In P7,19

Mannheim: „Five Guys“ eröffnet in den Quadraten – warum hat das so lange gedauert?

Mannheim - Mit einem Jahr Verspätung wird in den Quadraten endlich das Lokal „Five Guys“ eröffnet. Was die Burger-Bude zu bieten hat und warum die Eröffnung so lange gedauert hat: 

  • Five Guys" eröffent Filiale in Mannheim.
  • Mit einem Jahr Verspätung öffnet Lokal in den Quadraten.
  • Was macht das Essen bei „Five Guys" so besonders und warum gab es die Verzögerung.

Was lange währt, schmeckt endlich gut. Mit diesen Worten lässt sich die Geschichte der amerikanischen Restaurantkette „Five Guys“ in Mannheim wohl am besten beschreiben. Seit März 2019 ist bekannt, dass das Franchise ins Quadrat P7, 19 einziehen soll. Doch die Bauarbeiten ziehen sich ungewöhnlich lang, sodass bei vielen Burger-Fans die Stimmung sinkt. Doch dann geschieht das Wunder. „Five Guys" verkündet das offizielle Eröffnungsdatum – den 31. August 2020. Punkt 11 Uhr öffnen sich die Pforten des Burger-Tempels. Doch lohnt sich das Essen dort? Und was macht es dort so besonders? Wir haben uns einmal umgesehen.

Mannheim: „Five Guys“ eröffnet in den Quadraten

Eine kleine Schlange steht am Montagmorgen bereits vor der „Five Guys“-Filiale in P7, 19. Als sich dann endlich die Tür öffnet, starten die Mitarbeiter hinter der Theke eine La-Ola-Welle. Der Laden wirkt mit seinen lederbezogenen Bänken wie aus einer US-amerikanischen Serie. An den Wänden hängen Pappschilder mit Sprüchen auf Englisch oder mit dem Cover alter Magazine. In der Ecke stehen zwei dicke Getränkeautomaten im bekannten Rot der Marke Coca-Cola. Ganz nach amerikanischem Vorbild.

Kunden können beobachten, wie die Burger zubereitet werden.

Anders als in den meisten Burger-Buden, kann bei „Five-Guys" alles am Burger oder an den Pommes individualisiert werden. So kauft man etwa einen Cheese-Burger und kann dann aus einer Liste von Toppings seinen eigenen Belag zusammenstellen. Anschließend geht es an der Theke entlang, wo der Burger schnell zusammengesetzt wird.

Das alles können Kunden durch die Scheibe beobachten. Da macht bereits das Warten Spaß! Die Pommes werden zudem in Erdnussöl frittiert. Das hat den Vorteil, dass die Kartoffeln gesünder sind – aber auch den Nachteil, dass Nuss-Allergiker sie nicht essen können. Davor wird bereits am Eingang gewarnt.

Mannheim: „Five Guys“ steht für Nachhaltigkeit

Eines fällt beim Abholen des Menüs aber auf – im gesamten Laden gibt es weder Besteck noch Tabletts. Im Gespräch mit MANNHEIM24 erklärt Jörg Gilcher den Grund dafür. Der 52-Jährige ist Geschäftsführer aller bislang 16 „Five-Guys“-Filialen in Deutschland. Die Erklärung hat damit zu tun, dass das Franchise so nachhaltig wie möglich arbeiten möchte. Statt Tablett, das im Anschluss aufwendig gespült werden müsste, gibt es nur eine Papiertüte.

Die Zutaten werden zudem nicht tief gekühlt, sondern jeden Tag frisch zubereitet. So liegen die Kartoffelsäcke direkt im Laden und können für Nachschub schnell zubereitet werden. Am Ende muss nichts eingefroren werden und alles wird verwendet. Die Filiale in Mannheim ist zudem schon voll auf Corona eingestellt. Zwischen den Plätzen hängt Plexiglas und Kunden müssen am Eingang warten, bis sie eine Tischnummer bekommen.

Mannheim: „Five Guys“ – darum hat es so lange gedauert

Dabei handelt es sich sowieso um einen Service, den „Five Guys" bereits vor Corona angeboten hat. Wer etwas bestellt, muss nicht in den Laden kommen. Das Essen wird vor die Tür der Filiale gebracht und kann dort abgeholt werden. Einen Liefer-Service werde es, laut Gilcher, zu Beginn aber nicht geben. Das könnte sich aber nach ein paar Wochen ändern.

Für den 52-Jährigen sei eine Filiale in Mannheim auf der Wunschliste gestanden, weil die Stadt „attraktiv“ sei. Vor der Eröffnung ist allerdings viel passiert. So sei das alte Gebäude nach dem Auszug des Vormieters erstmal noch etwas angepasst worden. Zudem hätten die Arbeiten länger gedauert, weil keine Firmen Zeit gehabt hätte.

Das gleiche Problem, das auch beim Abriss der Hochstraße Süd für Verzögerung gesorgt hat. Am Ende ist die „Five Guys“-Filiale in Mannheim ein Jahr später eröffnet worden als geplant. Vielleicht hat das aber auch einen Vorteil – denn das Lokal ist damit dem Lockdown entgangen und kann sich nun voll entfalten. Anders als das Traditionslokal „Goldener Hecht“ in Heidelberg. Das muss wohl bald einem anderen Burger-Laden weichen. (dh)

Rubriklistenbild: © MANNHEIM24/Daniel Hagen

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