Rührendes Schicksal

Der tapfere „Iron Mike“ und die Delfine

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Mike bei der Delfintherapie in Curaçao.

Mannheim-Feudenheim – Die Ärzte geben dem Frühchen Mike maximal zwei Jahre zu leben. Doch der Kleine kämpft und kann 2015 seinen siebten Geburtstag feiern. Das ist seine Geschichte:  

Nach sechs Monaten Schwangerschaft erleidet die werdende Mutter Melanie aus Feudenheim eine Gestose. Ihr Blutdruck ist erhöht und es besteht eine akute Gefahr für sie und das Ungeborene. Das Baby muss geholt werden, obwohl es zu klein und zu schwach ist. 

Das rührende Schicksal des kleinen Mike

Der kleine Mike kommt im August 2008 auf die Welt. Doch sein Leben ist von Anfang an sehr beschwerlich. Schon in den ersten Wochen nach der Geburt wird er insgesamt drei Mal operiert

Er wird von einer schweren Entzündung geplagt. Es wird ein Loch im Darm vermutet und er muss operiert werden. Bei der zweiten Operation wird ihm ein künstlicher Darmausgang gelegt. Bei der späteren Durchspülung des Darmausgangs erleidet der Kleine eine Blutvergiftung und eine daraus resultierende Hirnblutung. Auch bricht sein Unterschenkel weil die Knochen so porös sind. 

Durch die Hirnblutung ist er körperlich und geistig stark behindert. Durch eine Schädigung des Sehnervs ist er blind und er kann nur hell und dunkel unterscheiden. Er ist halbseitig gelähmt und hat eine Spastik auf der linken Seite.

Der Medikamentenentzug

Mike kann weder selbstständig sitzen noch laufen und auch nicht sprechen. Außerdem ist er Epileptiker. „Besonders schlimm war es, als er einen Medikamentenentzug machen musste“, erzählt uns seine Mutter Melanie.

 „Er hat furchtbar gelitten und wir haben ihn immer mit der Flasche beruhigt. Nach dem Entzug hat er dann das Trinken verweigert. Vielleicht hat er von diesem Zeitpunkt an das Trinken mit etwas Schlechtem verbunden..."

Dank einer logopädischen Therapie konnte das Problem in den Griff bekommen werden. Auch konnten seine Medikamente so gut eingestellt werden, dass er keine epileptischen Anfälle mehr hat. 

Der kleine Kämpfer hält trotz aller Widrigkeiten am Leben fest. 

Seine Mutter Melanie erzählt: „Der Mike ist ein Gute-Laune-Kind. Er freut sich am meisten, wenn man mit ihm Auto fährt und er mit Papa Musik hören kann.“

Die Delfintherapie

Was ihm besonders geholfen hat, ist Melanies Meinung nach die Delfintherapie. Durch eine Facebook-Gruppe wurde seine Mutter auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht. Jede Verbesserung wäre ein großer Segen für den Jungen. So setzte sie alles daran, dass er diese Therapie machen konnte. 

Durch zahlreiche Unterstützer wie das Capitol in Mannheim, der Hundenachhilfe und die Adler Mannheim konnten sie dann mit Mike schließlich nach Curacao fliegen und eine delfinuntestützte Therapie machen. Neben Logopädie und Physiotherapie, kann er dort mit Delfinen interagieren. 

„Das hat ihm gutgetan. Er ist viel entspannter, vorher war er so ein Zappelphilipp und hat immer gebissen und gekrazt. Auch hat sich seine Spastik in der Hand gelockert. Das hat auch sein Neurologe bestätigt“, erzählt Melanie.

Ihr größter Wunsch? „Das Mike noch eimal zu den Delfinen gehen kann. Dass er dann vielleicht sitzen kann. Das würde so viel erleichtern.“ 

Doch so eine Delfintherapie ist teuer und kontrovers. Nicht jeder sieht darin einen direkten Nutzen. Doch Melanie ist überzeugt und geht zur Not sogar mit der Sammelbüchse auf die Straße. Alles für ihren tapferen kleinen Mike.

Wenn Du Mike helfen willst, besuche seine Facebookseite oder spende direkt auf das Konto:

Empfänger: dolfin aid e.V.

Kontonummer: 2000 2424

Bankleitzahl: 300 501 10

Sparkasse Düsseldorf

Verwendungszweck: Mike Aspenleiter

kp

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