Zu viel Stickstoffdioxid

‚Dicke Luft‘ in Mannheim: SPD-Politiker fordert Vorteile für E-Auto-Besitzer!

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Die Messungen aus dem Jahr 2018 zeigen, dass die Stickstoffdioxidwerte überschritten sind. (Symbolfoto)

Mannheim-Innenstadt - Auch im Jahr 2018 ist der Grenzwert für Stickstoffdioxid in der Innenstadt überschritten worden. Deshalb fordert Boris Weirauch ein Transitverbot für LKW:

Dicke Luft in Mannheim...

Nach Angaben der staatlichen Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg ist der gesetzliche Grenzwert für Stickstoffdioxid in Mannheim im Jahr 2018 überschritten worden. Betroffen ist die Messstelle Innenstadt am Friedrichsring. 

Dort wurde das Jahr über ein vorläufiger Jahresmittelwert von 47 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen – das liegt sieben Mikrogramm über dem gesetzlichen Grenzwert! Schon 2017 lag der Mittelwert bei 45 Mikrogramm.

Verkehr um Messstelle muss sinken

Der SPD-Politiker und Vorsitzender des Arbeitskreises Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Boris Weirauch ist darüber besorgt: „Das sind alarmierende Zahlen, zumal die Grenzwerte bereits seit Jahren fortgesetzt überschritten werden und sich jetzt gegen den Trend sogar nochmal verschlechtert haben.“

Laut einer Aussage des baden-württembergischen Verkehrsministers Winfried Hermann müsse das Verkehrsaufkommen rund um die Messstelle um mindestens sechs Prozent sinken, um die gesetzlichen Werte einzuhalten!

Transitverbot für LKW

Darum fordert Weirauch nun ein Transitverbot für LKW in der Innenstadt und eine stärkere Förderung von Elektrofahrzeugen. Zum Beispiel könnten E-Autos auf den Busspuren fahren oder kostenlos parken!

Die Möglichkeit, auf der Busspur schneller voran zu kommen, sowie in der Stadt kostenlos zu parken, sind Anreize, die die Entscheidung für ein E-Auto erleichtern können“, erklärt Weirauch. Es sei auch eine stärkere kommunale Steuerung notwendig. Durch das Verbot dürfte Schwerlastverkehr, dessen Ziel nicht in den Quadraten liegt, nicht mehr in die Innenstadt fahren.

Um Fahrverbote und negative Auswirkungen auf die Wirtschaft abzuwenden, brauche es zudem mehr Unterstützung aus Stuttgart – doch auch die Mannheimer Politik sei weiter in der Pflicht.

pm/dh

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