Wollte ISIS-Mitglied werden

Im Irak zum Tode verurteilte Deutsche stammt aus Mannheim!

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Im Irak zum Tode verurteilte Deutsche stammt aus Mannheim

Bagdad/Mannheim - Im Irak wird eine Deutsche zum Tode verurteilt. Wie sich nun herausstellt, stammt sie aus Mannheim. Was wir bisher wissen:

Lamia K. sei bereits am vergangenen Donnerstag zum Tode verurteilt worden, berichtet der Rechercheverbund aus NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" am Sonntag (21. Januar) unter Berufung auf irakische Justizkreise. Außerdem geht aus Medienberichten hervor, dass sie aus Mannheim stammt.

Gegenüber den irakischen Ermittlungsbehörden soll die Deutsch-Marokkanerin zugegeben haben, aus Deutschland über Syrien in den Irak eingereist zu sein, um Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu werden. 

Das Auswärtige Amt wird den Recherche zufolge über den Fall informiert. Der deutsche Botschafter in Bagdad habe in der Europaabteilung des irakischen Außenministeriums seinen Protest zum Ausdruck gebracht. 

Lamia K. soll laut NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" im Juli 2017 zusammen mit weiteren Deutschen in Mossul von irakischen Truppen verhaftet und nach Bagdad überstellt worden sein. Unter den Festgenommenen seien damals auch Lamia K.s Tochter Nadia mit einem Kind sowie die deutschen Frauen Fatima M. aus Detmold und die Minderjährige Linda W. aus Pulsnitz gewesen. 

Bei Vernehmungen durch Beamte des Bundeskriminalamtes solle auch offenbar geworden sein, dass Lamia K. möglicherweise eine höhere Stellung in den Rängen der Terrormiliz eingenommen haben könnte. 

Die Minderjährige Linda W. hat hingegen mehrfach beteuert, sie habe nie eine Waffe berührt und sich nur um den Haushalt sowie die Kinder anderer Frauen gekümmert.

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dpa/jol

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