Entscheidung gefällt

‚Time Warp‘ darf nicht mehr an Feiertagen stattfinden

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Mannheim - Nach der „Time Warp“ 2015 hatten sich mehr Anwohner denn je über Ruhestörung beschwert. Nun wird das Techno-Festival eingeschränkt - obwohl bei Lärmmessungen die genehmigten Grenzwerte nicht überschritten wurden...

Keine „Time Warp“ mehr an Feiertagen!

So lautet das Fazit nach einem Gespräch zwischen der Stadtverwaltung, Polizei und dem Organisator des Techno-Festivals. Anlass waren die zahlreichen Beschwerden von Anwohnern über Lärmbelästigung.

„In den zurückliegenden Jahren hatten wir noch nie derart viele Beschwerden über Lärmbelästigungen wie 2015. Daher haben wir die aktuellen Immissionsmessungen gemeinsam mit dem Veranstalter genau untersucht und Maßnahmen vereinbart, die die Auswirkungen des einmal im Jahr stattfindenden Festivals auf ein vertretbares Maß reduzieren sollen“, so Erster Bürgermeister und Ordnungsdezernent Christian Specht.

Der fade Beigeschmack 

Doch war die Ruhestörung wirklich der Anlass für das „konstruktive Gespräch“, wie es in der Pressemitteilung der Stadt heißt? Schließlich macht das Festival nicht nur wegen seiner hochkarätigen Künstler Schlagzeilen.

Allein 2015 wurden 700 Personen kontrolliert, gegen 163 musste ein Strafverfahren wegen Drogenbesitz eingeleitet werden. 66 Autofahrern wurde eine Blutprobe entnommen, davon 64 wegen des Verdachts auf Drogenkonsum.

Keine unerhebliche Zahl. War die Ruhestörung also nur ein vorgeschobener Grund? 

Fakten, die diese These unterstützen: Ein unabhängiger Ingenieur wurde mit der Lärmmessung während des Festivals beauftragt. Das Ergebnis: keine Überschreitungen der für die Veranstaltung genehmigten Grenzwerte - sowohl nicht bei Tag als auch bei Nacht.

„Die dennoch ungewöhnlich große Zahl von Anwohnerbeschwerden erklärte der Gutachter mit heftigem Wind und dem besonders ruhigen Umfeld am Osterwochenende: Der eher untypische kräftige Wind aus nordwestlichen Richtungen habe den Schall vom Veranstaltungsgelände weit in die südlichen Stadtteile getragen. Gleichzeitig sei die Musik besonders auffällig gewesen, weil am Ostermontag die sonst in der Stadt üblichen Hintergrundgeräusche von Autoverkehr, Industriebetrieben und Rangierbahnhof entfallen seien“, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Konsequenz: „Auf Grund dieser Erklärung haben wir mit dem Veranstalter vereinbart, dass zukünftige Time Warp Festivals keinesfalls mehr an Feiertage wie Ostern stattfinden können“, so Specht.

>>> Stadt lädt „Time Warp“-Macher zum Gespräch

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rob

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