„Ein Leben ohne Kuchen ist möglich, aber sinnlos!“

„Kuchen im Glas“ versüßt Mannheimern den Tag

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Mannheim -  Nostalgie meets Kulinarik. Im Interview erklären uns die „Kuchen im Glas“-Macherinnen, wie sie mit der großen Konkurrenz umgehen, warum Blumen out sind und wieso Bier und Schokolade perfekt zusammenpassen... 

Kuchen für die Welt!

Geburtstagparties, Hochzeitsfeiern oder Liebesbekundungen: Geschenkanlässe gibt es wie Sand am Meer. Originelle Geschenkideen stehen auf einem anderen Blatt. Und damit man seiner/seinem Liebsten nicht schon wieder ein Buch oder Blumen schenken muss, haben drei junge Frauen aus Mannheim die perfekte Alternative: Kuchen im Glas!

Save the planet by cake

Kuchen geht immer. Das dachte sich auch Linda Dröge, als sie 2006 gemeinsam mit einer Bäckerin „Kuchen im Glas“ gegründet hat. Damals arbeitete sich noch als Projektleiterin in einer Werbeagentur. Als ihre Kollegin vor knapp drei Jahren aus persönlichen Gründen aus der Firma ausstieg, fasste Dröge den Entschluss, den Neben- zum Hauptberuf zu machen und holte „Kuchen im Glas“ nach Mannheim. Stephanie Becker und Alexandra Bald verstärkten das Team schließlich und versorgen sowohl Unternehmen als auch Privatkunden mit Leckereien wie Erdnuss-Karamell-, Kartoffel-Parmesan oder Schoko-Guiness-Kuchen in nostalgischen Weck-Gläsern.

Neben dem Online-Shop (www.kuchen-im-glas.com) können die Kuchen-Geschenkpakete seit dem 20. März 2015 auch vor Ort gekauft werden, da feierten die Mädels nämlich ihre große Ladeneröffnung im Gründerinnenzentrum in G7 - nicht nur wegen den Schlemmereien, sondern auch aufgrund der liebevoll-nostalgischen Einrichtung ein Besuch wert. 

Tut mir leid, dass ich das so sagen muss, aber eure Idee ist schon arg berechnend. Bei Kuchen ist es ja so, dass man ihn nicht NICHT mögen kann...

Linda: (lacht) Eigentlich hast du recht, aber lustigerweise war das damals gar nicht der Hintergedanke. 2006 hatten wir noch eine breitere Produktpalette. Wir wollten uns mit dem Online-Shop aber auf ein Produkt konzentrieren und nicht der nächste Gourmet-Laden werden, der tausend Sachen anbietet. Und da ist uns der Kuchen im Glas am meisten ins Auge gesprungen. Wie du sagst, Kuchen mag jeder, und das Schöne dabei ist auch, dass man ihn so gut mit Anlässen verknüpfen kann, an denen man ihn verschenken kann.

Ihr seht euren Kuchen also ganz klar als Geschenkartikel?

Stephanie: Auf jeden Fall. Wir sehen uns nicht als Konkurrenz zu „normalen“ Bäckern oder Konditoren - wir verkaufen Geschenkartikel. Was aber natürlich niemanden davon abhalten soll, einfach vorbeizuschauen, um sich selbst zu beschenken.

Apropos Konkurrenz: In den letzten Jahren ist ja eine regelrechte Essen-im-Glas-Welle über Deutschland geschwappt. Wie nehmt ihr diese Entwicklung auf?

Linda: Wir haben das Rad auch nicht neu erfunden. Ich sehe das Ganze als sehr positiv an, denn durch die Bekanntheit dieser Produkte steigt automatisch die Akzeptanz für unseren Kuchen im Glas. Auf der anderen Seite unterscheiden wir uns durch die Qualität unseres Produktes von der Konkurrenz. Anfänglich war das noch ein bisschen schwieriger, weil wir den direkten Preiskampf verloren haben. Aber dazu muss man sagen, dass viele Kuchen mit Milchpulver, Konservierungs- und Farbstoffen gebacken werden. Da braucht man dann zwei Liter Milch, um sie runterzubekommen. Dementsprechend schmecken sie auch. Jetzt, wo das Ganze bekannter wird, kristallisiert sich heraus, wer die guten, da qualitativ hochwertigen Anbieter sind - wie bei jeder neuen Idee auch. Mittlerweile gewinnen wir den Geschmackskampf und die Billigprodukte verschwinden nach und nach vom Markt.

Backt ihr eure Kuchen selbst?

Stephanie: Nein, wir haben zwei Konditoren, die das für uns übernehmen. Dabei ist einer der beiden für das Standardsortiment verantwortlich, die Zweite im Bunde produziert die veganen und/oder laktosefreie Kuchen.

Aber für die Rezepturen seid ihr verantwortlich?

Linda: Genau. Wir probieren meistens zuhause in unseren eigenen Küchen herum und testen etliche Rezepte...

...und dabei entsteht dann so etwas wie der Guinness-Schoko-Kuchen? 

Linda: (lacht) Dieses Rezept kam tatsächlich von unserer Konditorin. Wir entwickeln nicht ausschließlich selbst. Gerade bei solchen Rezepten sind wir aber natürlich offen. Die Idee hat uns auf Anhieb besonders gut gefallen, weil wir uns nichts darunter vorstellen konnten. Aber das ist eher die Ausnahme, da wir bei der Entwicklung auf bestimmte Kriterien aus sind - zum Beispiel, dass die Kuchen besonders saftig sind und nur aus natürlichen Zutaten bestehen. Und aus dem Glas plumpsen soll er natürlich auch.

Neben dem Standard-Sortiment habt ihr auch immer wieder Specials?

Linda: Die Klassiker wie Zitrone, Schokolade oder Brownie führen wir ganzjährig, saisonal kommen dann immer wieder neue Kreationen hinzu. Gerade jetzt nach dem Weihnachtsgeschäft haben wir wieder ein bisschen mehr Ruhe, um uns auszutoben.

Gibt es schon neue Specials, die konkret in Planung sind?

Stephanie: Ja. Für den Sommer steht ein Mango-Maracuja-Kuchen auf dem Plan, danach kommt noch ein Kuchen aus weißer Schokolade. Wenn es dann Richtung Herbst geht, wollen wir einen Dattel-Tonkabohne-Kuchen mit ins Sortiment aufnehmen.

Und was ist euer persönlicher Favorite?

Beide: Der Rotwein-Kuchen! In den letzten Wochen haben wir die Rezeptur verfeinert, das Ding ist jetzt echt der Knaller. Den musst du nachher unbedingt probieren!

Bevor ich mich schlagen lasse... Stichwort „probieren“: wie fatal wirkt sich so eine Geschäftsidee auf die eigene Bikini-Figur aus, schließlich müsst ihr die neuen Kreationen ja ständig testen?

Stephanie: Das ist total schlimm. Wir sind alle schon auf Low-Carb umgestiegen, damit wir halbwegs einen Ausgleich haben (lacht). 

...und die Zahl der Freunde, die sich als Testesser anbieten, wird bestimmt auch nicht kleiner?!

Linda: An Testessern mangelt es uns definitiv nicht.

Wo seht ihr „Kuchen im Glas“ in fünf Jahren?

Linda: Wir hoffen natürlich, dass sich „Kuchen im Glas“ langfristig etabliert und eine wahre Geschenkalternative zu Blumen und Büchern wird. Demnächst stocken wir Personal auf und wollen auch bald ausbilden. Langfristig liebäugeln wir mit einem Umzug auf die Konversionsflächen. Das große Ziel ist es dann, komplett selbst zu produzieren.

rob

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