1. Mannheim24
  2. Mannheim

Mannheim: Mutprobe am Hauptbahnhof? Teenager (16) lebensgefährlich verletzt

Erstellt: Aktualisiert:

Der Hauptbahnhof Mannheim bei Nacht. (Archivbild)

Bei dem Versuch auf einen Zug zu klettern, wird ein 16-Jähriger am Wochenende lebensgefährlich verletzt. (Symbolbild) © MANNHEIM24/PR-Video/René Priebe

Mannheim - In der Nacht auf Sonntag, 6. Juni, wird ein 16-Jähriger am Hauptbahnhof lebensgefährlich verletzt. Alles nur wegen einer Mutprobe?

Beim Versuch auf einen Zug zu klettern, hat ein 16-Jähriger am Hauptbahnhof Mannheim in der Nacht auf Sonntag (6. Juni) einen Stromschlag erlitten und ist schwer verletzt worden. Der junge Mann ist nach Angaben der Bundespolizei offenbar gegen 2:47 Uhr auf einen Oberleitungsmast gestiegen, um auf einen abgestellten Zug zu gelangen. Dabei sei der Jugendliche der stromführenden Oberleitung zu nahe gekommen. Der Polizei zufolge kommt es zu einem Spannungsüberschlag mit einem lauten Knall. Der 16-Jährige fällt daraufhin lebensgefährlich verletzt in das Gleisbett. Durch das Geräusch werden Gäste eines benachbarten Hotels und Passanten auf den Vorfall aufmerksam.

Mannheim: Teenager klettert auf Oberleitungsmast – wegen einer Mutprobe?

Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte leistet die 18-jährige Begleiterin des Jugendlichen Erste Hilfe. Die Einsatzkräfte können den jungen Mann umgehend medizinisch erstversorgen. Anschließend wird er in eine Ludwigshafener Klinik gebracht.

Warum der junge Mann auf den Oberleistungsmast geklettert ist, ist aktuell Gegenstand der Ermittlungen. Eine Mutprobe kann die Polizei jedoch nicht ausschließen.

Mannheim: Bundespolizei warnt vor gefährlichen Oberleitungen

Aus aktuellem Anlass weist die Bundespolizei nochmals eindringlich auf die Gefährlichkeit dieses Handelns hin. Die Oberleitung hat eine Spannung von 15.000 Volt. Das entspricht dem 65-fachen einer haushaltsüblichen Steckdose. Nicht nur das Berühren der Oberleitung mit dem Körper oder mit Gegenständen aller Art, sondern schon die bloße Annäherung ist lebensgefährlich. Die Bundespolizei und auch die Deutsche Bahn AG weisen bereits seit Jahren gezielt durch Präventionsprogramme auf diese unsichtbare Gefahr hin. (pol/kp)

Auch interessant