Bußgeld droht

Erlaubt? Zwei Hochzeits-Partys auf Rasen am Wasserturm

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Gleich zwei Hochzeitsgesellschaften feiern auf dem Rasen am Wasserturm – obwohl dort Betreten verboten ist.

Mannheim-Oststadt – Gleich zwei Hochzeitsgesellschaften feierten am Samstag ihren Stehempfang am Wasserturm – trotz „Betreten verboten“-Schildern! MANNHEIM24 fragt bei der Stadt nach:

Die knallgelben Schilder rund um den Wasserturm sind eigentlich nicht zu übersehen – „Grünanlage. Betreten ausserhalb der Wege verboten“.

Dennoch haben sich dort am Samstagmittag gleich zwei Hochzeitsgesellschaften mit einem Stehempfang breit gemacht – inklusive Bierbänken, Pavillons, Häppchen und Bistrotischen. 

Dabei droht laut Regelung der Stadt Mannheim bei Betreten der gepflegten Rasenflächen sogar ein Bußgeld von fünf Euro – pro Person!

Wo andere Leute beim Sonnenbaden sofort vom Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) ‚verscheucht‘ werden, dürfen sich samstags Brautpaare tummeln? Mit Stöckelschuhen und Dutzenden Gästen den Rasen zertrampeln?

Wie kann das sein? Hat der KOD hier nur ein bzw. zwei Augen zugedrückt oder kann man sich Sondergenehmigungen im Rathaus einholen?

Zwei Hochzeits-Partys auf Rasen am Wasserturm

MANNHEIM24 fragt offiziell bei der Stadt nach. 

Für die Rasenflächen in der Friedrichsplatzanlage gilt ein Betretungsverbot! Hochzeitsgesellschaften sind auf dem Friedrichsplatz willkommen, um mal kurz Fotos zu machen, müssen sich aber auf den befestigten Flächen und Wegen aufhalten“, so eine Rathaus-Sprecherin.

Und stellt klar: „Feiern auf dem Rasen mit Zelten, Stehtischen, Sitzgarnituren etc. werden nicht geduldet. Der Ordnungsdienst verweist die Gesellschaften in solchen Fällen des Platzes.

Doch solche ‚Spaßbremsen‘ sitzen im Rathaus ja gar nicht: Wer auf der Rasenfläche in Deutschlands schönster Jugendstilanlage angetroffen wird, erhält vom KOD in der Regel zunächst eine mündliche Verwarnung – ohne Bußgeld.

Wer sich jedoch uneinsichtig zeigt oder gar ‚Wiederholungstäter‘ ist, muss fünf Euro Verwarnungsgeld blechen.

Mit mindestens 25 Euro deutlich teurer wird´s übrigens, wenn man ins Wasserbecken des Brunnens steigt! Plus Haftung für eventuelle Schäden an der tollen Fontänen- und Lichteranlage der MVV Energie – und das wird dann richtig teuer...    

Übrigens: Man könne zwar beim Fachbereich Sicherheit und Ordnung einen Antrag auf „Sondernutzung“ stellen, dürfe jedoch nur auf den Gehwegen etwas aufbauen.

Theoretisch könnte man auch einen Antrag stellen, um auf der Wiese etwas aufzubauen, dieser würde aber abgelehnt, weil das Betreten der Flächen verboten ist.

pek

Nightwash: Wir waren für Dich dabei!

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