Später als sonst eröffnet

Corona-Sommer zeigt Spuren – extremer Besucher-Rückgang in Freibädern 

02.06.2020, Hamburg: Ein Einbahnstraßensystem ist am Zugang zum Schwimmbecken im Freibad Marienhöhe ausgeschildert. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 26 Grad sind die Hamburger Freibäder an ihrem ersten Öffnungstag gut besucht gewesen. (zu dpa „Hamburger Freibäder am ersten Tag gut besucht“) Foto: Daniel Bockwoldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Starker Besucherrückgang in den Mannheimer Freibädern im Zuge der Corona-Pandemie (Symbolbild).

Mannheim – Der Sommer geht dieses Jahr mit anhaltend warmen Temperaturen in die Verlängerung, dennoch ist es Zeit Bilanz zu ziehen. Für die Freibäder ist es ein Jahr im Ausnahmezustand gewesen.

Am vergangenen Sonntag (13. September) hat die Freibadsaison 2020 in den Bädern in Mannheim ihr Ende genommen. Erwartungsgemäß fallen die Besucherzahlen wegen des Coronavirus deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Neben der verspäteten Saisoneröffnung ist der starken Rückgang der Besucherzahlen auch auf die Einschränkung der maximalen Besucherzahlen und die Corona-Regeln im Bad zurückzuführen. Dennoch zeigt sich die Stadt Mannheim mit rund 165.000 Besuchern in den vier Mannheimer Freibädern zufrieden. „Die Öffnung der Freibäder in Mannheim gerade in dieser schwierigen Zeit der Corona-Pandemie war die richtige Entscheidung“, resümiert Bürgermeister Lothar Quast zur Freibadsaison 2020.

Mannheim: Bürgermeister dankt Mitarbeitern im Bäderbereich für „besonderen Einsatz"

Auch wenn die Besucherzahlen mit den Zahlen früherer Jahre nicht vergleichbar sind, so sind sie ein deutliches Zeichen dafür, dass wir damit dem Wunsch vieler Menschen entsprochen haben. Wir sehen darin auch eine Anerkennung unserer Arbeit, da uns die Öffnung vor große Herausforderungen im täglichen Badebetrieb gestellt hat. Hier gilt ein besonderer Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bäderbereich, ohne deren besonderen Einsatz ein Badebetrieb unter der Vielzahl von Vorgaben und Rahmenbedingungen nicht möglich gewesen wäre“, beschreibt Quast die Situation.

Mannheim: Verspätete Öffnung und Einlassbeschränkungen sorgen für Besucherzahlen-Einbruch in Freibädern

In diesem Jahr haben die Freibäder wegen der Corona-Pandemie erst am 16. Juni öffnen können. Diese verspätete Öffnung und das im Juni eher durchschnittliche Wetter schlagen sich auch in der Bilanz nieder. „Vor diesem Hintergrund und weil die Zahl der Schwimmbadbesucher in Abhängigkeit der Größe des jeweiligen Bades limitiert werden musste, sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, erklärt Uwe Kaliske, Fachbereichsleiter Sport und Freizeit der Stadt Mannheim.
 
Zum Vergleich: Im Herzogenriedbad mit seiner großen Liegewiese kommen in normalen Jahren an einem tollen Sommertag schon mal gerne an die 8.000 bis 10.000 Besucher, in diesem Sommer durften es maximal 1.750 pro Zeitfenster sein.

Trotz der Einschränkungen waren die Badegäste froh, wieder schwimmen zu dürfen“, so Kaliske. „Und das Verständnis der Gäste gegenüber den Sicherheitsvorkehrungen und Maßnahmen war zum überwiegenden Teil groß, die Regeln wurden meistens befolgt“, heißt es aus den einzelnen Freibädern.

Eine Einschätzung, die nicht jeder teilt. Vor allem „Hartz und Herzlich“-Star Elvis geht mit den Freibad-Besuchern hart ins Gericht: „Da stehen die Leute an der Kasse, eine zwei Kilometer lange Schlange – alle wollen ins Freibad und alle stehen sie dicht gedrängt aneinander. Kaum einer hat eine Maske an“, kritisiert der 48-Jährige.

Mannheim: Nach die Freibad- folgt die Hallenbad-Saison

Mit dem Ende der Freibadsaison beginnt die Hallenbadsaison 2020/2021. Nach intensiver Revisionszeit, in der unter anderem das Wasser in den Becken ausgetauscht, die Becken und Fugen grundgereinigt und alle technischen Anlagen überprüft und Instand gesetzt wurden, öffnen nun am 21. September 2020 die Hallenbäder in Mannheim wieder unter Corona-Bedingungen.

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