Im Benjamin-Franklin-Village

Licht aus, Ton an: Autokino mitten in Mannheim!

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Hunderte Besucher genießen das Autokino im Benjamin-Franklin-Village.

Mannheim - Alles wirkt wie aus einem amerikanischen Film. Viele Autos stehen vor einer riesigen Leinwand und genießen einen Blockbuster. Dazu gibt es Burger und Popcorn - ein richtiges Autokino eben:

Autokinos kennen die meisten nur aus amerikanischen Filmen. Einige wenige erinnern sich noch an die Zeiten, als in Friedrichsfeld ein solches Open-Air-Kino stand - das schloss allerdings schon vor 30 Jahren. Es ist also dringend nötig, auch den Jüngeren diese Tradition näherzubringen!

Impressionen vom Autokino im Benjamin-Franklin-Village

Das hat sich die städtische Entwicklungsgesellschaft MWSP auch gedacht, und bietet seit 2017 ein Autokino auf dem Gelände des Benjamin-Franklin-Village an. Vom 10. bis zum 12. August werden Dir hier fünf Filme geboten - „Soul Kitchen“, „Aus dem Nichts“, „Ilse of Dogs – Ataris Reise“, „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ und zum Abschluss „Walk the Line“. Von Komödie bis Drama ist hier alles dabei.

Vorstellung komplett ausverkauft

Wir als städtische Entwicklungsgesellschaft bemühen uns, Veranstaltungen zu machen, die es sonst in Mannheim nicht gibt, und die einfach viele verschiedene Menschen nach Franklin zieht“, sagt Laura Todaro, Mitveranstalterin des Events.

Und der Erfolg gibt ihr Recht! Letztes Jahr sei die Veranstaltung trotz drei Tage Regen ein voller Erfolg gewesen. Das zeichnet sich auch für dieses Jahr ab. Schon der erste Abend ist im Vorfeld komplett ausverkauft. Etwa 100 Autos stehen an diesem Abend auf dem Parkplatz, auf dem früher noch das Deutsch-Amerikanische-Volksfest stattfand. 

Auch Besucher ohne Auto kommen in den Genuss des Films.

Zudem gibt es auch einen Bereich für Besucher ohne Auto, die über Lautsprecher alles mithören. Die Autofahrer hören den Ton über ihre Radios. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt. An einem Street-Food-Truck gibt es unter anderem Burger, Pommes und Popcorn. 

Besucher sind begeistert

Für viele Besucher ist es das erste Mal im Autokino. So auch für Tobias, der mit einem amerikanischen Muscle-Car angereist ist und sich auf das Spektakel freut: „Das ist bestimmt lustig, hier draußen Kino zu gucken, im Auto, wie im Amiland, oder wie man es aus amerikanischen Filmen kennt.“

Achim und Sybille sind an diesem Abend wegen der Nostalgie im Village - sogar in einem echten Oldtimer. Der Wagen, der Ort und das Kino würden einfach perfekt zusammenpassen. Die beiden waren auch letztes Jahr schon im Autokino. Ihnen gefällt die Atmosphäre einfach sehr gut.

Auf einem gewaltigen Bildschirm wird der Film gezeigt.

Ein paar Unterschiede zum amerikanischen Vorbild gebe es laut Isabel, die einmal eines dort besucht hat, aber noch: „Es gibt viel mehr Platz, es gibt Leute, die auf Inline-Skates was zu trinken und zu essen bringen, und es gibt mehr feste Straße.“

Gegen 21 Uhr wird es langsam dunkel und die ersten Sterne gehen auf. Alle Besucher sind nun auf ihren Plätzen und die Scheinwerfer gehen aus. Mit den ersten Szenen des Films „Soul Kitchen“ auf der übergroßen Leinwand beginnt dann ein besonderer Kinoabend.

dh

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