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Mannheim-Hochstätt: Sonder-Impfung in Stadtteil geht weiter – wer impfberechtigt ist

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Von: Josefine Lenz

Eine Frau bekommt eine Corona-Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca
Bei einigen Menschen kann es nach der Corona-Impfungen zu Nebenwirkungen kommen. (Symbolfoto) © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Mannheim - Ein ganzer Stadtteil wird durchgeimpft – doch wie wird die besondere Aktion der Stadt von den Bewohner angenommen? Und könnte die Aktion auch in weitere Stadtteile kommen?

Update vom 11. Juni: Und die nächste Runde... Von Montag (14. Juni) bis Sonntag (20. Juni) wird das Impfzentrum Mannheim für die Zweitimpfungen auf der Hochstätt im Einsatz sein. Das Angebot richtet sich jedoch ausschließlich an Personen, die bei der Vor-Ort-Impfung vor sechs Wochen ihre Erstimpfung im Quartiersbüro der Hochstätt erhalten haben und deren Zweitimpfung nun ansteht.
 
Bei der Erstimpfung wurden die Termine für die Zweitimpfung bereits vergeben. Die Impflinge werden gebeten, ihren Termin einzuhalten, um einen vollständigen Impfschutz zu erhalten. 14 Tage nach der Zweitimpfung gelten Personen als vollständig geimpft. Die Zweitimpfungen finden an gleicher Stelle wie die Erstimpfungen, im Quartiersbüro der Hochstätt, statt. Wie bei den Erstimpfungen im Quartier kommt auch für die Zweitimpfungen der Impfstoff Moderna zum Einsatz.

Mannheim: Bilanz der mobilen Corona-Impfteams auf der Hochstätt

Update vom 10. Mai: Von Montag bis Sonntag, 3. bis 9. Mai hat das Impfzentrum Mannheim Vor-Ort-Impfungen für die Bewohner*innen der Hochstätt durchgeführt. Die mobilen, fachlich geschulten Impfteams haben in diesem Zeitraum auf der Hochstätt 859 Erstimpfungen durchgeführt.
 
Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz (SPD): „Die Quartiersimpfung auf der Hochstätt war ein Erfolg. Wir haben festgestellt, dass der Abbau von Hürden einen positiven Einfluss darauf hat, dass sich Menschen für die Impfung entscheiden. Eine hohe Impfquote hier ist entscheidend, für die Reduktion der Inzidenzen, aber insbesondere auch für die Entlastung der Krankenhäuser. Denn hier ist die Wahrscheinlichkeit einer Infektion und die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs deutlich erhöht. Daher werden wir das Projekt auch in weiteren Quartieren und Stadtteilen fortführen. Seit heute, Montag, 10. Mai, sind zwei mobile Corona-Impfteams in der Neckarstadt West im Einsatz. Ich danke dem Land für die Unterstützung und allen Beteiligten für ihren Einsatz.“

Mannheim: Hochstätt wird durchgeimpft – so wird die ungewöhnliche Aktion angenommen

Update vom 4. Mai, 14:40 Uhr: Das Angebot der mobilen Impf-Teams im Mannheimer Stadtteil Hochstätt wird offenbar gut angenommen. Der Mannheimer Morgen berichtet am Dienstag von vielen Menschen vor dem Gebäude des Quartiersmanagements, die schon am Morgen auf ihre Corona-Impfung gewartet haben. Noch bis Sonntag können sich alle Hochstätter, unabhängig von Alter- und Prio-Gruppe zwischen 9 und 15 Uhr impfen lassen. Wie Tobias Vahlpahl, Leiter der Koordinierungsstelle Quartiermanagement dem Mannheimer Morgen erklärte, solle im Laufe der Woche nicht nur beobachtet werden, ob die Infektionszahlen aufgrund der Aktion sinken, sondern auch, ob eine Impfbereitschaft bestehe. Laut Stadt Mannheim könnte das spezielle Impf-Angebot dann in Zukunft auch auf andere Stadtteile mit hoher Corona-Inzidenz ausgeweitet werden.

Mannheim: Stadtteil wird durchgeimpft - diese Bürger erhalten Spritze ohne Priorisierung

Erstmeldung vom 3. Mai, 19:45 Uhr: Die Stadt Mannheim hat sich ein außergewöhnliches Projekt im Kampf gegen das Coronavirus überlegt: Ab Montag (3. Mai) werden die Bewohner eines einzelnen Stadtteils durchgeimpft. Ist dieser fertig, ist der nächste Bezirk dran. Wie ein Pressesprecher der Stadt mitteilt, ist die Hochstätt als Erstes an der Reihe. Laut Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz (SPD) hat das auch einen ganz bestimmten Grund.

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Seit Dezember 2020 haben über 40.000 Bürger aus Mannheim beide Corona-Impfungen erhalten, das sind 13 Prozent der gesamten Einwohnerzahl. Insgesamt haben rund 79.000 Menschen eine Erstimpfung erhalten – also bereits ein Viertel der Bevölkerung. Nun erhalten die rund 3.200 in Hochstätt lebenden Mannheimer ein besonderes Impf-Angebot der Stadt, damit es dort noch schneller mit den Impfungen geht. Eine Woche lang werden in Hochstätt Vor-Ort-Impfungen durchgeführt. Dafür ist ein mobiles, fachlich geschultes Team vor Ort. Eine Priorisierung gibt es nicht, aber nur Bewohner des Stadtteils dürfen sich dort impfen lassen, Menschen aus anderen Bezirken werden abgelehnt. Laut Stadt Mannheim ist der erste Tag des Impf-Angebots bereits gut angenommen worden.

Mannheim: Hochstätt wird durchgeimpft – darum erhalten dort alle Bürger eine Corona-Spritze

Doch warum ist ausgerechnet Hochstätt ausgewählt worden? Laut Oberbürgermeister Peter Kurz hat das einen Grund. „Wir müssen feststellen, dass das Infektionsgeschehen in Stadtteilen mit besonderen sozialen Herausforderungen deutlich überdurchschnittlich ist. Das gilt auch für die Hochstätt. Wohnverhältnisse und ein hoher Anteil von Menschen, die nicht von zu Hause aus arbeiten können, sind eine Erklärung für das verstärkte Infektionsgeschehen“, so Kurz und fügt hinzu: „Gleichzeitig wissen wir, dass gerade in diesen Stadtteilen die Impfquote unterdurchschnittlich ist. Wir haben uns deshalb entschieden, das Impfangebot vor Ort zu bringen. Wir beginnen versuchsweise auf der Hochstätt, weil wir uns von diesem Test auch neue Erkenntnisse zur Eindämmung des Infektionsgeschehens erhoffen. Die Hochstätt ist ein klar abgrenzbares und mit knapp 3200 Bewohnern überschaubares Quartier.“

Corona in Mannheim: Impf-Projekt in Hochstätt – Angebot auch in anderen Stadtteilen?

Das mobile Impfangebot wird in der kommenden Woche von Montag bis Sonntag im Quartiersbüro der Hochstätt angeboten. Zwei Mobile Impfteams werden dort für die Bewohner des Quartiers bereitstehen. Die zweite Impfdosis erhalten die Bewohner der Hochstätt im entsprechenden Zeitabstand ebenfalls dort.

Der Oberbürgermeister weist darauf hin, dass aus den gewonnenen Erkenntnissen „anschließend ziel genauer“ geplant werden könne. Das Impf-Angebot soll auch in anderen Stadtteilen ausgeweitet werden. „Wir haben vor, das Modell der mobilen Impfungen auch in weiteren Quartieren und Stadtteilen mit hohen Inzidenzen fortzusetzen. Auch das Land begrüßt dieses Modellprojekt und unterstützt uns dabei“, so Kurz.

Mannheim: Corona-Projekt in Hochstätt – „Impfkampagne erreicht manche Teile der Bevölkerung nicht ausreichend“

Der Amtschef des Ministeriums für Soziales und Integration, Prof. Dr. Uwe Lahl unterstützt das Impf-Projekt der Stadt: „Seit ein paar Tagen wird es bundesweit diskutiert: Die Corona-Impfkampagne erreicht manche Teile der Bevölkerung noch nicht ausreichend, das betrifft vor allem Stadtteile mit besonderen sozialen Herausforderungen. Das Projekt der Stadt Mannheim ist die richtige Antwort darauf, indem es niederschwellig das Impfen direkt zu den Menschen bringt.“ In Hochstätt liegt der Altersdurchschnitt bei 35,6. Zum Vergleich: Im Gesamtdurchschnitt sind die Mannheimer 42,6 Jahre alt. Von den 3.200 Einwohnern sind laut Angaben der Stadt Mannheim 190 arbeitslos. (jol/pm) 

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