Konzert vor ausverkauftem Haus 

Grazie, Glitzer und Testosteron bei Depeche Mode in der SAP Arena!

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Depeche Mode entführen ihr Publikum am Donnersatg in der Mannheimer SAP Arena auf eine Zeitreise durch die Jahrzehnte. 

Mannheim - In der ausverkauften SAP Arena tobt es am Donnerstagabend nicht nur auf den Plätzen vor der Bühne, sondern auch auf den Rängen. Der Grund: Depeche Mode geben sich die Ehre! 

Im Sommer begeisterten Depeche Mode im Rahmen ihrer „Global Spirit Tour“ mit ausverkauften Open Air Konzerten allein in Deutschland und der Schweiz 500.000 Fans. Grund genug für eine zweite Runde im Winter! 

Depeche Mode in der SAP Arena – eine Zeitreise durch die Jahrzehnte! 

Am Donnerstag macht die Synthie-Pop-Gruppe rund um Frontmann Dave Gahan Halt in der SAP Arena – und bietet dem begeisterten Publikum eine musikalische Zeitreise durch die Jahrzehnte

So setzen die Synthie-‚Boys‘ eher weniger auf die Songs von ihrem durchaus hörenswerten neuen Album „Spirit“, sondern auf die Publikumslieblinge wie „Everything counts“ (von 1983!) und „Enjoy the silence“ (1990) und „Precious“ (2005). 

Trotz jahrzehntelanger Bühnenpreformance, sieht man ihnen ihr Alter nur an, wenn man genau hinsieht. Dave Gahan kann in seiner gold-schwarzen Weste und in seinen Glitzer-Cowboy-Stiefeln keine Sekunde stillstehen, sondern schreitet, tanzt und wiegt sich mit der Grazie einer gelenkigen Ballerina im Takt.

Dabei scheint er jede Note mit seinem Körper und seiner Mimik unterstreichen zu wollen. Er faltet voller Inbrunst die Hände, wirft seine Fäuste in die Luft um dann wütend die Augen aufzureissen. 

Trotz der Grazie, dem Glitzer und der visuell ansprechenden Video-Sequenzen, die auf der Leinwand hinter der Band laufen, liegt an diesem Abend jedoch vor allem eins in der Luft: Testosteron!

Möglich wird das vor Allem durch EBM-Noise, dramatische Drums und schmutzige Verzerrungen wie in den guten alten Zeiten. Das Publikum soll möglichst lange unter Strom bleiben - dafür sind sie ja schließlich auch gekommen! Frontmann Gahan versteht es mit dem Publikum zu spielen, zu provozieren und sie so auch zu begeistern. 

Voller Inbrunst singen die Fans mit - teilweise sogar minutenlang nachdem der Song schon zu Ende ist! 

Entspannt wird bei denlangsamen Stücken wie bei dem von Martin Gore gesungen „Sister of night“. Gore ist zwar nicht so stimmgewaltig wie Gahan, aber das Publikum verzeiht es ihm und lauscht andächtig - bevor wieder ein schneller Tempowechsel erfolgt. („Ach der Martin soll jetzt auch mal was singen - das ist doch nett!“, sagt ein Fan aus dem Publikum)

Am Ende des Abends sind alle völlig erschöpft und ausgepowert, freuen sich aber dennoch über die 4 Songs in der Zugabe. Das Lied zum Abschied ist „Personal Jesus“. Da steht sogar das komplette Publikum auf den Sitzplätzen auf und dreht völlig durch!

Ein Abend der Extraklasse! 

kp 

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