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Mannheim: Stadt richtet „Taskforce Flüchtlinge“ wegen Ukraine-Krieg ein

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Von: Marten Kopf

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Das Rathaus der ukrainischen Stadt Czernowitz: partnerschaftliche Beziehungen seit 2017
Das Rathaus der ukrainischen Stadt Czernowitz: partnerschaftliche Beziehungen seit 2017 © Stadt Mannheim

Mannheim - Der russische Angriff auf die Ukraine vertreibt hunderttausende Menschen aus ihrer Heimat. Viele Städte wollen Flüchtlinge aufnehmen. Mannheim gründet jetzt eine eigene Taskfroce.

Nach den schweren Angriffen auf die Ukraine durch Russland befinden sich aktuell hunderttausende Menschen auf der Flucht. Noch sind in Deutschland nur wenige Menschen angekommen, das kann sich jedoch sehr kurzfristig ändern. Schon vergangene Woche gehen Menschen in vielen Städten gegen den Krieg und für die Unterstützung ukrainischer Kriegsflüchtlinge auf die Straßen. Deutschlandweit, auch in Baden-Württemberg. Fest und solidarisch an der Seite der Ukraine wolle man stehen, bekräftigt etwa Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner schon am Donnerstag während einer Solidaritätsbekundung auf dem Heidelberger Bismarckplatz.

StadtMannheim (Baden-Württemberg)
Einwohnerzahl310.658 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche144,6 km²
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

 
Und auch die Stadt Mannheim lässt nun wissen, dass Hilfesuchende auf Unterstützung zählen können: „Die völkerrechtswidrigen Angriffe auf die Ukraine sind ein historischer Einschnitt, der viele Menschen auch in Mannheim zutiefst erschüttert hat. Viele Mannheimerinnen und Mannheimer zeigen bereits Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und senden mit ihren Aktionen wichtige Friedenszeichen. Die Stadt Mannheim unternimmt derzeit alles, um sich auf die Aufnahme von Geflüchteten vorzubereiten und auf kommunaler Ebene zu helfen.

Deshalb wollen wir auch die ukrainische Stadt Czernowitz, zu der wir partnerschaftliche Beziehungen pflegen, konkret mit einem Spendenaufruf unterstützen und auf kommunaler Ebene ein Zeichen der Solidarität setzen“, erklärt Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz in einer Pressemitteilung. Und die Zeit drängt. Erst am Wochenende waren 167 Heimkinder aus der Nähe von Kiew sowie deren rund 30 Betreuer nach tagelanger Odyssee in Freiburg angekommen. Sie alle waren auf Initiative der evangelischen Stadtmission evakuiert und nach Baden-Württemberg geholt worden.

Krieg in der Ukraine: Mannheim gründet „Taskforce Flüchtlinge“

Die Stadt beobachte die Flüchtlingsbewegung sehr genau und sei auf die Ankunft von Geflüchteten im Mannheimer Stadtgebiet vorbereitet. Um im Bedarfsfall eine schnelle, unmittelbare und koordinierte Unterbringung von Geflüchteten zu gewährleisten und entsprechende Versorgungsinfrastruktur aufzubauen, richte die Stadt eine „Taskforce Flüchtlinge“ ein. Unter Leitung des Fachbereichs „Arbeit und Soziales“ und des Amtes für „Feuerwehr und Katastrophenschutz“ übernimmt sie die Koordination innerhalb der Verwaltung, bände bei Bedarf die Verbände und Vereine ein, übernähme die Abstimmung mit dem Land sowie die Kommunikation mit der Zivilgesellschaft. Die „Taskforce Flüchtlinge“ solle regelmäßig an den Verwaltungsstab bestehend aus der Stadtspitze und Vertretern aus Fachämtern berichten.

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Die Stadt Mannheim und der Verein „Mannheim hilft ohne Grenzen“ rufen darüber hinaus gemeinsam zu Spenden auf und möchten damit einen direkten Beitrag zur Unterstützung der Menschen in der Ukraine leisten. Die Stadtverwaltung reagiert damit unmittelbar auf das direkte Hilfegesuch seitens des ukrainischen Bürgermeisters der Stadt Czernowitz, zu der Mannheim schon seit 2017 enge Verbingungen pflegt. Ähnliche Aufrufe kommen aus vielen Richtungen auch vonseiten Mannheimer Bürger – so starteten etwa auch Fans der Adler Mannheim Spenenaktionen für die Ukraine. (mko/PM)

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