Auch in Mannheim!

Schlecht beraten: Jobcenter hilft behinderten Menschen zu wenig!

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Auch am Jobcenter Mannheim werden Menschen mit Behinderung schlecht beraten. (Symbolfoto)

Mannheim - Laut einem internen Bericht wird Arbeitslosen, die eine dauerhafte Behinderung haben, in manchen Jobcentern zu wenig und schlecht geholfen. Betroffen ist auch Mannheim:

Einen Job zu finden ist manchmal sehr schwierig. In dem Fall hofft man auf eine kompetente Beratung in dem Jobcenter, das für einen zuständig ist – nicht immer mit Erfolg. Doch laut einer internen Überprüfung, die von der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt wurde, ist eine Personengruppe besonders schlecht beraten – auch in Mannheim.

Demnach bekommen Arbeitssuchende mit dauerhaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen unzureichend Hilfe bei der Jobsuche! Bei der Betreuung und Wiedereingliederung der Leute werde, laut dem Bericht, nicht überwiegend zielführend gehandelt. 

Mitarbeiter nicht geschult?

Laut der Bundesagentur für Arbeit würden Betroffene oft nicht die individuelle, erforderliche Hilfe bekommen. Auch mit der Kommunikation zwischen Arbeitssuchendem und Sachbearbeiter gebe es Probleme – sie sei „in nahezu allen Fällen unzureichend“! Auch die Abstände zwischen den Gesprächen seien zu lang. 

Die Prüfer vermuten auch einen Grund, warum die Mitarbeiter in diesem Bereich so gehandicapt sein könnten – so sei „das Fachwissen oder das Bewusstsein für die besonderen Belange der behinderten Kunden nicht vorhanden“! Im Ergebnis würden die erkrankten Personen teilweise zu Unrecht aus Bundesmitteln finanziert werden.

Sind noch mehr Jobcenter betroffen?

Die Überprüfung wurde im Frühjahr in Jobcentern in Berlin-Mitte, Unna, Lübeck und auch Mannheim durchgeführt. Es bestehe aber die Gefahr, dass das Problem bundesweit vorkommen könne. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesarbeitsministerium, Anette Kramme, kündigte an, dass notwendige Schritte besprochen und Änderungen angestrebt werden müssen.

dpa/dh

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