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Luisenpark Mannheim: Vogelgrippe-Ausbruch – Was Besucher jetzt wissen müssen

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Von: Eliran Kendi

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Der Haupteingang des Mannheimer Luisenparks.
Der Haupteingang des Mannheimer Luisenparks (Archivbild). © MANNHEIM24/Peter Kiefer

Mannheim - Ein Vogelgrippe-Fall im Luisenpark alarmiert die Behörden. Achtung bei toten oder kranken Wildvögeln! Diese Vorsichtsmaßnahmen musst du kennen:

Breitet sich eine gefährliche Tierseuche in der Rhein-Neckar-Region aus? Nachdem Anfang Januar bereits eine Rothalsgans in Heidelberger Zoo verendet ist, war schnell klar: Sie trug den Geflügelpest-Erreger in sich. Nun haben die Behörden einen neuen Fall von Vogelgrippe bestätigt – diesmal im Stadtgebiet Mannheim. Bereits am 25. Januar wurde das tote Tier auf dem Gelände des Luisenparks gefunden. Am Donnerstag (3. Februar) stand dann das Ergebnis der Untersuchung fest. Bei dem Vogel handelt es sich um eine wilde Kanadagans, die zwar auf dem Gelände des Luisenparks gefunden wurde, aber nicht zum dortigen Tierbestand gehört. Laut Aussage der Stadt Mannheim hat der Fund gegenwärtig keinerlei Auswirkungen auf die im Luisenpark gehaltenen Vögel.

StadtMannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Fläche144,96 km²
Einwohnerzahl310.658 (Stand: 31. Dez. 2019)
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

Mannheim: Vogelgrippe-Fall auf Gelände des Luisenparks bestätigt

In Abstimmung mit den ebenfalls von Fällen betroffenen benachbarten Kreisen Karlsruhe (Stadt) und Heidelberg sowie den zuständigen Behörden wird die Stadt Mannheim zunächst noch keine „Aufstallungspflicht“ anordnen. Das heißt, es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keine Verpflichtung für Geflügelhalter*innen, ihre Tiere in überdachten Stallungen zu halten, um einen möglichen Kontakt zu infizierten Wildvögeln zu vermeiden.

Vogelgrippeverdacht im Karlsruher Zoo
Nach einem Vogelgrippe-Nachweis an einem Graureiher in Karlsruhe gibt es auch drei Verdachtsfälle im Zoo (2. Februar 2022). © dpa/Uli Deck

Falls weitere Vogelgrippe-Fälle festgestellt werden sollten, behält sich die zuständige Behörde vor, Maßnahmen zu ergreifen. Um dies aber zu vermeiden, fordert die Stadt Mannheim alle Geflügelhalter*innen auf, die einschlägigen Sicherheitsmaßnahmen gegen Vogelgrippe zu befolgen. Sie empfiehlt zudem eine vorübergehende freiwillige Aufstallung.

Mannheim: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Vogelgrippe

Die klassische Vogelgrippe ist eine besonders schwer verlaufende Form der sogenannten aviären Influenza. Wildlebende Wasservögeln können als Wirt der verschiedenen Vogelgrippe-Varianten dienen und die Geflügelpest mit dem Vogelzug über weite Entfernungen transportiert. Unter bestimmten Bedingungen sind Übergänge auf Hausgeflügel möglich.

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Das Risiko einer möglichen Übertragung des Vogelgrippevirus auf den Menschen wird laut Robert-Koch-Institut als sehr gering und nur bei sehr engem Kontakt mit den betroffenen Tieren eingeschätzt. Auch der Verzehr von durchgegartem Geflügelfleisch und Eiern ist unbedenklich.

Achtung: Krank wirkende Vögel und Vogelkadaver sollten nicht berührt oder vom Fundort entfernt werden, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden.  Verendete oder kranke wildlebende Wasservögel und Greifvögel sind dem Veterinärdienst der Stadt Mannheim an Veterinaerdienst@Mannheim.de oder unter 0621/293-6361 zu melden. (esk/PM)

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