Planschen ab Anfang Juni?

Mannheim: Bürgermeister über Freibäder – „Auf potenzielle Öffnung vorbereitet“

Mannheim - Der Sommer rückt immer näher – doch werden wir uns im zweiten Corona-Jahr überhaupt in Frei- und Schwimmbädern erfrischen können? Der Sportbürgermeister macht Hoffnung:

Update vom 14. Mai, 9:21 Uhr: Auch wenn es wegen der noch hohen Corona-Infektionszahlen und einer Inzidenz von über 100 aktuell noch keine Perspektive für eine Öffnung gibt, werden die Freibäder in Mannheim gewartet und gereinigt. „Alle Freibäder werden derzeit auf eine potenzielle Öffnung vorbereitet“, betont Sportbürgermeister Ralf Eisenhauer (SPD). „Einen verbindlichen Termin gibt es derzeit noch nicht, da auch seitens des Landes noch keine aktuellen Verordnungen und konkreten Vorgaben vorliegen“, gibt Eisenhauser die aktuelle Situation wieder.

Das Herzogenriedbad in Mannheim. (Archivfoto)

Dies könne sich aber schnell ändern: „Unter der Bedingung, dass sich die Inzidenzen stabil unter 100 einpendeln, streben wir eine Öffnung Anfang Juni an“, so seine Einschätzung. Derzeit arbeitet der Fachbereich Sport und Freizeit auf Basis der Erfahrungswerte aus dem vergangenen Jahr weiter an einem Betriebs- und Hygienekonzept. Fest steht: Auch diese Saison wird die Zahl der Besucher*innen erneut begrenzt werden.

Mannheim: So werden die Corona-Tarife in den Freibädern angepasst

 In dieser Corona-Saison wird es aber auch Neuerungen im Vergleich zum letzten Jahr geben: Bei den Öffnungszeiten werden fast täglich drei feste Zeitabschnitte (8-10:30 Uhr, 10:30-20 Uhr und 18-20 Uhr) in alle Bädern angeboten, die für alle Besucher*innen gleich zugänglich sind.

Öffnungszeiten/Timeslots im Einzelnen:

Herzogenriedbad8-10:30 Uhr täglich (außer Montag); 10:30-20 Uhr täglich; 18-20 Uhr täglich
Carl-Benz-Bad8-10:30 Uhr Mittwoch und Freitag; 10:30-20 Uhr täglich; 18-20 Uhr täglich
Parkschwimmbad Rheinau8-10:30 Uhr Dienstag und Donnerstag; 10:30-20 Uhr täglich; 18-20 Uhr täglich
Freibad Sandhofen8-10:30 Uhr Donnerstag; 10:30-20 Uhr täglich; 18-20 Uhr täglich

Hierzu gibt es zwei angepasste Corona-Tarife, die für Vollzahler (3,50 Euro) und Begünstigte (2 Euro). Mehrfachkarten und Saisonkarten werden ausgesetzt, der Familienpass kann genutzt werden. 

Mannheim: Wichtige Neuerungen in kommender Freibad-Saison

Um Grenzkapazitäten nicht zu überschreiten und der Besucher-Dokumentationspflicht nachzukommen, gibt es diese Saison eine weitere Neuerung: Für den Besuch des Freibades ist vorab der Kauf eines Tickets über ein Ticketportal notwendig. Hier werden eTickets pro Bad und Zeitfenster verkauft. Diese können bis zu 4 Tage im Voraus erworben werden. Besuche-rinnen und Besucher kaufen ein eTicket und erhalten für das ausgewählte Zeitfenster einen QR-Zutrittscode. Dieser dient dann ausgedruckt oder in Wallet-Form als Zutrittsberechtigung ins jeweilige Freibad. Das eTicket ist nur jeweils am gewählten Tag und Zeitraum gültig. Be-zahlmöglichkeiten sind Giropay, Paydirekt und Kreditkarte (Visa und Mastercard), auch PayPal wird in einem zweiten Schritt noch als Bezahloption angeboten werden. Gekaufte Ti-ckets sind vom Umtausch ausgeschlossen. Ein Ersatz erfolgt nicht.

Als Ausnahme zum Online-Verkauf ist ein stationärer Ticket-Vorverkauf an der Kasse des Eissportzentrums zu noch definierenden Zeiten vorgesehen, für diejenigen die keinen Internetzugang haben oder kein Smartphone besitzen. Noch offen ist die Frage, ob der Eintritt ins Schwimmbad nur mit negativem Corona-Test oder Impfnachweis erfolgen kann. Auch hier wird dann die aktuelle Landesverordnung den weiteren Weg und Anpassung im Betriebskonzept der Bäder vorgeben.

Weitere Informationen zu den Mannheimer Bädern gibt es ab Ende Mai unter www.schwimmen-mannheim.de.

Mannheim: Wann öffnen Schwimmbäder? „Momentan planen wir intern einen Start der Freibadsaison…“

Erstmeldung vom 4. Mai: Ende Juni beginnt der Sommer und spätestens dann wollen wir wohl alle Temperaturen um die 30 Grad. Wenn die Sonne sich mal wieder von ihrer besten Seite zeigt, dann ist der Wunsch nach Abkühlung groß. Allerdings ist unklar, ob Schwimmbäder und Badeseen bis dahin offen haben. Aufgrund der Corona-Krise stehen die Betreiber der Freibäder zwar derzeit in den Startlöchern, ein offizielles „Go“ gibt es jedoch noch nicht.

Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung des Landes zur Eindämmung der exponentiellen Verbreitung des Coronavirus und zum Schutz Ihrer Gesundheit sind die Mannheimer Bäder geschlossen“, so die Stadt Mannheim – und fügt hinzu: „Momentan planen wir intern einen Start der Freibadsaison zum 22. Mai 2021. Wir müssen aber auf die aktuell gültigen Verordnungen warten, die auch eine Öffnung der Bäder zulassen. Unter welchen Rahmenbedingungen tatsächlich geöffnet werden kann, ist momentan noch nicht absehbar. Wir werden frühzeitig über den Öffnungstermin sowie über die Art und Weise der Bäderöffnungen in der Tagespresse sowie auf unseren Internetseiten informieren.“ Wer bereits 10er- oder Jahreskarten für ein Schwimmbad gekauft hat, der muss dementsprechend noch etwas Geduld aufbringen. Denn auch hier ist noch unklar, ob die Karten ihre Gültigkeit behalten.

In Mannheim gibt es diese Bäder:

  • Herschelbad
  • Gartenhallenbad Neckarau
  • Hallenbad Seckenheim
  • Hallenbad Vogelstang
  • Hallenbad Waldhof-Ost
  • Carl-Benz-Bad
  • Herzogenriedbad
  • Parkschwimmbad Rheinau
  • Freibad Sanhofen
  • Heinz-Hunsinger-Sommerbad
  • Sommerbad a. Stollenwörthweiher

Bei einigen Bädern ist der Hinweis der Stadt Mannheim zu lesen, andere haben sich bislang gar nicht zur Corona-Krise geäußert. So würde das Heinz-Hunsinger-Sommerbad Mitte Mai in Betrieb gehen. Auch in Heidelberg und der Region wartet man auf eine neue Corona-Verordnung. So lange haben dort die Schwimmbäder ebenfalls geschlossen.

Mannheim: Diese Corona-Regeln könnten in Schwimmbädern drohen

Es ist nicht davon auszugehen, dass die Freibäder und Schwimmbäder in Mannheim ab dem 23. Mai einfach wieder die Türen für die Badegäste öffnen. Höchstwahrscheinlich gelten dann strenge Corona-Regeln wie im letzten Jahr. Wir haben für Dich noch einmal aufgelistet, welche das waren und möglicherweise wiederkommen:

  • Begrenzte Anzahl der Badegäste: Im Schwimmbecken wird zehn Quadratmeter Wasserfläche pro Person gerechnet. Innerhalb der Schwimmbahn ist ein Einbahnsystem einzuführen, dabei kann jede Bahn auf der Länge von 50 Metern von maximal zehn Personen gleichzeitig benutzt werden. Die Badegäste dürfen sich nicht gegenseitig überholen oder dicht aufschwimmen. Im Nichtschwimmerbecken wird pro Person mit vier Quadratmeter gerechnet. Auf den Wiesen gilt ebenfalls: Einer Person auf zehn Quadratmetern Liegefläche.
  • Zu- und Ausstiege der Becken müssen von einander getrennt sein. Außerdem sollte der Mindestabstand beim Betreten und Verlassen eingehalten werden. Bei Rutschen, Sprungtürmen oder anderen Attraktionen muss vom Betreiber gesteuert werden.
  • Warteschlagen sollten vermieden werden, dafür bietet sich ein Ticketsystem an.
  • Es dürfen ausschließlich persönliche Schwimm- und Trainingsutensilien, insbesondere Schwimmflügel und Schwimmbrillen, verwendet werden, sofern diese in der Badeordnung zugelassen sind.
  • Der Aufenthalt in Toiletten, Duschen und Umkleiden ist so zu begrenzen, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Nutzern eingehalten werden kann.
  • Betreiber von Freibädern und Schwimmbädern müssen darauf achten, dass die Hygieneregeln eingehalten werden.

(jol)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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