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Mannheim: Ver.di-Warnstreik in Kaufland – hat Supermarkt heute trotzdem geöffnet?

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Von: Sina Koch

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Ein Angestellter trägt eine Mütze mit dem Verdi-Logo. (Symbolfoto) © Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

Mannheim - Die Gewerkschaft ver.di hat am 6. Juli zum eintägigen Warnstreik aufgerufen. Fünf Betriebe in Mannheim und Umgebung protestieren gegen das Tarifangebot der Arbeitgeber.

Update vom 7. Juli, 17:30 Uhr: Anlässlich der aktuellen Tarifverhandlungen im deutschen Einzelhandel organisiert die Gewerkschaft Verdi heute Streiks. Unter anderem nehmen Mitarbeiter der Kaufland-Filiale in Mannheim an dem Streik teil. Wie das Unternehmen mitteilt, hat die Filiale regulär geöffnet, die Kunden können wie gewohnt ihre Einkäufe tätigen, es gelten die bekannten Corona-Schutz- und Hygienemaßnahmen.  

„Die Durchführung von Streikmaßnahmen ist eine legitime Möglichkeit für Arbeitnehmer, ihre Forderungen zum Ausdruck zu bringen. Selbstverständlich respektieren wir die Teilnahme unserer Mitarbeiter an Streiks“, so Kaufland in einer Pressemitteilung. Derzeit laufen die Tarifverhandlungen im deutschen Einzelhandel. Kaufland würde es begrüßen, wenn sich die Tarifparteien zeitnah auf einen Abschluss einigten.

Kaufland kündigt an, das Tarifentgelt bereits vor Abschluss der Tarifverhandlungen „Einzelhandel“ um drei Prozent zu erhöhen. Sollte die ausstehende Entscheidung der Tarifpartner zur Erhöhung der Tariflöhne geringer ausfallen, werden Lidl und Kaufland darüber hinaus freiwillig den entsprechenden Differenzbetrag zu drei Prozent gewähren.

Mannheim: Ver.di-Warnstreik auch heute – In DIESEN Betrieben wird für mehr Geld gekämpft

Update vom 7. Juli, 8:51 Uhr: Auch am heutigen Mittwoch (7. Juli) wird der Ver.di-Streik in Mannheim und der Region fortgesetzt. Laut der Gewerkschaft startet die Maßnahme mit einer Kundgebung auf dem Mannheimer Marktplatz um 11 Uhr, von wo aus anschließend ein Demo-Zug durch die Planken marschieren wird. Am Streik teilnehmen werden, wie bereits am Dienstag (6. Juli), der H&M im Quadrat E1 sowie rund ein Dutzend Filialen von Penny und REWE. Wie bereits am Vortag nimmt auch wieder die Walldorfer IKEA-Filiale am Arbeitskampf teil. Zudem sind die Beschäftigten von Supermarkt-Riese Kaufland sowohl in Mannheim, als auch im benachbarten Heidelberg und Dossenheim zum Streiken aufgerufen.

Mannheim: Ver.di-Warnstreik – DIESE Betriebe sind betroffen

Erstmeldung vom 6. Juli: Ver.di hat einen Aufruf gestartet: Anlässlich der aktuellen Tarifverhandlungen im deutschen Einzelhandel gibt es am 6. Juli Streiks. Hintergrund des Streiks ist das Tarifangebot der Arbeitgeber, das für 36 Monate tabellenwirksame Entgelterhöhungen von insgesamt 5,4 Prozent vorsieht.

Ver.di hat das Angebot als inakzeptabel zurückgewiesen. Die Gewerkschaft fordert für eine Laufzeit von 12 Monaten:

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Ver.di-Warnstreik: So verläuft der Protest in den Betrieben

In Mannheim und Umgebung protestieren am 6. Juli Mitarbeiter der Filialen: Ikea in Walldorf, zwei H&M-Filialen in Mannheim und zwei Kaufland-Filialen in Mannheim und Dossenheim. Die Mannheimer Kaufland-Filiale hat jedoch trotz des Streiks wie gewohnt geöffnet. Die Kunden können hier weiterhin ihre Einkäufe erledigen. Zudem gelten weiterhin die bekannten Corona-Schutz- und Hygienemaßnahmen.  

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Eine Warnweste mit der Aufschrift „ver.di“. (Symbolfoto) © Tom Weller/dpa/Symbolbild

Durch die Streikmaßnahmen haben die Arbeitnehmer die Möglichkeit, ihre Forderungen zum Ausdruck zu bringen. Wie Kaufland in einer Pressemitteilung bekannt gibt, würde das Unternehmen die Streik-Teilnahme der Mitarbeiter respektieren.

GewerkschaftVereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)
SitzBerlin
Mitglieder1.955.080

Derzeit laufen die Tarifverhandlungen im deutschen Einzelhandel. Aus diesem Grund ist auch in den kommenden Tagen mit weiteren Warnstreiks im Einzelhandel Baden-Württemberg zu rechnen. Die Streikbereitschaft sei bei den aufgerufenen Beschäftigten insgesamt gut, so ver.di in einer Pressemitteilung. Bislang haben drei Verhandlungen in der laufenden Tarifrunde stattgefunden. Der vierte Verhandlungstermin steht noch nicht endgültig fest.

Derzeit werden wieder Tarife für insgesamt 5,1 Millionen Beschäftigte verhandelt. Davon sind es allein 3,1 Millionen Arbeitnehmer im Einzel- und Versandhandel. Hinter diesen Zahlen stecken zahlreiche Umbrüche der letzten Jahre. Die digitalen Prozesse hinterlassen ihre Spuren auch im Handel. Virtuelle Einkaufstouren und Showrooms, Robotereinsätze und neue Bestellsysteme sind längst Normalität. Click & Collect ist durch die Corona-Krise fast schon Alltag. Eine deutliche Sprache sprechen da auch die bei Online-Verkäufen erzielten Umsätze: Sie sind im vergangenen Jahr um 20,8 Prozent auf 71,5 Milliarden Euro gestiegen. Aus diesem Grund fordern die Beschäftigten mehr Geld. (PM/sik)

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