21 Beamte verletzt

Eklat bei ‚Kurdenmarsch‘: Polizei zieht Bilanz!

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Jede Etappe des ‚Kurdenmarschs‘ 2019 wurde von Polizeikräften begleitet.

Karlsruhe - Fünf Kilometer vor der dritten Etappe des diesjährigen ‚Kurdenmarschs‘ löst die Polizei die Versammlung am Dienstag auf. Der Grund: verbotene Parolen und Ausschreitungen!

Seit Sonntag (10. Februar) ist der ‚Kurdenmarsch‘ in der Region unterwegs. Geplant war ein Demonstrationszug von Mannheim nach Straßburg. Mehr als 100 Menschen versammelten sich zum Start in Mannheim – unter anderem in Hockenheim, Bruchsal und Karlsruhe waren weitere Etappen geplant. Doch kurz vor der dritten Etappe, der Friedrichsplatz in Karlsruhe, stoppt die Polizei die Versammlung. 

‚Kurdenmarsch‘ 2019 wegen Ausschreitungen abgebrochen

Im Laufe des Marsches skandieren Menschen aus der Gruppe der rund 70 Teilnehmer Parolen der verbotenen „Arbeistpartei Kurdistans“ (PKK). Während der Versammlung werden außerdem Flugblätter ohne Impressum verteilt – ein Verstoß gegen das Landespressegesetz. Obwohl die Polizei die Teilnehmer mehrfach ermahnt, werden die Beamten völlig ignoriert.

Die Polizisten reagieren mit der Einrichtung einer Kontrollstelle, um so die Identität der Versammlungsteilnehmer festzustellen. Mehrere Teilnehmer des Marsches attackieren daraufhin die Beamten – 21 Polizisten werden leicht verletzt.

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Insgesamt von 88 Menschen werden die Personalien für Ermittlungsverfahren festgestellt. Nach Abschluss des Polizeieinsatzes gegen 21 Uhr ist der ‚Kurdenmarsch‘ beendet und wird nicht mehr fortgesetzt. Die Versammlung wurde bereits im vergangenen Jahr abgesagt. 2017 war es in Bruchsal während der Veranstaltung zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen türkisch- und kurdischstämmigen Demonstranten gekommen.

‚Kurdenmarsch‘ 2019: Start in Mannheim mit großem Polizeiaufgebot

pol/kab

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