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Mannheim: Neue Beschlüsse – Mehr Kita-Plätze und gesundes Mittagessen für Kinder

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Von: Sylvia Niestroj-Haß

Die Stadt Mannheim hat ihre neuen Beschlüsse zur Kinderbetreuung veröffentlicht
Kinderbetreuung in Mannheim soll ausgebaut werden © Jens Büttner/dpa

Mannheim - Eltern dürfen sich freuen: Die Stadt plant eine Erweiterung des Betreuungsnetzwerkes für Kita-Kinder und will gesundes Mittagessen ermöglichen.

Am Donnerstag, dem 25. März, tagten in Mannheim der Ausschuss für Bildung und Gesundheit, des Schulbeirates und der Jugendhilfe. Nun wurden die Beschlüsse der Sitzung veröffentlicht: Es geht vor allem um den Ausbau der vorschulischen Betreuungsangebote in Mannheimer Stadtteil Waldhof. Außerdem soll das Mittagessen an Mannheimer Kitas und Schulen gesünder und nachhaltiger werden.

Mannheim: Neue Betreuungsangebote für den Stadtbezirk Waldhof

Für den Bezirk Waldhof werden in den Stadtteilen Gartenstadt, Luzenberg und Waldhof in Zukunft neue Betreuungsmöglichkeiten entstehen. Im Stadtteil Gartenstadt ist für den Krippenbereich ein Ausbau des Betreuungsangebotes um neun neue Gruppen und im Kindergartenbereich um vier bis fünf zusätzliche Gruppen geplant. Im Stadtteil Luzenberg sollen im Krippenbereich eine weitere Gruppe mit zehn Krippenplätzen dazukommen und im Kindergartenbereich zwei bis drei zusätzliche Gruppen mit 40 bis 60 Kindergartenplätzen. In den Stadtteilen Waldhof sollen für die Betreuung der Unter-Dreijährigen sechs weitere Gruppen mit insgesamt etwa 60 Krippenplätzen und 35 Tagespflegeplätze entstehen; für die Betreuung der 3 bis 6-Jährigen sollen 14 bis 15 neue Gruppen mit insgesamt 280 bis 300 Plätzen entstehen. Zusätzlich dazu soll in allen drei Stadtteilen des Bezirkes Mannheim Waldhof die Kindertagespflege ausgebaut werden. In Mannheim dürfen Kitas nach Ostern wieder den Regelbetrieb starten.

Mannheim: Nachhaltigkeit bei neuen Bauvorhaben wichtig

Ein besonders wichtiges Anliegen ist dem Mannheimer Bildungsbürgermeister Dirk Grunert, dass der Aspekt der Umwelt auch nicht missachtet wird: So sollen etwa Eingriffe in unbebaute Flächen weitestgehend vermieden werden, Bäume sollen möglichst nicht gefällt werden - hierbei soll umsichtig und auch nach dem Aspekt des Artenschutzes gehandelt werden. Außerdem solle bei den städtischen Bauvorhaben an den vorgeschlagenen Standorten die Klimaverträglichkeit sichergestellt werden. Das bedeutet konkret: Es sollten möglichst nachhaltige Baumaterialien verwendet werden; zudem soll die Verwendung von erneuerbaren Energien beachtet werden.

Mannheim: Nachhaltigere Essensverpflegung in Kitas und Schulen

Um Nachhaltigkeit geht es auch bei dem zweiten Vorhaben der Stadt Mannheim: Die (Mittag-)Essensverpflegung an Mannheimer Kitas und Schulen. Zukünftig soll der Anteil an Lebensmitteln aus Bio-Erzeugung 40 Prozent betragen. Milchprodukte und Eier müssen dabei ausschließlich aus Bio-Erzeugung stammen. Außerdem sollen Produkte aus Fair-Trade-Landwirtschaft eingeführt werden. Auch spezielle Bedürfnisse beziehungsweise Ernährungsgewohnheiten sollen künftig berücksichtigt werden: so soll es neben einem Mittagessenmenü, welches Produkte tierischer Abstammung (wie Eier und Milch) enthält, noch ein Sonderkost-Angebot für Schülerinnen und Schüler mit Lebensmittelunverträglichkeit und Allergien geben. An den Geschwister-Scholl-Schulen soll es auch ein veganes Menü geben. Für Kinder und Jugendliche aus bedürftigen Familien gibt es dank des „Starke-Familien-Gesetztes“ aus 2019 die Möglichkeit, ein kostenfreies Essen zu erhalten. Das ist dank der Leistungen für Bildung und Teilhabe möglich. In Krippen und Kindergärten soll es weiterhin grundsätzlich ein gleichwertiges, fleischloses Menü pro Tag geben sowie einmal wöchentlich wahlweise ein Menü mit Fleisch oder Fisch. Kinder mit einer Lebensmittelunverträglichkeit oder Allergien erhalten weiterhin ein Sondermenü.

Mannheim: 15.000 Euro Zuschuss für Ring Politischer Jugend

Als dritten Punkt wurde einstimmig ein Zuschuss für den Ring Politischer Jugend für Maßnahmen politischer Bildung über eine Höhe von 15.000 Euro pro Jahr bewilligt. Die Arbeit der Jugendorganisationen der demokratischen Parteien wurde als sehr wichtig für die Vermittlung von Werten sowie theoretischer und praktischer Grundkenntnisse angesehen. Die Zielgruppe der Angebote des Ringes Politischer Jugend (RPJ) sind vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Mit ihren Angeboten will der RPJ zu einer Entwicklung der Meinungs- und Willensbildung in einer pluralistischen Stadtgesellschaft sorgen. (pm/snh)

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