Her mit den Socken!

„Von Jungfeld“ machen die Mannheimer Planken bunt 

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Die beiden Gründer der „Stilfaser GmbH“

Mannheim – Sie sind jung, sie sind dynamisch – und vor allem eines: Erfolgreich. Von Jungfelds bunte Socken erobern die Mannheimer Planken. Und nicht nur die!

Lucas Pulkert und Maria Pentschev sind die Gesichter, die hinter dem erfolgreichen Konzept für stilbewusste Männer stehen. Im Jahr 2013 gründen sie die „Stilfaser GMbH“ und das Modelabel „Von Jungfeld“.

Im November 2014 gewinnen sie den Preis für innovative Marketing-Konzepte in der Kategorie „Young Professionals“ in Schwetzingen. Seitdem ist viel passiert. 

MANNHEIM24 trifft die beiden zum Interview auf den Mannheimer Planken vor ihren aktuellen Werbeplakaten.

„Von Jungfeld“ machen die Mannheimer Planken bunt! 

Die Plakate sind keine typischen Hochglanzwerbebilder. Sie sind plastischer, künstlerischer, mit echten Männern, die keine Modepüppchen sind und es auch nicht sein wollen. 

Und die sind alle irgendwie mit dem Jungbusch verbunden. „Von Jungfeld“ wollte zeigen, dass es keine bestimmte Alters-oder Zielgruppe für ihre Socken gibt und lässt seine „Models“ in ihrer Alltagsumgebung fotografieren.

Das Erfolgsrezept

Lucas Pulkert fasst das Erfolgsrezept von „Von Jungfeld“ so zusammen: „Die Farben sind nicht unbedingt das Entscheidende. Das Wichtige für uns ist die Qualität, die soziale Verantwortung und eine Marke zu schaffen, mit der sich Mann identifizieren kann.“ 

Eine 100%-ige  Männermarke  

Warum verkaufen sie denn nur Herren- und keine Damensocken? Die beiden lächeln. „Es gibt soooo viele Damensockenfirmen. Und so viele Unisex-Marken. Doch es gibt kaum Accessoires für den stilbewussten Mann, der sich von der grauen Masse abheben will.“ Stimmt. Mit diesen Socken fällt man(n) auf jeden Fall auf.

Das Kennenlernen

Natürlich haben sich die Firmengründer im Jungbusch über eine WG kennengelernt, wo die Kreativen ihre Köpfe zusammenstecken. Dann arbeiteten sie zusammen auf der der sogenannten „Buschnacht“. Lucas kümmerte sich um die Organisation und Maria hatte die Connections mit den Musikern. Sie merken schnell: „Das mit uns funktioniert sehr gut – a uf Arbeitsebene.“, fügen sie lachend hinzu.

Das Sponsorentreffen 

Die Idee mit den Socken kam jedoch erst später. Erst wollten sie „Snipcards“ in Deutschland populär machen, die Maria aus Wien kannte. Diese kombinieren Postkarten zum Mitnehmen mit Firmenwerbung und Coupons oder Rabattaktionen darauf. Dazu wollten sie noch eine App entwickeln und vertreiben. Gesagt, getan. 

Eine Präsentation bei potenziellen Sponsoren sollte die Finanzierung sichern. Doch die Investoren wollten nichts davon wissen... Die Idee sei zwar gut, aber der Vertrieb und die Vermarktung sehr schwierig. „Habt ihr nicht eher was zum Anfassen?“ Glücklicherweise hatten sie das! 

Ihre eigentliche Herzensidee: Bunte Socken. Die angehenden Unternehmer waren sich zunächst jedoch nicht sicher, ob man damit Geld machen könnte. Das Projekt sei auch noch nicht präsentationsreif gewesen. So stellten sie nur grob die Idee vor. Doch die Sponsoren waren begeistert! Förderlich war wahrscheinlich auch, dass einer der Businessagenten selbst bunte Socken trägt.

Der Name „Von Jungfeld“

Witzigerweise steht der Name vor der eigentlichen Firmengründung schon fest. Lucas sicherte sich die „Jungfeld-Domain“ schon mit 15 Jahren um ein Portal zu schaffen, auf dem Menschen ihr schritfstellerisches Schaffen hochladen konnten. „Ja... das war ein Flop“, konstatiert Lucas jetzt.

Doch der Name blieb erhalten. Er passt gut zur Marke. Maria erklärt: „Er sollte groß, nach Tradition und gleichzeitig nach Rebellion klingen. Außerdem auch im Ausland aussprechbar sein. Vor allem sollte man ihn mit Qualität aus Deutschland in Verbindung bringen.“

Und das ist nicht nur so dahergesagt. Alle Socken werden von ihrem hauseigenen Designer entworfen und ausschließlich in Deutschland produziert. Sie drücken auch nicht unangenehm, da sie mit einem mit einer zehenfreundlichen Kettelnaht zusammengenäht sind. In liebevoll gestaltenen Boxen werden sie versandt und sind alle mit einem Dankesbrief versehen, der handunterzeichnet ist. Also WIRKLICH per Hand und nicht mit einer vorgefertigten Unterschrift. Das sieht man nicht oft.

Die Vermarktung

Schon einen Tag nach der Firmengründung machen „Von Jungefeld“ über ihren Onlineshop Umsatz. Trotzdem mussten sie erst lernen, wie man die Socke an den Mann bringt – im größeren Rahmen. Mit Verwunderung stellen sie fest, dass man mit einem Anruf bei einer Firma schon 100 Socken verkaufen kann!  

Dann geht es Schlag auf Schlag. Letztes Jahr waren sie auf der Berliner Fashionweek vertreten, mittlerweile beschäftigen sie um die 25 Mitarbeiter und vertreiben ihre Socken unter anderem in den Niederlanden, Spanien in der Schweiz und in Österreich. Seit Kurzem ist auch noch Taiwan und Tschechien auf der Liste. 

In der Auslandskorrespondenz ist auch Fingerspitzengefühl gefragt. So musste Maria den Mitarbeitern erst klarmachen, dass sie sich nicht im breitesten Dialekt mit „Servus“ melden können, wenn sie in Österreich anrufen. Ein geflötetes „Grüß Gott“ öffnet einem da schon eher die Wiener Herzen.

Es passiert aber auch viel über Soziale Netzwerke wie Facebook. Wenn man da Fan ist, „kann man auch die eine oder andere Socke abstauben“, verrät Maria augenzwinkernd. 

Vor Kurzem starteten sie auf ihrer Homepage auch die „Jungfeld-News“. Dort werden Männer, die Jungfeld-Socken tragen, zu ihrem Leben befragt und in einem stilvollen Umfeld fotografiert. Damit wollen die Jungunternehmer die Bandbreite ihrer Sockenträger demonstrieren.

Sex sells

Doch auch sie selbst sind sich nicht zu schade für ihr Produkt ein wenig zu „leiden“. So zogen sie in einem Imagefilm für die Mannheimer Wirtschaftsförderung blank und zeigten sich nur in ihren Socken – Das war kein Zuckerschlecken. Am Drehort, einer alten Fabrikhalle, war es nur 1 Grad warm oder eher kalt. Den Text konnten sie also nur mit Mühe ohne Zähneklappern vorbringen. Lucas erinnert sich: „Wir hatten beide während des Drehs eine Wärmflasche im Rücken und tranken bestimmt einen Liter Kaffee, um uns aufzuwärmen!“ 

Die geschnittene Version des Films lief sogar im Fernsehen auf DMAX und unter anderem auch in Kinos in Stuttgart in Berlin. Sie wurden schon auf der Straße angesprochen. „Hey, dich hab ich doch im Kino nackt gesehen!“  

Hier geht es zum Film.

Aktuell

Aus aktuellem Anlass soll es ein Osternestspecial geben. Die Reihe „Cineasten“ kam vor Kurzem heraus, in der Motive aus ihren Liebllingsfilme auf die Socke gebannt wurden. Auch wurde an die kleinen Kunden gedacht und eine Kindersockenreihe herausgebracht. 

Hier geht es zur „Von Jungfeld“– Homepage

Prominente Jungfeld-Träger 

Besonders freuen sich die beiden, dass Joko und Klaas (Circus HalliGalli, ProSieben) wohl ihre Socken tragen und auch Wolfgang Joop (70) die Marke feiert. Auch wurden die Socken bei der Vox Sendung „Promi-Shopping Queen“ live im Fernsehen gekauft.

Für die Zukunft gilt: Es gibt noch einiges zu tun, um die Manheimer Marke weltweit populär zu machen, aber die jungen Unternehmer sind auf jeden Fall auf einem guten Weg!

kp 

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