Start am 15. Juli 

Maßnahme gegen Drogen - und Trinkerszene im Jungbusch 

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Die Stadt reagiert auf die Beschwerden der Anwohner und Gewerbetreibenden.

Mannheim-Innenstadt – Am 15. Juli starten im Mannheimer Jungbusch Unterstützungsmaßnahmen um der Drogen-und Trinkerszene entgegen zu wirken. Damit reagiert die Stadt auf Beschwerden der Anwohner. 

Die Stadtverwaltung hat von Gewerbetreibenden und Anwohnern Hinweise auf die vermehrte Belastung durch Drogenkonsumenten und Angehörigen der Trinkerszene in der Jungbusch- und der Beilstraße erhalten.

Das Problem

Es treffen sich dort Gruppen mit ausgeprägten Suchtproblemen, um Alkohol zu trinken und die Zeit miteinander zu verbringen. Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist zwar nicht untersagt, jedoch belasten die einhergehende Begleiterscheinungen zunehmend die Anwohner.

Die Akteure im Jungbusch haben sich deshalb an die Stadtverwaltung und an den Runden Tisch „Drogen“, an dem neben der Suchthilfe auch die Polizei und der Kommunale Ordnungsdienst sitzen, gewandt und um Unterstützung gebeten. 

Gleich drei Maßnahmen starten am 15.Juli

1. Ein Streetworker soll für die Drogenabhängigen- Substituiertenszene verstärkt vor Ort eingesetzt werden.

2. Im Rahmen der Beschäftigungsmaßnahme „Pick up“ werden Drogenabhängige unter Betreuung Spritzen und Konsumutensilien an einschlägigen Konsumplätzen einsammeln. Maßnahmenträger für die Zielgruppe der Drogenabhängigen ist der Drogenverein Mannheim.

3. Die Streetworkerstelle für die Trinkerszene wird aufgestockt. Maßnahmenträger für die Zielgruppe der Trinker ist der Caritasverband Mannheim. Beide Träger sind bewährte Partner der Stadt Mannheim im Bereich der Suchthilfe.

Die finanziellen Mittel

Durch die Hilfe der Gesundheitsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb konnten die Mittel für die drei Hilfsmaßnahmen zeitnah aus dem Etat ihre Dezernats bereitgestellt werden.  

„Die Stadt Mannheim hat ein umfassendes und differenziertes Suchthilfesystem“, erklärt Dr. Freundlieb, „dennoch gibt es immer wieder Menschen, die auf herkömmlichem Weg nur bedingt an die Hilfeeinrichtungen angebunden werden können. Wenn betroffene Suchtkranke ihren Weg nicht selbst zu uns finden, müssen wir als Verantwortliche auf sie zugehen.“ 

Verstärkte Polizeipräsenz

Doch nur mit diesen Mitteln ist es nicht getan. Der erste Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Christian Specht macht deutlich: „Mit der Polizei haben wir uns darauf verständigt, dass diese offen in Uniform, Revierkräfte unterstützt vom Einsatzzug sowie verdeckt in zivil durch das Rauschgiftdezernat, im Jungbusch verstärkt Präsenz zeigen werden."

Ansprechpartner

Der Fachbereich Sicherheit und Ordnung steht den Bürgerinnen und Bürgern bei Rückfragen als Ansprechpartner zur Verfügung. Der „Kommunale Ordnungsdienst" (KOD) ist im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten unter der Nummer 0621-293-2933 zu erreichen. Die Maßnahmen sind zunächst bis Ende 2015 angesetzt. Danach wird der Gemeinderat über eine mögliche Fortführung entscheiden.

MANNHEIM24 wird sich zum Start der Maßnahme am 15. Juli vor Ort ein Bild der Lage machen.  

Stadt Mannheim/ kp

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