Uniklinik Mannheim

Kein Bock auf Wartezeiten beim Arzt? Immer mehr Kranke gehen in Notaufnahme

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Die Uniklinik Mannheim gehört zu den besten Kliniken Deutschlands.

Mannheim - Immer mehr Patienten gehen zur Notfallaufnahme des Uniklinikums, obwohl sie eigentlich gar nichts Ernstes haben. Doch warum? 

Mit starken Magenschmerzen mitten in der Nacht aufwachen, sich spät am Abend am Bein verletzen oder sich mit heftiger Migräne quälen – es gibt viele verschiedenen Gründe, warum Menschen die Notaufnahme im Uniklinikum Mannheim aufsuchen. Doch handelt es sich dabei wirklich immer um einen Notfall? Wir fragen bei der Uniklinik nach:

Uniklinikum Mannheim: Mehr Patienten in Notaufnahme

Jeder kann rund um die Uhr die Zentrale Notaufnahme aufsuchen. Diese ist jederzeit mit Pflegekräften und Ärzten verschiedener Fachrichtung besetzt – trotz Personalmangels.

In die Zentrale Notaufnahme am Universitätsklinikum Mannheim kommen Menschen mit objektiven und subjektiven medizinischen Notfällen. Wie groß der Anteil an Patienten ohne objektive Notfallindikation genau ist, können wir leider nicht sagen“, erklärt uns Dirk Schuhmann, Leiter Unternehmenskommunikation und Marketing der Uniklinik, am Dienstag (29. Januar).

Immer mehr Patienten kommen zur Notaufnahme der Uniklinik Mannheim

Allerdings: „Es ist aber in den letzten Jahren eine Zunahme vonPatienten mit leichteren Erkrankungen zu beobachten.“

Lieber Notfallaufnahme statt lange Wartezeiten?

Schuhmann hat zwei Vermutungen, warum immer mehr Menschen die Notfallaufnahme aufsuchen: Zum einen würde man auf einen Termin bei Fachärzten teilweise mehrere Wochen warten. Zum anderen „haben viele – gerade jüngere – Menschen keinen Hausarzt und wenden sich daher bei einer Erkrankung direkt an eine Klinik.

Lebensbedrohliche Krankheiten haben immer Vorrang

Neben der Uniklinik Mannheim befindet sich die Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung. Dort können laut Schuhmann auch Patienten mit leichten Erkrankungen behandelt werden. „Außerhalb der Öffnungszeiten der Notfallpraxis werden diese Patienten von unseren erfahrenen Notärzten gesehen und je nach Erkrankungsschwere und Dringlichkeit entweder behandelt oder an einen Hausarzt verwiesen.

Lebensbedrohliche und dringende Erkrankungen haben laut dem Pressesprecher immer Vorrang, Patienten mit leichten Krankheiten müssen daher mit längeren Wartezeiten rechnen.  

Um für bessere Arbeitszeiten zu kämpfen, legen am 10. April einige Ärzte ihre Arbeit nieder. Der ganztägige Streik wird vom Marburger Bund ausgerufen.

Im August 2019 werden an der Uniklinik Heidelberg sogar alle Operationen abgesagt; nur noch in Notfällen wird hier operiert. Grund hierfür sind langanhaltende IT-Probleme, die das Krankenhaus plagen.

jol

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