Vor seiner Show „FREISPRUCH“ in der SAP Arena 

‚Dogfather‘ der Hundeerziehung Martin Rütter beantwortet Leserfragen! 

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Diesmal kommt Martin Rütter mit seinem neuen Programm „FREISPRUCH“ in die SAP Arena.

Mannheim - Kann man die Hunde- mit der Kindererziehung vergleichen? Gibt es hoffnungslose Fälle? Was macht man mit Hunden an Silvester? Martin Rütter beantwortet unsere Leserfragen! 

Viele Metropolitaner freuen sich schon seit Monaten auf Samstag (27. Januar). Denn der ‚Dogfather‘ der Hundeerziehung Martin Rütter kommt mit seinem Live-Programm „FREISPRUCH“ wieder in die SAP Arena! 

Der Hundeprofi Nummer 1 bringt es dabei unmissverständlich auf den Punkt: Schuld an Problemen zwischen Mensch und Tier ist nie der Hund. Aber wer eigentlich dann? Und warum? Martin Rütter klärt uns auf – in seiner neuen Live-Show „FREISPRUCH!“. Er lotst das Publikum in seiner unvergleichlichen Art zielsicher durch den skurrilen Beziehungsdschungel von Mensch und Hund – und das natürlich mit einer gehörigen Portion Humor! 

Doch hat der Profi eine Antwort zu jedem Problem der Herrchen? Wie ist er privat? Wieviel Hunde hat er selbst? Diesen und vielen weitern Fragen unserer Leser stellt sich Martin Rütter im Vorfeld!

1. Welche Haustiere haben Sie zu Hause? (fragt Philip)

Meine Hündin Emma, ein Mischling aus Terrier und Australian Shepherd, lebt bei mir.

2. Was war Ihr härtester Fall? Gibt es hoffnungslose Fälle? (fragt Laura) 

Ganz absurd war es mal, als der Mann drei Jahre lang auf der Couch geschlafen hat, weil der Hund ihn nicht mehr zu Frauchen ins Schlafzimmer gelassen hat (lacht). Die Schwierigkeit lag aber nicht am Hund, sondern an Frauchen – nämlich sie zu überzeugen, das zu ändern. Denn im Ernst, die Hürde besteht ja häufig darin, bei den Leuten überhaupt ein Bewusstsein zu schaffen, dass sie etwas falsch machen, dass sie mit ihrem Verhalten dem Hund nichts Gutes tun. Bedeutet: Es ist fast nie DER Problemhund, sondern der Mensch, der seine Einstellungen und Verhaltensweisen überdenken und verändern muss. Und diese „hoffnungslosen Fälle“ gibt es natürlich, das zeigen wir auch in meiner Sendung „Der Hundeprofi“.

Es ist aber in der Regel nicht so, dass der Hund nicht mehr lernfähig oder reparabel, sondern die Beziehung zwischen dem Menschen und dem Hund derart belastet ist, dass es keinen Sinn mehr macht. Statistisch gesehen sprechen wir hier von einem Hund pro Jahr.

3. Hilft Ihnen Ihre Erfahrung mit Hundeerziehung bei der Kindererziehung – oder umgekehrt? (fragt Petra) 

Auf jeden Fall. Prinzipiell lassen sich viele Aspekte der Kinder- mit der Hundeerziehung vergleichen. Konsequenz beispielsweise spielt in beiden Bereichen eine sehr wichtige Rolle. Es wäre jedoch leichtfertig, sämtliche Merkmale der Erziehung eines Menschen eins zu eins auf die Hundeerziehung und umgekehrt zu übertragen. Der gravierendste Unterschied ist, dass man bei Kindern durch den Erziehungsprozess eine Selbständigkeit erreichen möchte. Dieses Ziel gibt es bei Hunden nicht, dort muss eine Abhängigkeit zum Halter bestehen bleiben, damit der Hund sich nicht abnabelt und auf sich alleine gestellt ist.

4. Welche Hunderasse würde Ihren Charakter am besten beschreiben? (fragt Sabine)

Ganz eindeutig eine Mischung aus Border Collie und Jack-Russell-Terrier. Der Collie steht für Kreativität und Arbeitsfreude, gleichzeitig muss da aber auch immer Abwechslung reingebracht werden. Der Terrier verbeißt sich ja in Ideen. Das ist so das Gemisch bei mir. Ich muss meine Ideen auch immer sofort umsetzen.

5. Was würden Sie machen, wenn sie einen Tag lang ein Hund wären? (fragen Jürgen und Jutta) 

Ich würde versuchen, Herrchen und Frauchen mit der perfekt abgestimmten Mischung aus Ignoranz und Zuneigung zu erziehen, damit sie mich im wahrsten Sinne des Wortes aus der Hand fressen lassen und all meine Wünsche erfüllen (lacht).

6. Was machen Sie mir Ihren Hunden, damit Sie an Silvester keine Angst haben? (fragt Shirin) 

Feuerwerk und Knallerei können bei einem Hund Stress auslösen. Damit der Hund den Silvesterabend ohne Komplikationen übersteht, sollte man frühzeitig anfangen zu trainieren. So kann man seinen Hund beispielsweise an eine Box gewöhnen, die für ihn Ruhe und Rückzugsmöglichkeit bedeutet. Die Box sollte natürlich an einem möglichst ruhigen Raum in der Wohnung liegen. Natürlich darf der Hund auch gerne die Nähe zum Menschen, also zu seinem Halter suchen, wenn er Angst hat. 

Man sollte aber auf keinen Fall versuchen, ihn durch tröstende Worte zu beruhigen, denn dadurch kann sich der Hund in seiner Angst bestätigt fühlen. Denn der Mensch würde dem Hund in einer angstmachenden Situation besondere Aufmerksamkeit schenken, woraus der Hund schlussfolgern würde: Bei der Knallerei muss es sich um etwas wirklich Schlimmes handeln. 

Man kann den Hund alternativ auch ablenken, indem man z.B. ein für ihn spannendes Spiel wie eine Futtersuche oder ein tolles Spiel mit seinem Lieblingsspielzeug startet. Hier ist jedoch das Timing sehr wichtig: Das Spiel sollte auf jeden Fall beginnen, bevor der Hund Anzeichen von Angst wie Hecheln oder Zittern zeigt, nur so kann verhindert werden, dass er das Spiel mit den angstmachenden Feuerwerksgeräuschen verbindet.

7. Wenn Sie sich entscheiden müssten zwischen einem Leben mit Menschen ohne Hunden, oder einem Leben mit Hunden ohne Menschen – wie würden Sie sich entscheiden? (fragt Philip) 

Ich könnte mir ein Leben ohne Hund nicht vorstellen, aber ein Leben ohne Menschen noch weniger.

8. Zu welcher Rasse gehörte Ihr erster Hund, wie sind Sie zu ihm gekommen und wie alt wurde er? (fragt Sandra)

Mein erster Hund war Mina, eine Golden Retriever Hündin. Ich bekam sie, als ich 23 Jahre alt war und sie wurde 16 ½ Jahre alt.

9. Was unterscheidet Ihre Methoden in Bezug auf Hundeerziehung von den Methoden der Kollegen? (fragt Marcel) 

Mit meiner Trainingsmethode, dem Dogs Orientated Guiding System (kurz DOGS) kann ich im Grunde nahezu jedem Mensch-Hund-Team helfen, sofern die Bereitschaft vorhanden ist. Denn das ist ja der Kern unserer Philosophie: kein schablonenhaftes Denken, sondern immer ein individuell auf den jeweiligen Hund und Halter zugeschnittenes Trainingskonzept. Grundsätzlich habe ich habe Respekt vor der Arbeit vieler Kollegen, denn ich bin ja nicht der einzige in Deutschland, der Ahnung von Hunden hat. Trotzdem finde ich auch nicht alles gut, was ich sehe.

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Wir danken Martin Rütter für das tolle Interview und unseren Lesern für die spannenden Fragen! 

kp

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