„besser unbequem“

Streikparade: Verdi-Jugend zieht durch City

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Verdi-Chef Bsirske während seiner Rede auf dem Bahnhofsvorplatz.

Mannheim-Innenstadt – Hunderte Azubis und Praktikanten aus dem öffentlichen Dienst ziehen am Freitagvormittag durch die City. Sie fordern gerechtere Bedingungen während ihrer Ausbildung.

Bei den Warnstreiks im öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft Verdi am Freitag besonders junge Leute im Fokus. Zum landesweiten Jugendstreiktag kommen deswegen rund 500 Auszubildende und Praktikanten aus ganz Baden-Württemberg zu einer großen Parade mit Dj-Musik nach Mannheim. 

Vom Gewerkschaftshaus aus ziehen sie durch die Kurpfalzstraße zum Paradeplatz, von dort durch die Planken und über den Ring vor den Hauptbahnhof. Dort hält Verdi-BundesvorsitzenderFrank Bsirske eine Rede und kritisiert die Zahl befristeter Arbeitsverträge im öffentlichen Dienst: „Das ist ein regelrechter Missbrauch und erschwert es den jungen Kollegen, ihr Leben zu planen.“

Verdi-Jugend veranstaltet Streikparade durch Mannheim

Die Streikparade ist eine Reaktion auf das Verhandlungsangebot der Arbeitgeber in Bund und Gemeinden. Die Jugend von ver.di ist seit Wochen mit der Kampagne „besser unbequem“ in den Betrieben und Dienststellen unterwegs. 

„Dazu gehört, dass wir entschlossener und noch unbequemer als ohnehin schon für unsere Forderungen in den Betrieben kämpfen und auf die Straße gehen“, erklärt Domenic Hessenauer von der Universitätsmedizin Mannheim, der für ver.di Rhein-Neckar in der Bundesjugendtarifkommission sitzt. 

Verdi-Jugend Kampagne: „besser unbequem“

Außerdem wollen die jungen Demonstranten auch ein Zeichen gegen drohende Altersarmut setzen: „Wir treten gemeinsam für Arbeitsbedingungen an, die einen zum einen die Rente erleben lassen und dies zum anderen auch nicht zwangsläufig in die Altersarmut führen, so Clara Ronellenfitisch, von der ver.di Jugend. Daher rufen sie auch Renter zur gemeinsamen Demo auf. Verdi-Chef Bsirske bekräftigt die Forderung und fordert eine Änderung der aktuellen Rentenpolitik. Ansonsten drohe auch für viele Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes Altersarmut.

Gestreikt wird im öffentlcihen Dienst darüber hinaus vor allem im Raum Heilbronn. Neben Stadt- und Gemeindeverwaltungen werden Kitas, die Stadtwerke und die Verkehrsbetriebe bestreikt. 

Für Montag hat Verdi Warnstreiks in Stuttgart und den Landkreisen Böblingen, Ludwigsburg und Rems-Murr angekündigt. 

sag/Verdi Rhein-Neckar/dpa

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