Teilnehmer rufen verbotene PKK-Parolen

‚Kurdenmarsch‘ am Dienstag aufgelöst: Reisebus nach Straßburg unterwegs!

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Jede Etappe des ‚Kurdenmarschs‘ 2019 wurde von Polizeikräften begleitet. (Symbolbild)

Mannheim -  Der ‚Kurdenmarsch‘ 2019 startet in Mannheim und soll über acht Etappen bis nach Straßburg gehen. In Karlsruhe kommt es jedoch zum Eklat und vorzeitigem Ende:

Update vom 13. Februar, 12:35 Uhr:

Nachdem die Polizei den Kurdenmarsch in Karlsruhe aufgelöst hat, wollen sich einige Demonstranten wohl nicht so schnell entmutigen lassen: Am Mittwochmorgen (13. Februar) gegen 10 Uhr treffen sich circa 50 kurdische Teilnehmer in einem Karlsruher Kulturzentrum. Gerüstet mit Fahnen und Plakaten machen sie sich in einem Reisebus auf den Weg nach Straßburg. Dort wollen sie die hungerstreikenden Kurden besuchen. Die Polizei ist der Situation entsprechend mit Einsätzen vor Ort.

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Kurdische Demonstranten mit Reisebus nach Straßburg unterwegs

Update vom 13. Februar, 11:00 Uhr: Bei der Aufnahme der Personalien der Teilnehmer des ,Kurdenmarschs' kommt es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Demonstranten gehen dabei laut Polizeisprecher mit Fahnenstangen auf die Beamten los und verletzten sie am Kopf! 

Die tragen zum Glück Helme, sodass Schlimmeres verhindert werden kann. 

Außerdem treten einige Demo-Teilnehmer die Polizisten. Die Beamten erleiden Prellungen, Kopfschmerzen, verdrehten Finger und Arme.

Am Mittwoch (13. Februar) sind trotzdem alle Beamte dienstfähig, keiner muss stationär behandelt werden.

Die aufgenommen Personalien und Strafdelikte sind laut Polizeisprecher an die Staatsanwaltschaft weitergegeben worden, die nun entscheiden, wie es weitergeht.

Prellungen, Tritte und Kopfverletzungen durch Fahnenstangen - 21 verletzte Polizisten!

Update vom 13. Februar, 6:00 Uhr: Nach Ausschreitungen beim diesjährigen ‚Kurdenmarsch‘ während der dritten Etappe in Karlsruhe zieht die Polizei eine vorläufige Bilanz: Von insgesamt 88 Versammlungsteilnehmern werden am Dienstag für Ermittlungsverfahren die Personalien festgestellt. Laut Polizei leisten fast alle Personen teilweise heftigen Widerstand. 21 Polizisten werden dabei leicht verletzt.

Eklat bei ‚Kurdenmarsch‘: Polizei zieht Bilanz!

Abseits der Versammlung kommt es zu einem medizinischen Notfall: Sanitäter der Polizei müssen bei einer Person Erste Hilfe leisten, sie wird ins Krankenhaus eingeliefert. Auch zwei Versammlungsteilnehmer müssen wegen leichter Verletzungen im Krankenhaus versorgt werden.

Nach Abschluss des Polizeieinsatzes gegen 21 Uhr befolgen die Teilnehmer des ‚Kurdenmarsch‘ den erteilten Platzverweisen. 

Update vom 12. Februar: Am Dienstag steht die dritte Etappe des diesjährigen Kurdenmarsches an – auf einer rund 20 Kilometer langen Strecke geht es von Bruchsal zum Friedrichsplatz in Karlsruhe. Doch rund fünf Kilometer vor dem eigentlichen Ziel muss die rund 70-köpfige Versammlung von der Polizei gestoppt werden.

Eklat bei Kurdenmarsch in Karlsruhe: Polizei stoppt Versammlung

Nach friedlichen Verläufen bei den beiden vorherigen Etappen, muss die Versammlung am Dienstagnachmittag von der Polizei aufgelöst werden. Im Laufe des Marsches skandieren zahlreiche Teilnehmer immer wieder verbotene Parolen mit Bezügen zu der seit 1993 verbotenen „Arbeitspartei Kurdistans“. Die Partie - besser bekannt als PKK - wurde im Jahr 2002 von der Europäischen Union als Terrororganisation eingestuft.

Außerdem werden während der Versammlung Flugblätter ohne Impressum verteilt, was einen Verstoß gegen das Landespressegesetz darstellt. Nach mehrfacher Aufforderung der Polizei, dieses Vorgehen zu unterlassen, werden sowohl von dem Versammlungsleiter als auch von den Teilnehmern ignoriert.

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Die Versammlungsbehörde der Stadt Mannheim beschließt nach Prüfung der Sachlage die Auflösung der Marsches, die gegen 16:45 Uhr von den Beamten vor Ort durchgeführt wird.

Die Versammlungsteilnehmer skandierten daraufhin weitere verbotene Parolen mit PKK-Bezug und zeigten Konterfeis des informellen inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan, was ebenfalls durch die Versammlungsbehörde im Vorfeld des Marsches verboten wurde.

In der Folge umschließen die Einsatzkräfte im Bereich des Karlsruher Fächerbades die Personen und errichten eine Kontrollstelle, um so die Identität der Versammlungsteilnehmer festzustellen. Im Zuge dessen attackieren mehrere kurdische Marschteilnehmer die Beamten, treten und schlagen auf sie ein. Außerdem finden die Polizisten diverse Messer auf dem Boden. 

Im Anschluss an die Maßnahme werden den Versammlungsteilnehmern Platzverweise erteilt, der Kurdenmarsch 2019 ist damit beendet und wird nicht fortgeführt.

Update 11. Februar, 20 Uhr: Der Kurdenmarsch erstreckt sich auf insgesamt sieben Tagesetappen mit rund 150 Kilometern. Zur zweiten Etappe startet am Montagmorgen gegen 9:45 Uhr eine etwa 80-köpfige Gruppe vom Friedhof Reilingen in Richtung Bruchsal. 

Die Versammlungsteilnehmer marschieren über insgesamt 24 Kilometer über St. Leon-Rot, Kronau, Bad Schönborn und Ubstadt-Weiher nach Bruchsal. Gegen 18:15 Uhr erreichen die Teilnehmer ihr Etappenziel auf dem Bruchsaler Gymnasiumplatz. Mit einer Abschlusskundgebung wird die Versammlung gegen 18:40 Uhr friedlich beendet. 

Aus polizeilicher Sicher verläuft dieser Marsch ohne besondere Vorkommnisse. Die dritte Etappe führt die Teilnehmer von Bruchsal über eine Streckenlänge von 21 Kilometern nach Karlsruhe.

‚Kurdenmarsch‘ von Mannheim nach Straßburg: Erste Etappe endet früher als geplant

Update 10. Februar, 18 Uhr: Das heutige Etappenende wird auf den Bahnhofsvorplatz in Schwetzingen vorverlegt und nicht wie geplant der P1 in Hockenheim. Das schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung. Grund dafür sei der verspätete Marschbeginn und das niedrige Lauftempo. Aus Sicherheitsgrünen wollte die Polizei, dass die erste Etappe noch bei Tageslicht endet. In Schwetzingen hat sich die Gruppe auf 100 Teilnehmer halbiert. 

Die zweite Etappe beginnt am Montagmorgen (11. Februar) in Reilingen und verläuft mit einer Strecke von circa 22 Kilometern bis nach Bruchsal.

‚Kurdenmarsch‘ 2019: Start in Mannheim mit Verzögerungen

Update 10. Februar, 13:30 Uhr: Heute startet der ‚Kurdenmarsch‘ in Mannheim. Es haben sich circa 120 Teilnehmer versammelt. Eigentlich sollte sich der Demozug um kurz nach 9 Uhr in Bewegung setzen. Jedoch kommt es zu Verzögerungen, weshalb erst um 10:30 Uhr die Auftaktkundgebung beginnt. Gegen 11 Uhr beginnt dann der Marsch vom Vorplatz des Hauptbahnhofes.

Gründe dafür seien eine zunächst fehlende Ordnerliste, die an die Polizei übergeben werden muss, und die Verspätung vieler Teilnehmer. „Gegen 9 Uhr waren erst 20 bis 30 Menschen versammelt“, so die Polizei. 

Der 'Kurdenmarsch' startet in Mannheim mit Verzögerungen.

Ein Polizeisprecher spricht auf Anfrage von MANNHEIM24 von einer „ruhigen und friedlichen Lage“ vor Ort. Zu großen Verkehrsbehinderungen werde es nicht kommen, so der Polizeisprecher weiter. Die Demonstration verläuft teilweise auf Nebenwegen. Es könne jedoch sein, dass es kurzfristig zu kleineren Sperrungen kommen wird. Die Behinderungen wären jedoch nur gering.

‚Kurdenmarsch‘ 2019: Start in Mannheim mit großem Polizeiaufgebot

Kurdenmarsch am Hauptbahnhof: Ziele und Verbote

Trotzdem haben sich auch zahlreiche Polizisten am Hauptbahnhof versammelt. Eine genaue Zahl kann ein Sprecher vor Ort nicht bekannt geben, es seien aber „deutlich über 100.“ Dies sei wegen Erfahrungen aus der Vergangenheit notwendig 

Die Teilnehmer halten Fahnen und Schilder hoch, auf denen Namen von Personen stehen, die einen Hungerstreik für die politisch Inhaftierten durchführen. Laut Nalin, einer Teilnehmerin des Marsches, dürfen bestimmte Fahnen, Parolen und auch Bilder von Abdullah Öcalan nicht genutzt werden. Nicht einmal sein Name darf gerufen werden.

Wir machen das hier, weil seit 20 Jahren Abdullah Öcalan im Gefängnis sitzt und er nicht die Rechte eines normalen Gefangenen hat. Er darf seine Familie nicht sehen und seine Anwälte dürfen ihn nicht mehr besuchen seit 2011“, erklärt Nalin.

Man wolle eine Stimme für die Inhaftierten sein und diese auf die Straße tragen. Sie werde den 10-tägigen Marsch nach Straßburg komplett mitlaufen. Auf dem Weg werde es verschiedene Zwischenstops geben und die Teilnehmer würden von kurdischen Familien aufgenommen werden, die sich solidarisch zeigen.

‚Kurdenmarsch‘ von Mannheim nach Straßburg: Demo startet in Mannheim

Wie die Polizei am Montag (4. Februar) mitteilt, startet der sogenannte ‚Kurdenmarsch‘ unter den Motto „Freiheit für alle politischen Gefangenen. Gesundheit für Abdulla Öcalan.“ am Sonntag (10. Februar) in Mannheim. Die Teilnehmer versammeln sich in der Mannheimer Innenstadt und ziehen dann bis zum 16. Februar über mehrere Etappen (Hockenheim, Bruchsal, Karlsruhe, Raststatt, Bühl, Kehl) bis nach Straßburg. 

Die Versammlung wurde bei der Stadt angemeldet, die Teilnehmer treffen sich am Sonntag um 8:30 Uhr am Willy-Brandt-Platz am Hauptbahnhof. Um 9 Uhr soll sich der Kurdenmarsch in Bewegung setzen. 

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‚Kurdenmarsch‘ startet in Mannheim: 200 Teilnehmer pro Etappe erwartet

Pro Tag und Etappe werden beim ‚Kurdenmarsch‘ 2019 rund 200 Teilnehmer erwartet. Die Polizei hat angekündigt, den Demonstrations-Zug zu begleiten, der sich auf öffentlichen Straßen und Wegen bewegen wird. Es kann dabei zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen kommen.

Die Etappen der Demonstration:

  • Mannheim (10. Februar)
  • Hockenheim 
  • Bruchsal 
  • Karlsruhe 
  • Rastatt 
  • Bühl 
  • Kehl 
  • Straßburg (16. Februar)

‚Kurdenmarsch‘ 2018 abgesagt

In 2018 wurde der Kurdenmarsch vom Anmelder ohne Angabe von Gründen abgesagt. Im Jahr davor wurde die Demo-Route von rund 150 Teilnehmern zurückgelegt. In Bruchsal kam es dabei zugewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen türkisch- und kurdischstämmigen Demonstranten

Fotos: Kurdenmarsch gestartet! 

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pol/kab

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