Für den Fall der Fälle

Gewappnet für den Ausnahmezustand! THW und MVV simulieren Hochwasser-Notfall

+
Einsatzkräfte des THW fluten die Hochwasserschutztüren der Tiefgarage des MVV-Hochhauses.

Mannheim - Am Samstagmorgen (20. Oktober) kommt es zum Großeinsatz des Technischen Hilfswerkes an der zentralen Niederlassung des Mannheimer Energieunternehmens MVV. Doch keine Sorge - hier wird der Notfall nur simuliert.

Das MVV-Hochhaus in der Neckarvorlandstraße ist für den Hochwasser-Notfall gewappnet – und damit das auch künftig so bleibt, wird am Samstagmorgen für mehrere Stunden der Ausnahmezustand simuliert.

Für den Fall der Fälle! THW und MVV simulieren Hochwasser-Notfall

Im Ernstfall kommt es auf jede Minute an, um die zentrale Geschäftsstelle des Energieunternehmens zu schützen. Daher trainiert die MVV alle vier Jahre die Abläufe beim Aufbau der mobilen Hochwasserschutzwand. In diesem Jahr wird gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk Ortsverband Mannheim geprobt.

Simuliert wird bei Hochwasseralarmstufe 3 anstehendes Druckwasser des Neckars auf die Drucktüren der Tiefgaragen des MVV-Hochhauses und des Neckarvorlandgebäudes: Bei einem Pegelstand von 10,14 Meter tritt das Wasser über die Hochwasserwand an der Parkpalette in der Neckarvorlandstraße und bahnt sich seinen Weg in Richtung Tiefgaragen.

Eine über 60 Meter lange und 2,50 Meter hohe Aluminiumschutzwand an der Neckarvorlandstraße soll verhindern, dass bei extremen Hochwasser der Fuhrpark, die Anlagen sowie Gebäude zu Schaden kommen.

Wir prüfen die einzelnen Bauelemente auf mögliche Mängel und testen, ob alle vertikalen Stützen und Schrauben vorhanden sind. Und wir wollen sicherstellen, dass sämtliche Dichtungen und die Abläufe in Zusammenarbeit mit dem THW funktionieren, damit wir für den Ernstfall bestens gerüstet sind“, so Martin Hauser, Gruppenleiter Servicetechnik bei MVV.

Im Anschluss wird die Schutzwand vom THW geflutet, rund 300 Sandsäcke werden vor den Hochwasserschutztüren aufgebaut. Und siehe da: sowohl Wand als auch Türen halten den Wassermassen stand. Am Ende bleibt nur zu hoffen, dass in der Neckarvorlandstraße erst in vier Jahren wieder das Wasser steht – und dann auch nur im Rahmen der nächsten Notfall-Simulation.

rob/pri

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare