosen Rumänen also gut situiert. Dazu, ob H. selbst Kinder hat, will sein Rechtsanwalt sich nicht äußern. Sobald die Presse nicht mehr filmen und fotografieren darf, kommt unter dem Parka des Mannes ein eleganter dunkelblauer Anzug mit Krawatte zum Vorschein. Umso mehr wundert es, dass sich René H. und der Angeklagte Oliviu D. rein zufällig in Mannheim kennengelernt haben sollen. 

Mannheim: Prozess wegen Vergewaltigung – alle drei Rumänen kommen aus demselben Dorf

Während die Namen der insgesamt vier Angeklagten, teils per Übersetzerin überprüft werden, stellt sich heraus, dass die drei Rumänen, davon eine Frau, alle aus einem kleinen Dorf mitten in Rumänien stammen: Gaesti. Das Dorf ist so winzig, dort haben die Häuser noch nicht einmal Hausnummern. Alle drei geben an, keiner beruflichen Tätigkeit nachzugehen.

Auf den öffentlichen Plätzen sitzen zwei ebenfalls rumänische Frauen. Eine weint des Öfteren, schnäuzt sich in ihr weißes Taschentuch. Es sind die Mütter der Angeklagten Suzana Z. und Oliviu D., die extra 20 Stunden aus Rumänien mit dem Auto zum Prozess nach Mannheim angereist sind. 

Mannheim: Vergewaltigung und Menschenhandel – Öffentlichkeit während Anklageverlesung ausgeschlossen

Während der Verlesung der Anklageschrift wird die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Zur Begründung erklärt Anwalt Kling später gegenüber MANNHEIM24, dass „der Schutz der geschädigten Mädchen das Interesse der Öffentlichkeit überwiegt“. Dann nennt Kling einige Details: Beide Mädchen sollen mit Privatfahrzeugen von Rumänien nach Mannheim „hingekarrt“ worden sein. Im Prozessverlauf sollen dann noch weitere Details genannt werden. Aber auch hier wird der Strafverteidiger weiter den Ausschluss der Öffentlichkeit beantragen. 

Weil die Staatsanwaltschaft gravierende Strafen für die Taten verlangt, geht auch er von mehrjähriger Haft aus. „Mein Mandant H. hat seine Taten schon vorab in einem vollumfänglichen Geständnis mitgeteilt.“

„Ich werde versuchen, ein vernünftiges Urteil für meinen Mandanten zu finden. Unser Hauptziel besteht darin, dass die geschädigten Mädchen nicht zur Aussage vor Gericht müssen. Da dies nur mit einer vollständigen Aussage des Angeklagten geht, hat er dieser heute vollumfänglich zugestimmt.“ 

Der Prozess wird am Mittwoch (15. Januar) fortgesetzt. 

Eine furchtbare Tat ereignet sich in Stuttgart: Eine junge Touristin wird mehrfach von einem Mann vergewaltigt. Einmal ganz in der Nähe eines Spielplatzes:

Junge Mädchen nach Mannheim gelockt und vergewaltigt – Gruppe wegen Horror-Taten vor Gericht!

Update 10 Uhr: Zur Verlesung der Anklage wurde zum Prozessauftakt die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Grund ist der Schutz der minderjährigen Opfer, die in der Anklageschrift persönlich genannt werden. Nach der Verlesung vor dem Landgericht Mannheim geht der Prozess öffentlich weiter. 

Update vom 13. Januar, 6 Uhr: Oliviu D., Suzana Z. und Vasile A. sollen zwei minderjährige Mädchen aus Rumänien angelockt haben, damit René H. sie im Anschluss vergewaltigen kann! So lauten die schweren Vorwürfe gegen die vier Angeklagten, deren Prozess heute am Landgericht Mannheim beginnt. Zudem soll René H. auch im Besitz von kinderpornografischen Bildern und Videos gewesen sein. 

Mannheim: Vergewaltigung und Menschenhandel – Prozess startet heute 

Update vom 8. Januar: Gegen vier Personen beginnt am Montag (13. Januar) der Prozess am Landgericht Mannheim. Ihnen wird unter anderem der Verdacht des Menschenhandels vorgeworfen. Der Angeklagte René H. soll im Juni 2017 eine damals 15-jährige aus Rumänien vergewaltigt haben. Im April und Juni 2019 soll er zudem auch eine 14-jährigen aus Rumänien sexuell missbraucht haben. Beide Mädchen sollen von den Angeklagten Oliviu D., Suzana Z. und Vasile A. gegen Bezahlung und unter falschem Vorwand nach Mannheim gebracht worden sein. 

Mannheim: Angeklagter soll auch Kinderpornografie besessen haben

Des Weiteren wird René H. zur Last gelegt über Facebook im Zeitraum von Juli bis September 2018 kinderpornografische Bilder und Videos aus Rumänien gekauft zu haben. Bei ihm sind mehr als 100 Videos und über 6.000 Bilder dieser Art auf verschiedenen Datenträgern gefunden worden. 

Für die Verhandlung am Landgericht Mannheim sind bislang 18 Prozesstage angesetzt worden. Aufgrund der Vorwürfe könnte es ein, dass die Öffentlichkeit für einzelne Abschnitte ausgeschlossen wird. 

Mannheim: Widerlicher Vorwurf – Gruppe soll Menschenhandel betrieben haben

Erstmeldung vom 30. Oktober 2019: Laut einer Mitteilung von Mittwoch (30. Oktober) beschuldigt die Staatsanwaltschaft Mannheim einen Deutschen unter anderem der Vergewaltigung, schweren Zwangsprostitution und des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern. Drei Rumänen legt sie unter anderem schweren Menschenhandel beziehungsweise die Beihilfe dazu zur Last. Alle vier Personen sitzen in U-Haft. Der Deutsche soll mithilfe von Komplizen den Transport einer damals 15-Jährigen aus Rumänien nach Deutschland veranlasst und diese sexuell missbraucht haben. Laut Anklage hat er via Facebook außerdem den sexuellen Missbrauch einer damals Fünfjährigen in Rumänien veranlasst und Videos vom Missbrauch gekauft. Auch in anderen Fällen hat er demnach Kinderpornografie gekauft. 

Mannheim: Menschenhandel und Vergewaltigung – Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft haben die rumänischen Angeklagten für Geld eine damals 14-Jährige von Rumänien nach Mannheim gebracht und dem deutschen Angeklagten zur sexuellen Ausbeutung übergeben. Dieser soll das Mädchen vergewaltigt haben. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage bei der Jugendkammer des Landgerichts Mannheim erhoben. Vom Gericht hieß es, die Anklageschrift sei eingegangen und werde geprüft. Sollte auch aus Sicht des Gerichts ein hinreichender Tatverdacht bestehen, werde ein Hauptverfahren eröffnet. Außerdem hätten rumänische Ermittlungsbehörden gegen weitere Tatverdächtige Anklage erhoben, heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

Eine weitere Tat erschüttert derzeit die Stadt Mannheim: Ein 44-jähriger Mann steht seit Mittwoch (5. November) vor dem Landgericht Mannheim, weil er mehrere Kinder sexuell missbraucht haben soll. Außerdem wird ihm vorgeworfen einen sadistischen Film finanziert und Kinderpornografie verbreitet zu haben.

Oft gelesen: Mann in Mannheim von Straßenbahn erfasst 

Ärger gibt es derzeit für zwei Rapper: Das Landgericht Mannheim hat Jigzaw und Kollegah – und ein Musiklabel – zur Zahlung einer saftigen Geldstrafe (100.000 Euro) verurteilt. Die beiden Rapper hatten die Töchter von Robert und Carmen Geiss (Die Geissens) in einem Song derbe verunglimpft. 

dpa

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